{"id":1972,"date":"2009-05-19T07:31:42","date_gmt":"2009-05-19T06:31:42","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=1972"},"modified":"2009-05-19T15:58:46","modified_gmt":"2009-05-19T14:58:46","slug":"man-darf-hier-nicht-auf-die-freiwilligkeit-der-firmen-setzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2009\/05\/19\/man-darf-hier-nicht-auf-die-freiwilligkeit-der-firmen-setzen\/","title":{"rendered":"Man darf hier nicht auf die Freiwilligkeit der Firmen setzen"},"content":{"rendered":"<p><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal<\/w:View> <w:Zoom>0<\/w:Zoom> <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning \/> <w:ValidateAgainstSchemas \/> <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables \/> <w:SnapToGridInCell \/> <w:WrapTextWithPunct \/> <w:UseAsianBreakRules \/> <w:DontGrowAutofit \/> <\/w:Compatibility> <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel> <\/w:WordDocument> <\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\"> <\/w:LatentStyles> <\/xml><![endif]--> <!--[if gte mso 10]> <mce:style><!\n\/* Style Definitions *\/\ntable.MsoNormalTable\n{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\nmso-tstyle-rowband-size:0;\nmso-tstyle-colband-size:0;\nmso-style-noshow:yes;\nmso-style-parent:\"\";\nmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\nmso-para-margin:0cm;\nmso-para-margin-bottom:.0001pt;\nmso-pagination:widow-orphan;\nfont-size:10.0pt;\nfont-family:\"Times New Roman\";\nmso-ansi-language:#0400;\nmso-fareast-language:#0400;\nmso-bidi-language:#0400;}\n--> <!--[endif]--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">\u201aAuch V\u00e4ter werden benachteiligt\u2019, das ist die Ansicht von <\/span><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Ursula Armbruster (64, verheiratet, Mutter von zwei S\u00f6hnen), Fachreferentin im schwedischen Ministerium f\u00fcr Bildung und Forschung. Im Vorfeld des <a href=\"http:\/\/www.ekff.admin.ch\/content.php?ekff-1-1\" target=\"_blank\">Forum Familienfragen 2009<\/a> in Bern zum Thema \u00abWie V\u00e4ter Familie und Beruf vereinbaren k\u00f6nnen\u00bb. Im Gespr\u00e4ch mit der Berner Zeitung beantwortet die schwedische Expertin die Fragen von Michael Widmer und es wird deutlich: Nicht nur die Schweiz kann noch viel lernen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><a href=\"http:\/\/files.newsnetz.ch\/story\/1\/9\/7\/19712615\/6\/1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/files.newsnetz.ch\/story\/1\/9\/7\/19712615\/6\/1.jpg\" alt=\"\" width=\"208\" height=\"379\" \/><\/a>In der Schweizer Familienpolitik standen die letzten Jahre eher die M\u00fctter und Kinder im Zentrum. Jetzt wird in Bern ein Forum zu einem Vaterthema durchgef\u00fchrt. Wurden die V\u00e4ter bisher schlicht vergessen?<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><br \/>\nUrsula Armbruster: Das ist wohl eine typisch schweizerische Sicht. In Schweden w\u00fcrde das Forum \u00abWie M\u00fctter und V\u00e4ter Familie und Beruf vereinbaren k\u00f6nnen\u00bb heissen. Die Familienpolitik in unserem Land zielt seit Jahrzehnten auf die Zweiverdienerfamilie ab. Gleichberechtigung ist dabei ein ganz zentrales Thema.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Hier zu Lande wurde viel investiert, damit Frauen ihre Karriere f\u00fcr die Familie nicht aufgeben m\u00fcssen. Werden in den Familien aber auch die V\u00e4ter benachteiligt?<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><br \/>\nIch glaube ja. Die Rahmenbedingungen in der Familienpolitik m\u00fcssen f\u00fcr beide Elternteile stimmen. Traditionelle Familienbilder sehen sich heute nicht selten einer Zerreissprobe ausgesetzt. Die Belastungen sind f\u00fcr die Frau und f\u00fcr den Mann teils gewaltig. Das muss nicht sein. Schweden kennt seit Jahrzehnten einen Elternurlaub. Und die Familienforschung ist hier sehr aktiv. Sie zeigt: Wenn die V\u00e4ter den 480-t\u00e4gigen Elternurlaub vollumf\u00e4nglich in Anspruch nehmen, sind die Scheidungsquoten tiefer.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Mutter und Vater werden gleichermassen entlastet?<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><br \/>\nGenau. Die Forschung zeigt weiter: Die V\u00e4ter beteiligen sich viel mehr an den Arbeiten im Haushalt und an der Kinderbetreuung, als wenn sie \u00abnormal\u00bb arbeiten. Sie haben ja auch mehr Energie und Zeit. \u2026<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Kritiker sagen auch: Unser ehrgeiziges Wirtschaftssystem ist auf jede Frau und jeden Mann in der Arbeitswelt angewiesen. Die Familie aber kommt dabei zu kurz. Was meinen Sie?<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><br \/>\nIch verstehe diese Frage. Unser Wohlstand hat schon seinen Preis. Aber in Schweden kommt der wirtschaftliche Aspekt nicht an erster Stelle. Wir sind der Meinung, dass auch Frauen mit Kindern die M\u00f6glichkeit haben sollen, Karriere machen zu d\u00fcrfen, wenn sie wollen. In der Grundschule und in der Ausbildung sind M\u00e4dchen und Jungen gleichberechtigt. Doch kaum stehen sie in der Arbeitswelt und haben Familie, soll das alles nicht mehr gelten. Das geht nicht an. Beruf und Familie m\u00fcssen zu vereinbaren sein, f\u00fcr die Frau wie f\u00fcr den Mann. Es ist ja nicht nur die Wirtschaft, die nach Arbeitskr\u00e4ften ruft. Auch die Frauen wehren sich. Das zeigt die Statistik.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Inwiefern?<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><br \/>\nIn Europa gibt es derzeit eine Reaktion der Frauen, dass etwas nicht stimmt. Das ist die Geburtenrate. In der Schweiz liegt sie bei etwa 1,4 Kindern pro Frau. In Schweden liegt sie inzwischen bei 1,9 Kindern pro Frau. Das f\u00fchren wir vor allem auch auf den Elternurlaub zur\u00fcck. Die Familien wissen, in den strengsten Monaten k\u00f6nnen sich beide Elternteile voll einbringen. Und danach ist f\u00fcr die Familie gesorgt. Gleichberechtigung f\u00fcr alle ist das Ziel. Warum sollen Frauen f\u00fcr die Familie ihre Karriere, ihren Beruf aufgeben? Warum tun das M\u00e4nner nicht?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Es ist doch vielfach noch immer so, dass M\u00e4nner im Beruf gar nicht zur\u00fcckstecken k\u00f6nnen, weil der Arbeitgeber das nicht gerne sieht.<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><br \/>\nMan darf hier nicht auf die Freiwilligkeit der Firmen setzen. Solch ein Verhalten wird in Schweden vom Staat sanktioniert. Kein Arbeitgeber kann einen Mann im Elternurlaub konkret benachteiligen. Das zeigt Wirkung. Im Jahr 2000 haben 12 % der V\u00e4ter Elterngeld bezogen, heute sind es immerhin 21 %. Die Frage ist, durch welche Methoden, von wem ausgehend und in welcher Zeitspanne Ver\u00e4nderungen in der Gesellschaft erreicht werden k\u00f6nnen, sollen und d\u00fcrfen: durch pure Freiwilligkeit oder sanften Zwang? <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><a href=\"http:\/\/www.bernerzeitung.ch\/leben\/gesellschaft\/Auch-Vaeter-werden-benachteiligt\/story\/20154105  \" target=\"_blank\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Quelle<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201aAuch V\u00e4ter werden benachteiligt\u2019, das ist die Ansicht von Ursula Armbruster (64, verheiratet, Mutter von zwei S\u00f6hnen), Fachreferentin im schwedischen Ministerium f\u00fcr Bildung und Forschung. Im Vorfeld des Forum Familienfragen 2009 in Bern zum Thema \u00abWie V\u00e4ter Familie und Beruf vereinbaren k\u00f6nnen\u00bb. 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