{"id":1879,"date":"2009-04-29T13:11:50","date_gmt":"2009-04-29T12:11:50","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=1879"},"modified":"2009-04-29T13:12:36","modified_gmt":"2009-04-29T12:12:36","slug":"am-liebsten-beides","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2009\/04\/29\/am-liebsten-beides\/","title":{"rendered":"Am liebsten beides!"},"content":{"rendered":"<p><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal<\/w:View> <w:Zoom>0<\/w:Zoom> <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning \/> <w:ValidateAgainstSchemas \/> <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables \/> <w:SnapToGridInCell \/> <w:WrapTextWithPunct \/> <w:UseAsianBreakRules \/> <w:DontGrowAutofit \/> <\/w:Compatibility> <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel> <\/w:WordDocument> <\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\"> <\/w:LatentStyles> <\/xml><![endif]--> <!--[if gte mso 10]> <mce:style><!\n\/* Style Definitions *\/\ntable.MsoNormalTable\n{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\nmso-tstyle-rowband-size:0;\nmso-tstyle-colband-size:0;\nmso-style-noshow:yes;\nmso-style-parent:\"\";\nmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\nmso-para-margin:0cm;\nmso-para-margin-bottom:.0001pt;\nmso-pagination:widow-orphan;\nfont-size:10.0pt;\nfont-family:\"Times New Roman\";\nmso-ansi-language:#0400;\nmso-fareast-language:#0400;\nmso-bidi-language:#0400;}\n--> <!--[endif]--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Gibt es den neuen Mann respektive die neuen V\u00e4ter und wenn ja in welcher Anzahl und Qualit\u00e4t? Mit diesen Fragen besch\u00e4ftigen sich im Moment wieder viele Autoren und Tagungen. Angeregt durch den gestrigen Vortrag von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gisela_Erler\" target=\"_blank\">Gisela Erler<\/a> zum Thema &#8218;Risiko Familie? Wie viel Mutter braucht das Kind?&#8216; beim <a href=\"http:\/\/www.familienservice.de\" target=\"_blank\">Familienservice<\/a> in D\u00fcsseldorf, bei dem sie unter anderem die <a href=\"http:\/\/www.brigitte.de\" target=\"_blank\">Brigitte<\/a> Studie &#8218;<a href=\"http:\/\/www.ffbiz.de\/htdocs\/suche\/K\/Kind_Beruf.pdf\" target=\"_blank\">Kind? Beruf? Am Liebsten beides!<\/a>\u2019 aus dem Jahr 1988 erw\u00e4hnte, habe ich mich auf Spurensuche begeben.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><a href=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/emma_1979_klein-210x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/emma_1979_klein-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"300\" \/><\/a>Das Buch selber ist nicht mehr erh\u00e4ltlich, aber ein Beitrag aus dem Hamburger Abendblatt vom 8. Oktober 1988 gew\u00e4hrt Einblicke in zentrale Ergebnisse der Studie und straft das politische Kurzzeitged\u00e4chtnis vieler Kommentatoren der aktuellen Diskussion und der verantwortlichen PolitikerInnen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">\u201a \u2026 Kinderfeindlich sind nicht die jungen Frauen und M\u00e4nner, wie angesichts niedriger Geburtenrate oft unterstellt wird, kinderfeindlich ist unsere Gesellschaft. Ein vernichtendes Urteil. Gef\u00e4llt von 637 Paaren, die das Deutsche Jugendinstitut im Auftrag der Frauenzeitschrift &#8222;Brigitte&#8220; zum Themenkomplex &#8222;Kind? Beruf? Oder beides?&#8220; befragte.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Geahnt haben wir es ja schon immer, doch nun liegen neueste Zahlen vor, die uns ganz gewiss noch heftig bewegen werden. Junge Paare zwischen achtzehn und dreiunddrei\u00dfig Jahren wollen mindestens ein Kind. Kinder sind der &#8222;Sinn des Lebens&#8220; f\u00fcr 72 Prozent der Frauen und 71 Prozent der M\u00e4nner, die damit Freude, Selbstbewusstsein, Jugend verbinden.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Junge Eltern wollen aber auch berufst\u00e4tig sein. Frauen und M\u00e4nner bewerten \u00fcbereinstimmend au\u00dferh\u00e4usliche Arbeit positiver als Hausarbeit. Nicht wirtschaftliche Notwendigkeit steht dabei f\u00fcr sie im Vordergrund, die Berufswelt bietet Urnen vielmehr Kontakte, Verantwortung, Chancen, Prestige, aber eben auch finanzielle Unabh\u00e4ngigkeit. Karriere im harten Sinne wollen die meisten gar nicht machen, interessant soll die Arbeit sein (sagen 90 Prozent der M\u00e4nner und 87 Prozent der Frauen), und das Privatleben soll m\u00f6glichst wenig darunter leiden (81 Prozent der M\u00e4nner, 82 Prozent der Frauen).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Aber die Verh\u00e4ltnisse, die sind nicht so. Das Dilemma beginnt, wenn beides unter einen Hut gebracht werden soll. Kind und Beruf zu haben, ist f\u00fcr M\u00e4nner selbstverst\u00e4ndlich, f\u00fcr Frauen gut das nur bedingt. Wen wundert&#8217;s da noch, dass M\u00e4nner wie Frauen der Meinung sind, dass es M\u00e4nner im Allgemeinen und Leute ohne Kinder im Besonderen besser haben als diejenigen mit Kindern?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Um Schluss zu machen mit der traditionellen Rollenverteilung, um den realen W\u00fcnschen der Paare entgegenzukommen, muss sich viel \u00e4ndern. Im Denken der Partner, Politiker, Arbeitgeber.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Wo anfangen, wo aufh\u00f6ren? Verl\u00e4ngerung des Elternurlaubs auf drei Jahre, Erh\u00f6hung des Erziehungsgeldes, um einen zeitweiligen Ausstieg auch f\u00fcr V\u00e4ter attraktiv zu machen &#8211; mit dem Effekt, dass nicht nur die Einstellung einer Frau f\u00fcr Arbeitgeber ein vermeintliches Risiko ist.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Kinderbetreuung ist ein zentraler Punkt, dazu geh\u00f6ren eine ausreichende Zahl von Kinderg\u00e4rten mit flexiblen \u00d6ffnungszeiten, familienfreundliche Schulzeiten, Hausaufgabenhilfe, um die M\u00fctter von ihrer Aufgabe als Hilfslehrerinnen zu entlasten.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">\u2026 Arbeitszeitverk\u00fcrzung f\u00fcr alle, auch unter Hinnahme von Einkommenseinbu\u00dfen, scheint die gerechteste L\u00f6sung zu sein. Schlie\u00dflich leiden auch viele erwerbst\u00e4tige V\u00e4ter darunter, ihre Kinder viel zu selten zu sehen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">\u2026 Und wie sieht es bei den M\u00e4nnern aus? <!--more-->Ihre Lebens- und Berufsplanung wird von einem Kind nicht unterbrochen. F\u00fcr sie gibt es kein &#8222;entweder &#8211; oder&#8220; sondern nur ein &#8222;sowohl &#8211; als auch&#8220;. Mit Ausnahme einiger Exoten, die sich, f\u00fcr eine \u00dcbergangszeit oder langfristig, aus dem Berufsleben zur\u00fcckziehen. Gleichzeitig mit der &#8222;Brigitte&#8220;-Studie kamen die Untersuchungsergebnisse der Berliner Soziologen Michael Bolle und Burkhard Str\u00fcmpel \u00fcber &#8222;Teilzeitarbeitende M\u00e4nner und Hausm\u00e4nner&#8220; auf den Markt <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Der Rollentausch wird den Familienv\u00e4tern schwer gemacht: vom Arbeitgeber, von den Kollegen, von den Eltern. Und: er f\u00e4llt auch subjektiv schwer. Putzen, waschen, b\u00fcgeln, aufr\u00e4umen, kochen, Kinder an- und ausziehen &#8211; Hausarbeit ist Sisyphus-Arbeit, Arbeit, die immer wieder von vorne anf\u00e4ngt. Auch Hausm\u00e4nner leiden unter dem Hausfrauen-Syndrom. Sie tr\u00f6stet allenfalls, dass sie zur Avantgarde der &#8222;neuen&#8220; M\u00e4nner geh\u00f6ren.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Kind? Beruf? Am Liebsten beides! Aus dem Generationenvertrag muss ein Geschlechtervertrag werden!\u2019<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Die Themen sind also schon lange auf der Tagesordnung, <a href=\"http:\/\/www.emma.de\" target=\"_blank\">EMMA<\/a> hat sogar schon 1979 eine <a href=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2008\/11\/07\/emma-und-die-vatermonate\/\" target=\"_blank\">Titelgeschichte<\/a> den V\u00e4termonaten gewidmet. Es ist also schon mindestens 30 Jahre an der Zeit, das aus Reden endlich handeln wird!<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/extra\/service\/944949.html?url=\/ha\/1988\/xml\/19881008xml\/habxml881012_1057.xml \" target=\"_blank\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Quelle<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gibt es den neuen Mann respektive die neuen V\u00e4ter und wenn ja in welcher Anzahl und Qualit\u00e4t? Mit diesen Fragen besch\u00e4ftigen sich im Moment wieder viele Autoren und Tagungen. Angeregt durch den gestrigen Vortrag von Gisela Erler zum Thema &#8218;Risiko Familie? 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