{"id":2018,"date":"2009-05-27T18:57:17","date_gmt":"2009-05-27T17:57:17","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=2018"},"modified":"2009-05-28T13:14:19","modified_gmt":"2009-05-28T12:14:19","slug":"folgen-des-neuen-unterhaltsrechts-noch-unbekannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2009\/05\/27\/folgen-des-neuen-unterhaltsrechts-noch-unbekannt\/","title":{"rendered":"Folgen des neuen Unterhaltsrechts weitgehend unbekannt"},"content":{"rendered":"<p><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal<\/w:View> <w:Zoom>0<\/w:Zoom> <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning \/> <w:ValidateAgainstSchemas \/> <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables \/> <w:SnapToGridInCell \/> <w:WrapTextWithPunct \/> <w:UseAsianBreakRules \/> <w:DontGrowAutofit \/> <\/w:Compatibility> <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel> <\/w:WordDocument> <\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\"> <\/w:LatentStyles> <\/xml><![endif]--> <!--[if gte mso 10]> <mce:style><!\n\/* Style Definitions *\/\ntable.MsoNormalTable\n{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\nmso-tstyle-rowband-size:0;\nmso-tstyle-colband-size:0;\nmso-style-noshow:yes;\nmso-style-parent:\"\";\nmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\nmso-para-margin:0cm;\nmso-para-margin-bottom:.0001pt;\nmso-pagination:widow-orphan;\nfont-size:10.0pt;\nfont-family:\"Times New Roman\";\nmso-ansi-language:#0400;\nmso-fareast-language:#0400;\nmso-bidi-language:#0400;}\n--> <!--[endif]--><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Das neue Unterhaltsrecht ist in der Bev\u00f6lkerung noch weitgehend unbekannt. Das zeigt eine aktuelle <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/bst\/de\/media\/xcms_bst_dms_28424_28425_2.pdf\" target=\"_blank\">Umfrage<\/a> von TNS Emnid im Auftrag der <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\" target=\"_blank\">Bertelsmann Stiftung<\/a>. Nur 17 % der befragten M\u00fctter und V\u00e4ter mit Kindern kennen die Details der neuen Gesetzgebung. Selbst in der Gruppe der Zahler und Empf\u00e4nger von Unterhalt kennt nur jeder Dritte das Gesetz genauer. Offenbar haben sich auch die wenigsten Eltern bisher mit den kurz- und langfristigen finanziellen Folgen sowie den Auswirkungen auf den Lebensstandard oder den Anspr\u00fcchen aus dem Versorgungsausgleich und der gesetzlichen Rentenversicherung auseinandergesetzt.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Mit ihrer repr\u00e4sentativen Umfrage ermittelt die Bertelsmann Stiftung erstmals, inwieweit M\u00e4nner und Frauen in Deutschland \u00fcber das neue Unterhaltsrecht informiert sind und wie sie das Gesetz einsch\u00e4tzen. Dar\u00fcber hinaus liefert sie erste Aussagen dar\u00fcber, wie die Ziele der Reform von den unterschiedlich betroffenen Bev\u00f6lkerungsgruppen bewertet werden. Dazu geh\u00f6ren die St\u00e4rkung des Kindeswohls, die St\u00e4rkung der Eigenverantwortung nach der Ehe sowie die Vereinfachung des Unterhaltsrechts. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">\u00dcber diese Kernpunkte des neuen Unterhaltsrechts informiert, beurteilten es 40 % aller Be\u00adfragten positiv, weitere 40 % waren teilweise zufrieden, 13 % lehnten es ab. Die Zahlen machen deutlich, dass die jeweilige Perspektive entscheidend ist &#8211; je nach dem, ob der Befragte das neue Gesetz &#8222;vom gr\u00fcnen Tisch&#8220; aus bewertet oder als Betroffener die Konsequenzen am eigenen Leib sp\u00fcrt.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Bei der Befragung der Bertelsmann Stiftung bef\u00fcrworteten 77 % der Befragten, dass das neue Unterhaltsrecht Kindern Vorrang vor den Unterhaltsanspr\u00fcchen des Ex-Partners einr\u00e4umt. W\u00e4hrend fast die H\u00e4lfte der V\u00e4ter die neuen Regelungen gut findet, sagt dieses aber nur jede dritte Mutter. Die Unterhaltszahler bewerten es zu 52 % positiv, 36 % stimmen mit ei\u00adnem &#8222;teils, teils&#8220; ab und acht % finden die Neuregelung nicht gut. Von den Unterhaltsemp\u00adf\u00e4ngern beurteilt dagegen nur jeder Dritte das neue Unterhaltsrecht positiv, 48 % der Befragten sagen &#8222;teils, teils&#8220; und 17 % finden es unzureichend. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Das neue Gesetz zielt auch auf die St\u00e4rkung der Eigenverantwortung nach der Ehe ab. Der betreuende Elternteil muss in der Regel heute wieder fr\u00fcher erwerbst\u00e4tig werden. Der vorherige Lebensstandard von Geschiedenen ist nicht mehr garantiert, der nacheheliche Unterhaltsanspruch wird begrenzt. Damit soll der Unterhaltspflichtige finanziell entlastet werden, um m\u00f6glicherweise schneller eine &#8222;Zweitfamilie&#8220; mit Kindern gr\u00fcnden zu k\u00f6nnen. Die Mehrheit der Befragten begr\u00fc\u00dft die Haltung zur Erwerbst\u00e4tigkeit: 64 % finden es gut, dass durch das neue Recht der betreu\u00adende Elternteil best\u00e4rkt wird, verantwortlich f\u00fcr den eigenen Unterhalt zu sorgen.<!--more--><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Seitdem das neue Unterhaltsrecht gilt, haben bislang 17 % der befragten Frauen und 10 % der befragten M\u00e4nner erg\u00e4nzend eine Erwerbsarbeit aufgenommen. Von den er\u00adwerbslosen oder teilzeitbesch\u00e4ftigten M\u00fcttern ist der Umfrage zufolge lediglich ein knappes Drittel motiviert, sich beruflich st\u00e4rker zu engagieren. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Trotz der mehrheitlich positiven Bewertung von st\u00e4rkerer Eigenverantwortung, ist die Bereitschaft zur Ver\u00e4nderung traditioneller Rollenmuster und Lebensentw\u00fcrfe im eigenen Leben bislang eher gering ausgepr\u00e4gt. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Lediglich ein Drittel der befragten Paare will die traditionellen Rollen \u00fcberwinden und in einer modernen Partnerschaft leben. Die Unterhaltsreform motiviert 37 % der M\u00fctter und 29 % der V\u00e4ter, sich mit dem Partner sowohl Kindererziehung als auch Erwerbsarbeit partnerschaftlich zu teilen. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Renate Schmidt, die ehemalige Familienministerin \u00e4u\u00dferte, \u201eVor etwa einem Jahr hat die Untersuchung von \u00fcber 1.000 Kommentaren in Onlineportalen ergeben, dass viele M\u00e4nner die mangelnde Bereitschaft eine Familie zu gr\u00fcnden mit der, aus ihrer Sicht, v\u00e4terfeindlichen alten Rechtsprechung begr\u00fcnden und nicht als reine &#8222;Zahlv\u00e4ter&#8220; gelten wollen. Wenn heute erst knapp 30 % der V\u00e4ter bereit sind, ein partnerschaftliches Rollenmodell mit geteilter Verantwortung f\u00fcr Einkommen und Familienarbeit zu leben, dann muss man den anderen 70 % umso mehr Mut machen, sich daf\u00fcr zu entscheiden.&#8220;<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt;\"><a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-418579A2-47BEA0CB\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_95879.htm \" target=\"_blank\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Quelle<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das neue Unterhaltsrecht ist in der Bev\u00f6lkerung noch weitgehend unbekannt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Nur 17 % der befragten M\u00fctter und V\u00e4ter mit Kindern kennen die Details der neuen Gesetzgebung. 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