{"id":1887,"date":"2009-04-30T16:22:52","date_gmt":"2009-04-30T15:22:52","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=1887"},"modified":"2009-04-30T16:23:45","modified_gmt":"2009-04-30T15:23:45","slug":"die-krise-wird-zur-manner-rezession","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2009\/04\/30\/die-krise-wird-zur-manner-rezession\/","title":{"rendered":"Die Krise wird zur M\u00e4nner-Rezession"},"content":{"rendered":"<p><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal<\/w:View> <w:Zoom>0<\/w:Zoom> <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning \/> <w:ValidateAgainstSchemas \/> <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables \/> <w:SnapToGridInCell \/> <w:WrapTextWithPunct \/> <w:UseAsianBreakRules \/> <w:DontGrowAutofit \/> <\/w:Compatibility> <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel> <\/w:WordDocument> <\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\"> <\/w:LatentStyles> <\/xml><![endif]--> <!--[if gte mso 10]> <mce:style><!\n\/* Style Definitions *\/\ntable.MsoNormalTable\n{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\nmso-tstyle-rowband-size:0;\nmso-tstyle-colband-size:0;\nmso-style-noshow:yes;\nmso-style-parent:\"\";\nmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\nmso-para-margin:0cm;\nmso-para-margin-bottom:.0001pt;\nmso-pagination:widow-orphan;\nfont-size:10.0pt;\nfont-family:\"Times New Roman\";\nmso-ansi-language:#0400;\nmso-fareast-language:#0400;\nmso-bidi-language:#0400;}\n--> <!--[endif]--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">In diesem Fall stimmt ihre Prognose nicht. Im \u201a<a href=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2009\/04\/23\/der-mann-als-krisengebiet\/\" target=\"_blank\">Profil<\/a>\u2019 Interview hatte Alice Schwarzer auf die Frage: Werden die Frauen die Hauptleidtragenden der Wirtschaftskrise sein? geantwortet, \u201aDavon ist auszugehen. Es trifft ja immer die Letzten in der Kette am h\u00e4rtesten.\u2019 Das Gegenteil ist der Fall:<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/img\/0,1020,1509705,00.jpg \"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/www.spiegel.de\/img\/0,1020,1509705,00.jpg \" alt=\"\" width=\"336\" height=\"160\" \/><\/a>Es sind immer die gleichen Bilder, die derzeit um die Welt gehen: Bei Continental in Frankreich demonstrieren die Mitarbeiter, in R\u00fcsselsheim fordern die Autobauer ein Rettungskonzept f\u00fcr Opel, in New York und London r\u00e4umen die Banker ihre B\u00fcros, in denen sie nicht mehr gebraucht werden. Es sind die Bilder einer Krise &#8211; und die Gesichter der Menschen haben eines gemeinsam: Sie sind fast ausnahmslos m\u00e4nnlich.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">55 % aller Arbeitslosen sind derzeit m\u00e4nnlich &#8211; und es werden wohl noch mehr. M\u00e4nnliche Mitarbeiter seien von der aktuellen Wirtschaftskrise st\u00e4rker betroffen als weibliche. W\u00e4hrend die Arbeitslosenquote bei M\u00e4nnern im April im Vergleich zum Vorjahr um 12,4 % stieg, ist sie bei Frauen um 2,8 % zur\u00fcckgegangen. In absoluten Zahlen hei\u00dft das: W\u00e4hrend 217.848 M\u00e4nner ihren Job verloren haben, haben 46.939 Frauen sogar eine neue Stelle gefunden.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Eine Begr\u00fcndung, die man auch beim Deutschen Gewerkschaftsbund (<a href=\"http:\/\/www.dgb.de\" target=\"_blank\">DGB<\/a>) teilt: &#8222;Der Abbau von Arbeitspl\u00e4tzen trifft momentan vor allem m\u00e4nnliche Fachkr\u00e4fte, weil Industriebranchen wie Auto oder Maschinenbau nach wie vor M\u00e4nnerdom\u00e4nen sind&#8220;, sagt DGB-Sprecherin Claudia Frank. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Au\u00dferdem werden derzeit vor allem Vollzeitstellen abgebaut &#8211; aber viele Frauen haben keine 40-Stunden-Woche: Ziemlich genau ein Drittel der werkt\u00e4tigen Frauen sind teilzeitbesch\u00e4ftigt. Bei M\u00e4nnern liegt dieser Anteil gerade mal bei 5,5 %. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">So \u00fcberrascht es auch nicht, dass der Anteil von Frauen im Niedriglohnbereich deutlich h\u00f6her ist: Laut Bundesagentur sind 67,4 % aller geringf\u00fcgig Entlohnten weiblich &#8211; sie arbeiten als Altenpflegerinnen, Tagesm\u00fctter, jobben als Aushilfskraft in Superm\u00e4rkten oder gehen putzen. Diese Jobs sind zwar nicht gut bezahlt, aber sie werden gebraucht.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Gleichzeitig profitieren Frauen in den besser bezahlten Bereichen &#8211; denn traditionell weiblich dominierte Branchen wie Bildung und Gesundheit sind weniger krisenanf\u00e4llig. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">&#8222;Frauen sind au\u00dferdem flexibler, <!--more-->was Ort und Art des Jobs angeht, sie orientieren sich schneller um&#8220;, sagt DGB-Sprecherin Frank. &#8222;Wenn eine Frau erkennt: &#8218;Hier habe ich keine Chance&#8216;, dann versucht sie es woanders, das haben wir in den vergangenen Jahren in Ostdeutschland erlebt.&#8220; <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Tats\u00e4chlich sind dort die jungen Frauen in die westdeutschen Bundesl\u00e4nder oder gar ins Ausland abgewandert &#8211; immer den Arbeitsm\u00f6glichkeiten hinterher. &#8222;Frauen haben in einer Gesellschaft, in der Dienstleistungen immer wichtiger werden, schlicht die besseren Jobs&#8220;, sagt Hans Bertram, Soziologe der Berliner Humboldt-Universit\u00e4t. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Denn dass etwa ehemalige Opel-Arbeiter reihenweise auf Dienstleistungsberufe umschulen, h\u00e4lt Bertram f\u00fcr unwahrscheinlich. &#8222;Aus einem Stahlarbeiter wird kein Mitarbeiter im Callcenter mehr.&#8220; Dienstleistungsberufe setzten zumeist eine hohe Qualifikation voraus &#8211; die man nicht mal eben antrainieren k\u00f6nne. &#8222;Der Wandel kommt nur mit den Generationen: Junge M\u00e4nner entscheiden sich inzwischen vielleicht h\u00e4ufiger, nicht mehr Kfz-Mechaniker oder Bauarbeiter, sondern lieber Krankenpfleger zu werden.&#8220;<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Es macht also Sinn aus dem Tag der Arbeit, an dem alte Rollenbilder und Ideale hochgehalten werden einen Tag der Neuorientierung und der partnerschaftlichen Aufteilung von Erwerbs- und F\u00fcrsorgearbeit zwischen M\u00e4nnern und Frauen, M\u00fcttern und V\u00e4tern zu machen. Ich bin mal auf die Ansprachen am morgigen 1. Mai gespannt.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,622263,00.html\" target=\"_blank\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Quelle<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Fall stimmt ihre Prognose nicht. Im \u201aProfil\u2019 Interview hatte Alice Schwarzer auf die Frage: Werden die Frauen die Hauptleidtragenden der Wirtschaftskrise sein? geantwortet, \u201aDavon ist auszugehen. 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