{"id":2479,"date":"2009-09-29T07:20:57","date_gmt":"2009-09-29T06:20:57","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=2479"},"modified":"2009-09-30T11:45:55","modified_gmt":"2009-09-30T10:45:55","slug":"mutige-vater-arbeiten-teilzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2009\/09\/29\/mutige-vater-arbeiten-teilzeit\/","title":{"rendered":"Mutige (V\u00e4ter) arbeiten Teilzeit"},"content":{"rendered":"<p>Das geht, gegen viele Widerst\u00e4nde auch im eigenen Vorstellungsverm\u00f6gen. Die September Ausgabe der Zeitschrift <a href=\"http:\/\/www.brandeins.de\" target=\"_blank\">brandeins<\/a> pr\u00e4sentiert V\u00e4ter, die sich um ihre Familie k\u00fcmmern und Karriere machen.<\/p>\n<p>Das sind zum Beispiel Fragen wie: &#8222;Was werden die m\u00e4nnlichen Kollegen sagen?&#8220; Oder: &#8222;Wie kann ich das vor meinen Klienten rechtfertigen?&#8220; aber auch Unternehmen (-skulturen) in denen &#8222;Karriere wird nach 18 Uhr gemacht&#8220; wird. Auch die Rollenzuschreibungen im sozialen Umfeld sind nach wie vor m\u00e4chtig:<\/p>\n<p>Anders als einer Frau wird einem Mann nicht das naturgegebene Bed\u00fcrfnis unterstellt, sich um seine Kinder k\u00fcmmern zu wollen. F\u00fcr ihn ist eigentlich nur eine Rolle vorgesehen: die des Versorgers. Will der Mann trotzdem weniger arbeiten, wird das als Illoyalit\u00e4t gegen\u00fcber der Firma wahrgenommen. Erschwerend kommt hinzu: Die heutige Generation der F\u00fchrungskr\u00e4fte ist noch immer fast ausschlie\u00dflich m\u00e4nnlich und hat dem Beruf oft die absolute Priorit\u00e4t einger\u00e4umt.<\/p>\n<p>Viele haben ihr Privatleben vernachl\u00e4ssigt. Und manche schon den Punkt erreicht, an dem sie lieber im B\u00fcro sind als daheim. \u00c4u\u00dfern nun j\u00fcngere m\u00e4nnliche Kollegen den Wunsch nach Teilzeit, ruft das deshalb nicht nur Neid hervor. Es werden auch die Lebensentw\u00fcrfe vieler Vorgesetzter ersch\u00fcttert: Wenn es eine Alternative zur Dauerpr\u00e4senz in der Firma gibt, dann war nicht allein die Karriere daran schuld, dass man die eigenen Kinder so wenig gesehen und die Partnerschaft so wenig gepflegt hat.<\/p>\n<p>\u2026 Auf Unterst\u00fctzung durch ihre Partnerin warten M\u00e4nner manchmal vergebens. Denn auch das Verh\u00e4ltnis der Frauen zur m\u00e4nnlichen Teilzeitarbeit ist zumindest nicht frei von Widerspr\u00fcchen. Zwar w\u00fcnschen sich viele, dass auch ihr Mann mehr Zeit zu Hause verbringt. Will einer jedoch tats\u00e4chlich seine Stundenzahl reduzieren oder gar zw\u00f6lf Monate Elternzeit nehmen, haben etliche damit Probleme. &#8222;Viele Frauen wollen Geld verdienen, aber das Haupteinkommen soll der Mann erzielen&#8220;, sagt die T\u00fcbinger Soziologin Regine Gildemeister.<\/p>\n<p>Dazu passt, dass in Untersuchungen \u00fcber m\u00e4nnliche Teilzeit vor allem die Frauen antworten: &#8222;Der Beruf meines Mannes l\u00e4sst eine Verringerung der Wochenarbeitszeit nicht zu.&#8220; Nicht zuf\u00e4llig wird M\u00e4nnern im V\u00e4terzentrum Hamburg empfohlen, ihre Partnerin mitzubringen, wenn sie sich zum Thema Teilzeit informieren wollen.<\/p>\n<p>Die H\u00fcrden f\u00fcr M\u00e4nner, die Teilzeit arbeiten wollen, sind meist h\u00f6her als die f\u00fcr Frauen. Dass sich trotzdem immer mehr trauen, gegen diese Widerst\u00e4nde anzugehen, spricht f\u00fcr ihren Mut. Oft sind es M\u00e4nner, die bereits die ersten Karriereh\u00fcrden genommen und ihre Leistungsf\u00e4higkeit bewiesen haben. Sie m\u00fcssen kaum bef\u00fcrchten, dauerhaft arbeitslos zu werden &#8211; und finden schnell Gefallen an ihrem neuen Leben.<\/p>\n<p>\u2026 Wie schnell sich diese Erfahrungen zur allgemeinen Praxis weiterentwickeln, h\u00e4ngt vor allem von den M\u00e4nnern ab und ihrem Willen, sich von ihrer traditionellen Rolle zu l\u00f6sen. Das ist vergleichbar mit den Anf\u00e4ngen der Frauenbewegung. Der Unterschied: Frauen hatten eine recht genaue Vorstellung davon, wof\u00fcr sie auf die Barrikaden gingen. Vielen M\u00e4nnern hingegen ist dies noch nicht klar. Auch deshalb sind Vorbilder wichtig, die euphorisch \u00fcber das neue M\u00e4nnerleben berichten.<\/p>\n<p>In der vergangenen Woche pr\u00e4sentierte die Sendung <a href=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2009\/09\/22\/gegenwind-fur-neue-vater\/\" target=\"_blank\">frauTV<\/a> ebenfalls die Geschichte einer F\u00fchrungskraft, die neue Wege geht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.brandeins.de\/archiv\/magazin\/arbeit\/artikel\/mutige-arbeiten-teilzeit.html\" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das geht, gegen viele Widerst\u00e4nde auch im eigenen Vorstellungsverm\u00f6gen. Die September Ausgabe der Zeitschrift brandeins pr\u00e4sentiert V\u00e4ter, die sich um ihre Familie k\u00fcmmern und Karriere machen. 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