{"id":1966,"date":"2009-05-16T09:48:15","date_gmt":"2009-05-16T08:48:15","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=1966"},"modified":"2009-05-17T11:25:04","modified_gmt":"2009-05-17T10:25:04","slug":"unternehmen-mussen-umdenken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2009\/05\/16\/unternehmen-mussen-umdenken\/","title":{"rendered":"Unternehmen m\u00fcssen umdenken"},"content":{"rendered":"<p><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal<\/w:View> <w:Zoom>0<\/w:Zoom> <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning \/> <w:ValidateAgainstSchemas \/> <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables \/> <w:SnapToGridInCell \/> <w:WrapTextWithPunct \/> <w:UseAsianBreakRules \/> <w:DontGrowAutofit \/> <\/w:Compatibility> <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel> <\/w:WordDocument> <\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\"> <\/w:LatentStyles> <\/xml><![endif]--> <!--[if gte mso 10]> <mce:style><!\n\/* Style Definitions *\/\ntable.MsoNormalTable\n{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\nmso-tstyle-rowband-size:0;\nmso-tstyle-colband-size:0;\nmso-style-noshow:yes;\nmso-style-parent:\"\";\nmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\nmso-para-margin:0cm;\nmso-para-margin-bottom:.0001pt;\nmso-pagination:widow-orphan;\nfont-size:10.0pt;\nfont-family:\"Times New Roman\";\nmso-ansi-language:#0400;\nmso-fareast-language:#0400;\nmso-bidi-language:#0400;}\n--> <!--[endif]--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Familienzeit\u2013 V\u00e4terzeit \u2013 LebensArbeitszeit. Immer mehr V\u00e4ter m\u00f6chten bei der Erziehung ihrer Kinder mehr als eine Nebenrolle spielen. Sie bleiben f\u00fcr einige Zeit zu Hause beim Nachwuchs und w\u00fcnschen sich flexiblere Arbeitszeiten. Doch (noch) nicht alle Unternehmen unterst\u00fctzen ihre m\u00e4nnlichen Mitarbeiter dabei. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Im Rahmen der heutigen Sendung von <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/vivo\/ \" target=\"_blank\">vivo<\/a> auf 3Sat zum Thema V\u00e4ter in Elternzeit wurde ich zu den m\u00f6glichen Entwicklungen auf Unternehmensseite befragt<strong>.<\/strong><\/span><a name=\"1\"><strong><\/strong><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><a name=\"1\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Herr Nelles, Sie haben &#8222;V\u00e4ter und Karriere&#8220; ins Leben gerufen. Welche Ziele verfolgen Sie damit?<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/imperia\/md\/images\/ratgeber\/2009\/05_mai\/16\/hgn_1_4_2008_400x225.jpg \"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.3sat.de\/imperia\/md\/images\/ratgeber\/2009\/05_mai\/16\/hgn_1_4_2008_400x225.jpg \" alt=\"\" width=\"320\" height=\"180\" \/><\/a>F\u00fcr mich standen seit Beginn von &#8222;V\u00e4ter &amp; Karriere&#8220; zwei Ziele im Vordergrund: Verantwortliche in Unternehmen daf\u00fcr zu sensibilisieren, dass V\u00e4ter beides wollen erfolgreich sein in Beruf und Familie. V\u00e4ter sollen ermutigt werden, das umzusetzen, was sie schon lange wollen &#8211; und in Umfragen immer wieder best\u00e4tigen: Mehr Zeit f\u00fcr die Familie. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><a name=\"2\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Warum haben Unternehmen Schwierigkeiten ihre m\u00e4nnlichen Mitarbeiter in der Vaterrolle zu unterst\u00fctzen?<\/span><\/strong><\/a><span><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><br \/>\nDas hat viel mit traditionellen Rollenmustern und entsprechenden Unternehmenskulturen zu tun. Diese setzen eine zeitliche Verf\u00fcgbarkeit der arbeitenden M\u00e4nner voraus, denen die Frauen zuhause den R\u00fccken frei halten. Leistungsbereitschaft wird in erster Linie an der Anwesenheit gemessen. Viele Vorgesetzte haben eine entsprechende Biografie und bekommen durch junge M\u00e4nner, die es anders leben wollen, quasi einen Spiegel vorgehalten. Das kann verdammt weh tun, und viele sind nicht so souver\u00e4n, sich einzugestehen, dass Mann auch anders gl\u00fccklich sein kann. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><a name=\"3\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Wie konkret \u00fcberzeugen Sie diese Unternehmen?<\/span><\/strong><\/a><span><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><br \/>\nEin erster Schritt ist das Thema \u00fcberhaupt auf die Tagesordnung zu setzen. Das ist heute, mit der neuen Elternzeitregelung, einfacher als vor fast sechs Jahren, als ich mit dieser Arbeit begonnen habe. Viele Entscheidungstr\u00e4ger k\u00f6nnen und wollen sich nicht vorstellen, dass heute Familie f\u00fcr junge M\u00e4nner gleichberechtigt neben der beruflichen Entwicklung steht. Es geht also darum, Verantwortliche in Unternehmen \u00fcber die Lebenskonzepte junger M\u00e4nner zu informieren und Vorgesetzte zu sensibilisieren, mit den W\u00fcnschen von V\u00e4tern nach Elternzeit und reduzierten Arbeitszeiten umzugehen und diesen das nicht als Leistungsverweigerung auszulegen. <!--more-->Konkret geschieht das beispielsweise durch Befragungen von Besch\u00e4ftigten, Workshops mit F\u00fchrungskr\u00e4ften und V\u00e4tern und durch die Initiierung von V\u00e4ternetzwerken in Betrieben. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><a name=\"4\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Inwiefern profitieren Firmen von aktiven V\u00e4tern?<\/span><\/strong><\/a><span><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><br \/>\nUnternehmen sind, und das gilt in wirtschaftlichen Krisenzeiten besonders, auf engagierte und motivierte Besch\u00e4ftigte angewiesen. Dies erreiche ich als Unternehmen am ehesten, wenn ich meine Besch\u00e4ftigten nicht nur als Arbeitskr\u00e4fte ansehe, sondern sie als Menschen mit ihrem pers\u00f6nlichen Umfeld, dazu geh\u00f6ren Sorgen genauso wie Kompetenzen, wahrnehme und wertsch\u00e4tze. Insbesondere bei M\u00e4nnern ist der famili\u00e4re Hintergrund in der Vergangenheit ausgeblendet und als Privates abgetan worden. Das Private ist aber nicht nur politisch, sondern auch betriebswirtschaftlich. Unternehmen, die ihren M\u00e4nnern eine aktive Vaterschaft erm\u00f6glichen, sehen beispielsweise die Elternzeit nicht als Auszeit, sondern als eine Zeit zus\u00e4tzlicher Qualifizierung (Erwerb weiterer Kompetzenzen und Sammeln neuer Erfahrung) an. Mit dieser Einstellung k\u00f6nnen Unternehmen qualifizierte Besch\u00e4ftigte an sich binden und sich schlie\u00dflich auf einem enger werdenden Arbeitsmarkt als innovativer und attraktiver Arbeitgeber pr\u00e4sentieren. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><a name=\"5\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Wie w\u00fcrden Sie unentschlossene V\u00e4ter motivieren sich neben ihrem Job mehr Zeit f\u00fcr die Familie zu nehmen?<\/span><\/strong><\/a><span><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><br \/>\nIch bin in den Unternehmen h\u00e4ufig gefragt worden, ob ich V\u00e4ter \u00fcberreden wolle in die Elternzeit zu gehen. Meine Antwort war immer, &#8222;ich brauche niemanden zu \u00fcberreden. Schon seit \u00fcber 20 Jahren \u00e4u\u00dfern fast 70 Prozent der V\u00e4ter den Wunsch mehr Zeit f\u00fcr die Familie zu haben und die H\u00e4lfte kann sich auch vorstellen, Elternzeit zu nehmen.&#8220; Es geht meiner Erfahrung nach vor allem darum, V\u00e4ter zu ermutigen, dass zu tun was sie eigentlich wollen. Sie darin zu unterst\u00fctzen, ihre \u00c4ngste und Unsicherheiten zu \u00fcberwinden, indem das Thema in den Unternehmen auf die Tagesordnung kommt und die Haltung des erst erst einmal Abwartens \u00fcberwunden wird. Dann kann auch offen \u00fcber die Rahmenbedingungen und Hindernisse gesprochen und daran gegangen werden, diese zu beseitigen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><a name=\"6\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Ihre Prognose f\u00fcr die Zukunft: Werden Unternehmen familien- und auch v\u00e4terfreundlicher ?<\/span><\/strong><\/a><span><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><br \/>\nIch benutze an dieser Stelle lieber den Begriff v\u00e4terbewusst. Unternehmen haben spezifische Interessen und zu deren Verwirklichung brauchen sie engagierte und motivierte Besch\u00e4ftigte. Die Betriebe, die die Bed\u00fcrfnisse ihrer Besch\u00e4ftigten kennen und wertsch\u00e4tzen und die Rahmenbedingungen so setzen, dass diese ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen, beispielsweise durch eine Biografie \u2013 orientierte Arbeitszeit, werden auch in Zukunft qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an sich binden und die Krise nicht nur \u00fcberstehen, sondern danach richtig durchstarten. Ich sehe also optimistisch in die Zukunft. Je mehr V\u00e4ter ihre Anliegen am Arbeitsplatz \u00e4u\u00dfern oder schon im Vorstellungsgespr\u00e4ch nach den Bedingungen aktiver Vaterschaft fragen, desto mehr Unternehmen werden sich darauf einstellen <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/dynamic\/sitegen\/bin\/sitegen.php?tab=2&amp;source=\/vivo\/133910\/index.html\" target=\"_blank\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Quelle<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Familienzeit\u2013 V\u00e4terzeit \u2013 LebensArbeitszeit. Immer mehr V\u00e4ter m\u00f6chten bei der Erziehung ihrer Kinder mehr als eine Nebenrolle spielen. Sie bleiben f\u00fcr einige Zeit zu Hause beim Nachwuchs und w\u00fcnschen sich flexiblere Arbeitszeiten. Doch (noch) nicht alle Unternehmen unterst\u00fctzen ihre m\u00e4nnlichen Mitarbeiter dabei. 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