{"id":2447,"date":"2009-09-17T08:23:54","date_gmt":"2009-09-17T07:23:54","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=2447"},"modified":"2009-09-17T08:23:54","modified_gmt":"2009-09-17T07:23:54","slug":"andere-lander-andere-entwicklungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2009\/09\/17\/andere-lander-andere-entwicklungen\/","title":{"rendered":"Andere L\u00e4nder, andere Entwicklungen"},"content":{"rendered":"<p>Nach der Ver\u00f6ffentlichung der j\u00fcngsten Zahlen zur Geburtenentwicklung hat hierzulande wieder eine aufgeregte Diskussion um kurzfristige Wirkungen von familienpolitischen Entscheidungen begonnen. Dass die jetzt sichtbare Entwicklung lange in der Vergangenheit liegende Ursachen hat, macht das jetzt vorgelegte Diskussionspapier &#8222;<a href=\"http:\/\/www.berlin-institut.org\/fileadmin\/user_upload\/Veroeffentlichungen\/Frankreich\/Ungleiche_Nachbarn_online_NEU.pdf\" target=\"_blank\">Ungleiche Nachbarn<\/a>&#8220; des <a href=\"http:\/\/www.berlin-institut.org\/weitere-veroeffentlichungen\/ungleiche-nachbarn.html\" target=\"_blank\">Berlin-Instituts<\/a> f\u00fcr Bev\u00f6lkerung und Entwicklung deutlich. Die Rolle der V\u00e4ter bleibt bei der Untersuchung allerdings ausgeblendet.<\/p>\n<p>Hintergrund der divergierenden Entwicklung ist vor allem eine generell andere Familienpolitik in den beiden Staaten. Sie hat in Frankreich eine lange Tradition und beruht auf dem 1939 verabschiedeten &#8222;Code de la Famille&#8220;. Dieser Kodex wurde unter anderem eingef\u00fchrt, weil die Franzosen Sorge hatten, von dem damaligen Erzfeind Deutschland im Hinblick auf die Bev\u00f6lkerungszahl \u00fcberholt zu werden.<\/p>\n<p>Die 1939 eingef\u00fchrte Politik sollte anfangs noch die klassische Familie mit einer Hausfrau und einem erwerbst\u00e4tigen Ehemann unterst\u00fctzen helfen, wurde aber seit den 1970er Jahren konsequent an die neuen gesellschaftlichen Gegebenheiten einer Zwei-Verdiener-Gemeinschaft angepasst.<\/p>\n<p>Schon sehr fr\u00fch gab es gute Betreuungsm\u00f6glichkeiten auch f\u00fcr die unter dreij\u00e4hrigen Kleinen. Deshalb konnte in Frankreich die Erwerbsquote von Frauen kontinuierlich ansteigen, ohne dass es dabei wie in Deutschland zu einem starken R\u00fcckgang der Kinderzahlen kam.<\/p>\n<p>Zwar hatten die Frauen in beiden L\u00e4ndern zu Zeiten des Nachkriegs- Babybooms mehr Kinder als heute. Aber w\u00e4hrend in Deutschland die Fertilit\u00e4tsrate seit Mitte der 1970er Jahre nachhaltig eingebrochen ist und seither um einen Wert von etwa 1,4 Kindern je Frau pendelt, hat sie in Frankreich nie 1,7 unterschritten und ist in der j\u00fcngeren Vergangenheit sogar wieder deutlich auf etwa zwei angestiegen.<\/p>\n<p>Weil in Deutschland heute die stark dezimierten Generationen der in den 1970er Jahren und sp\u00e4ter geborenen Frauen im fertilen Alter sind, beschleunigt sich der Abw\u00e4rtstrend: In Deutschland hat sich die Zahl der Neugeborenen seit den 1960er Jahren von 1,35 Millionen auf weniger als 700.000 pro Jahr halbiert. Wegen der stetig kleiner werdenden M\u00fctterjahrg\u00e4nge wird sie sehr wahrscheinlich weiter sinken. In Frankreich werden seit l\u00e4ngerem konstant mehr als 750.000 Kinder geboren &#8211; Tendenz steigend. \u2026<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news334053\" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Ver\u00f6ffentlichung der j\u00fcngsten Zahlen zur Geburtenentwicklung hat hierzulande wieder eine aufgeregte Diskussion um kurzfristige Wirkungen von familienpolitischen Entscheidungen begonnen. Dass die jetzt sichtbare Entwicklung lange in der Vergangenheit liegende Ursachen hat, macht das jetzt vorgelegte Diskussionspapier &#8222;Ungleiche Nachbarn&#8220; des Berlin-Instituts f\u00fcr Bev\u00f6lkerung und Entwicklung deutlich. 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