{"id":1856,"date":"2009-04-20T08:20:41","date_gmt":"2009-04-20T07:20:41","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=1856"},"modified":"2009-04-20T08:20:41","modified_gmt":"2009-04-20T07:20:41","slug":"vatermonate-ausweiten-gerade-in-zeiten-der-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2009\/04\/20\/vatermonate-ausweiten-gerade-in-zeiten-der-krise\/","title":{"rendered":"V\u00e4termonate ausweiten, gerade in Zeiten der Krise"},"content":{"rendered":"<p><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal<\/w:View> <w:Zoom>0<\/w:Zoom> <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning \/> <w:ValidateAgainstSchemas \/> <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables \/> <w:SnapToGridInCell \/> <w:WrapTextWithPunct \/> <w:UseAsianBreakRules \/> <w:DontGrowAutofit \/> <\/w:Compatibility> <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel> <\/w:WordDocument> <\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\"> <\/w:LatentStyles> <\/xml><![endif]--> <!--[if gte mso 10]> <mce:style><!\n\/* Style Definitions *\/\ntable.MsoNormalTable\n{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\nmso-tstyle-rowband-size:0;\nmso-tstyle-colband-size:0;\nmso-style-noshow:yes;\nmso-style-parent:\"\";\nmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\nmso-para-margin:0cm;\nmso-para-margin-bottom:.0001pt;\nmso-pagination:widow-orphan;\nfont-size:10.0pt;\nfont-family:\"Times New Roman\";\nmso-ansi-language:#0400;\nmso-fareast-language:#0400;\nmso-bidi-language:#0400;}\n--> <!--[endif]--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Im Interview der Woche skizziert Ursula von der Leyen im Gespr\u00e4ch mit Stephan Detjen im <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/lebenszeit\/860655\/ \" target=\"_blank\">Deutschlandfunk<\/a> die Grundz\u00fcge der Familienpolitik f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre und pl\u00e4diert auch daf\u00fcr, die V\u00e4termonate in der Elternzeit auszuweiten, trotz bzw. gerade wegen der Krise. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">\u201aStephan Detjen: Frau Ministerin, die weltweite Finanzkrise und Wirtschaftskrise verunsichert die Menschen. Verlieren Paare in einer solchen Situation, in der sie Angst um Einkommen und Ersparnisse haben m\u00fcssen, den Mut, Familien zu gr\u00fcnden?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Ursula von der Leyen: Es wird sicher schwieriger sein, positive Perspektiven f\u00fcr Familien dann auch zu zeichnen. Und deshalb ist so entscheidend, dass ein Land und damit auch die Politik ganz deutlich macht: Wenn Ihr Euch f\u00fcr Kinder entscheidet, wenn Ihr Euch Kinder w\u00fcnscht und Kinder haben m\u00f6chtet, dann seid Ihr nicht alleine mit den Problemen da \u2026 <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Detjen: Die Frage richtet sich ja in einer solchen Situation auch an Unternehmen, an Unternehmer. K\u00f6nnen sich das Unternehmen noch leisten, das, was Sie als Vision f\u00fcr Ihre Familienpolitik vertreten: Eltern mehr Zeit geben, V\u00e4tern V\u00e4termonate gew\u00e4hren &#8211; das auch in einer Situation durchzuhalten, in der ein Unternehmer damit besch\u00e4ftigt ist, sein Unternehmen \u00fcberhaupt zu retten?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">von der Leyen: Ich glaube, gerade in Zeiten der Krise wird dieses Thema wichtiger. Denn schon vor der Krise zeichnete sich ab, dass die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung f\u00fcr die Unternehmen, f\u00fcr den Wirtschaftsstandort Deutschland, das Thema des Fachkr\u00e4ftemangels ist. \u2026 Und da spielt f\u00fcr die jungen Menschen neben dem Gehalt die entscheidende Rolle: Ist das Unternehmen, in dem ich arbeite, familienfreundlich, das hei\u00dft, l\u00e4sst es Raum f\u00fcr Kindererziehung, oder nicht? \u2026<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Detjen: Parallel zum Beginn der Finanzkrise ist im letzten Jahr auch die Geburtenzahl in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr drastisch eingebrochen. \u2026Haben Sie mittlerweile eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, warum die Geburtenzahl seit Oktober letzten Jahres so stark eingeknickt ist?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">von der Leyen: Nein, eine Erkl\u00e4rung kann man da gar nicht liefern, weil das auch vorl\u00e4ufige Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind und das nat\u00fcrlich sehr, sehr kleine Zeitr\u00e4ume sind, zwei, drei Monate zu \u00fcberblicken. \u2026 Unter dem Strich, sagen die Experten, es lohnt sich, einen langen Atem zu haben. Denn wenn man die Erfahrung anderer L\u00e4nder betrachtet, die fr\u00fcher angefangen haben mit der Modernisierung der Familienpolitik &#8211; also die skandinavischen L\u00e4nder, die angels\u00e4chsischen L\u00e4nder, Frankreich, aber auch die Benelux-L\u00e4nder -, dass in diesen L\u00e4ndern, obwohl mehr V\u00e4ter und M\u00fctter erwerbst\u00e4tig sind, mehr Kinder geboren werden inzwischen, dass die Kinderarmut dort geringer ist. Und das sind die langen Linien, die entscheidend sind.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Detjen: Die Frage ist ja: Wie lange dauert es, bis die Ma\u00dfnahmen sich auf die Demografie auswirken, und die Frage war: Was tun Sie, wenn der Abw\u00e4rtstrend weiter anh\u00e4lt?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">von der Leyen: Ja, meine feste \u00dcberzeugung ist, und ich glaube, das sp\u00fcrt man auch in Deutschland inzwischen, dass die Ma\u00dfnahmen, n\u00e4mlich die Einf\u00fchrung des Elterngeldes, damit die Einf\u00fchrung der Vatermonate, also ein neues Bild des Vaters schaffen, <!--more-->die Diskussion: Brauchen wir mehr Kinderpl\u00e4tze und wie schaffen wir gute Kinderpl\u00e4tze &#8211; um mal zwei Pfeiler zu nehmen &#8211; sich jetzt schon auszahlen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Denn wenn man sich \u00fcberlegt, was in diesen zwei Jahren sich ver\u00e4ndert hat in der \u00f6ffentlichen Diskussion, wie selbstverst\u00e4ndlich pl\u00f6tzlich das Thema des Vaters, der sich Zeit nimmt f\u00fcr sein Neugeborenes, wie akzeptiert die Rolle ist, wie selbstverst\u00e4ndlich die Diskussion ankommt: Wo kriegen wir gute Erzieherinnen und Erzieher her, wie qualifizieren wir Tagesm\u00fctter &#8211; das w\u00e4re vor zwei Jahren undenkbar gewesen.<\/span><\/p>\n<p>Insofern zeigt sich, dass durch politisches Handeln, und zwar vieler Akteure, jetzt auch schon die Macht des Faktischen in Deutschland stattfindet, dass sich das Klima ver\u00e4ndert hat f\u00fcr Kinder. Dass der Atem lang sein muss, das ist unbestritten. Nur &#8211; es ist alternativlos, was wir tun, denn den Weg zur\u00fcck, den wird keiner mehr gehen wollen.<\/p>\n<p>Detjen: Aber worum geht es letztlich in Ihrer Familienpolitik? Um einen Klima- und Kulturwandel, sprich um mehr Gleichberechtigung von M\u00e4nnern und Frauen in Beruf und Familie? Oder um eine bev\u00f6lkerungspolitische Ma\u00dfnahme \u2026?<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">von der Leyen: Nein, allein die Bev\u00f6lkerungspolitik anzusprechen, ist mit Sicherheit nicht mein vorrangiges Ziel, sondern mir ist wichtig, wenn ich es ganz einfach ausdr\u00fccken darf, dass die Menschen, die bei uns leben, die Kinder haben, die sie sich w\u00fcnschen. Und ich bleibe eisern dabei, das gilt f\u00fcr M\u00fctter genau so wie f\u00fcr V\u00e4ter. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Also ich glaube, dass wir in Zukunft in einer globalisierten Welt nur Kinder haben werden, wenn es ein gemeinsames Anliegen von M\u00e4nnern und Frauen wird. Insofern kann man auch sagen: Es ist eine Frage der Gleichstellung, weil es sind auch die Rechte der V\u00e4ter, die gest\u00e4rkt werden, aber selbstverst\u00e4ndlich auch die Rechte der M\u00fctter, Beruf und Familie zu vereinbaren. Beide haben da ein \u00e4hnliches Anliegen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">F\u00fcr mich ist das Wichtigste das Klima, das dieses Land entwickelt, n\u00e4mlich ob es sich zu einem \u00f6ffentlichen Anliegen macht und wirklich zu einem Bed\u00fcrfnis, sich einzusetzen f\u00fcr die Belange der Familien mit den Kindern. Und da hat sich einiges getan in den letzten Jahren.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Detjen: Sie haben schon angek\u00fcndigt, dass Sie da in der n\u00e4chsten Legislaturperiode noch weitere Fortschritte &#8211; gerade mit dem Blick auf die Stellung von V\u00e4tern, auf die Anreize f\u00fcr V\u00e4ter, Erziehungszeiten zu nehmen &#8211; und noch st\u00e4rkere Impulse setzen wollen. \u2026<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">von der Leyen: Mir geht es darum, die V\u00e4termonate auszuweiten, weil wir erstens sehen, dass sie \u00fcber alle Ma\u00dfen angenommen worden sind. Die Details werde ich jetzt nicht diskutieren, weil ich aus guter Erfahrung wei\u00df, man sollte die Details einer gesetzlichen \u00c4nderung dann diskutieren, wenn man es auch tut, sonst zerredet man eine Sache. Das will ich hier nicht. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Mir ist aber wichtig, dass vor allem die jungen V\u00e4ter, die gesagt haben, wir w\u00e4ren gerne in den Elternurlaub gegangen, aber wir konnten nicht aus betrieblichen Gr\u00fcnden oder aus finanziellen Gr\u00fcnden, dass man da noch einmal genauer hinschaut und f\u00fcr diese jungen V\u00e4ter auch M\u00f6glichkeiten schafft, die Elternzeit zu nehmen, die sie sich mit ihren Kindern auch w\u00fcnschen. \u2026\u2019 <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Das gesamte Interview k\u00f6nnen Sie auch als mp3 <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2009\/04\/19\/dlf_20090419_1105_2dc52df5.mp3 \" target=\"_blank\">nachh\u00f6ren<\/a>.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/idw_dlf\/950887\/ \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Interview der Woche skizziert Ursula von der Leyen im Gespr\u00e4ch mit Stephan Detjen im Deutschlandfunk die Grundz\u00fcge der Familienpolitik f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre und pl\u00e4diert auch daf\u00fcr, die V\u00e4termonate in der Elternzeit auszuweiten, trotz bzw. gerade wegen der Krise. \u201aStephan Detjen: Frau Ministerin, die weltweite Finanzkrise und Wirtschaftskrise verunsichert die Menschen. 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