{"id":244,"date":"2007-01-06T19:50:06","date_gmt":"2007-01-06T17:50:06","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2007\/01\/06\/der-neue-mensch-im-stadtgarten-von-pulheim\/"},"modified":"2007-01-06T19:50:06","modified_gmt":"2007-01-06T17:50:06","slug":"der-neue-mensch-im-stadtgarten-von-pulheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2007\/01\/06\/der-neue-mensch-im-stadtgarten-von-pulheim\/","title":{"rendered":"Der neue Mensch im Stadtgarten von Pulheim &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">oder Frauen sind auch nur M\u00e4nner.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Aus der vergangenen Woche sind zwei Beitr\u00e4ge zum Thema Gender bei mir liegen geblieben, die ich hier kurz vorstellen m\u00f6chte.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Im <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,457053,00.html\">Spiegel online<\/a> l\u00e4sst sich Rene Pfister unter der \u00dcberschrift &#8218;Der neue Mensch&#8216; zum Thema Gender Mainstreaming aus und versucht mit extremen Beispielen diese politische Strategie als gef\u00e4hrliches sozialp\u00e4dagogisches Experiment und als b\u00fcrokratisches Gro\u00dfprojekt darzustellen. Er folgt dabei den Spuren von Kerstin Schneider, die bereits in der <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.stern.de\/magazin\/heft\/537726.html?nv=ma_ah\">Stern<\/a> Ausgabe vom 17. M\u00e4rz 2005 mit \u00e4hnlichen Beispielen dass sicherlich nicht einfache Unterfangen l\u00e4cherlich zu machen versucht.<\/p>\n<p>Pfister erkennt zwar an, &#8218;dass in Deutschland von echter Gleichberechtigung keine Rede sein kann. In den Vorst\u00e4nden der 30 Dax-Unternehmen sitzt keine einzige Frau, nur acht Prozent der Professuren in der h\u00f6chsten Besoldungsgruppe sind weiblich besetzt, und M\u00e4nner verdienen in vergleichbaren Positionen in Gro\u00dfunternehmen im Schnitt immer noch 23 Prozent mehr als ihre Kolleginnen.&#8216;<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Auf der anderen Seite ignoriert er die Geschichte des Gender Mainstreaming als politische Strategie der europ\u00e4ischen Union und f\u00fcrchtet, Gender Mainstreaming ist ein Projekt, &#8218;das die Privilegien von M\u00e4nnern als sozialer Gruppe in Frage stellt&#8216;. Er f\u00fcrchtet also um die <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Raewyn_Connell\">patriarchalische Dividende<\/a>.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">In dem zweiten Beitrag &#8218;Frauen sind auch nur M\u00e4nner&#8216; von\u00a0 Eva-Marie Schnurr, der in der aktuellen Ausgabe des Magazins <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.zeit.de\/zeit-wissen\/2007\/01\/Titel-Frauen-Maenner?page=all \">Zeit Wissen<\/a> erschienen ist, wird in erfrischender Art und Weise mit den Vorurteilen \u00fcber die Unterschiede von M\u00e4nnern und Frauen aufger\u00e4umt.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Ein paar Unterschiede kamen tats\u00e4chlich zutage: Frauen werfen nicht so gut. Sie sind weniger aufgeschlossen f\u00fcr One-Night-Stands, neigen nicht so stark zu k\u00f6rperlicher Aggression und masturbieren seltener. <!--more-->Die anderen Differenzen fallen, statistisch gesehen, kaum ins Gewicht. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Warum halten sich die Vorurteile dennoch so hartn\u00e4ckig? Warum stehen biologistische Erkl\u00e4rungen (Die Gene! Das Gehirn!) so hoch im Kurs? Und, unter uns: Haben wir die Sache mit dem Einparken nicht selber schon erlebt? <\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Das ist nicht ausgeschlossen, trotzdem sind die Gene unschuldig. Studien zeigen: Genau diese Vorurteile \u00fcber die angeborenen Unterschiede von Mann und Frau f\u00fchren dazu, dass Frauen sich bei Matheaufgaben das Hirn zermartern, mit Sto\u00dfstangenkontakt einparken und eher Germanistik als Physik studieren. Der feste Glaube an die fundamentale Verschiedenheit von M\u00e4nnern und Frauen reproduziert sich selbst. In Wirklichkeit ist alles ganz anders.&#8216;<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Am Schluss des Beitrags die ermutigende Schlussfolgerung: &#8218;Wie stark unser Verhalten \u00fcberhaupt durch unsere Gene gesteuert wird, ist noch v\u00f6llig unklar. \u00bbIch halte nicht viel von solchen R\u00fcckgriffen auf die Evolution, das ist alles ziemlich spekulativ\u00ab, sagt <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.bio.psy.ruhr-uni-bochum.de\/?link=staff\/markus.inc\">Biopsychologe Hausmann<\/a>. Denn manchmal \u00e4ndern sich die Dinge schneller, als die Evolution erlaubt. Wer die Studien der vergangenen 50 Jahre vergleicht, stellt fest: Die Geschlechterdifferenzen werden immer weniger. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">M\u00e4nner verbessern ihre verbalen F\u00e4higkeiten, Frauen l\u00f6sen r\u00e4umliche Aufgaben immer fixer. Der Grund sind die massiv gewandelten Geschlechterrollen. Das alles lasse nur einen Schluss zu, sagt der Neuropsychologe <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.psychologie.unizh.ch\/neuropsy\/\">Lutz J\u00e4ncke<\/a>: \u00bbDie Unterschiede zwischen M\u00e4nnern und Frauen verschwinden zunehmend.\u00ab&#8216;<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>oder Frauen sind auch nur M\u00e4nner. Aus der vergangenen Woche sind zwei Beitr\u00e4ge zum Thema Gender bei mir liegen geblieben, die ich hier kurz vorstellen m\u00f6chte. 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