{"id":173,"date":"2006-11-08T12:09:31","date_gmt":"2006-11-08T10:09:31","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2006\/11\/08\/der-mann-auf-dem-drahtseil\/"},"modified":"2006-11-08T12:09:31","modified_gmt":"2006-11-08T10:09:31","slug":"der-mann-auf-dem-drahtseil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2006\/11\/08\/der-mann-auf-dem-drahtseil\/","title":{"rendered":"Der Mann auf dem Drahtseil"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Im Rahmen des <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.faz.net\/d\/common\/Suchergebnis.aspx?term=grundkurs%20soziobiologie&#038;allchk=1\">Grundkurses Soziobiologie<\/a> setzt sich Eckart Voland heute in der <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.faz.net\">Frankfurter Allgemeinen Zeitung<\/a> mit den neuen V\u00e4tern auseinander.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">&#8218;Nun, M\u00e4nner haben bekanntlich zwei alternative M\u00f6glichkeiten, dem biologischen Imperativ zu gehorchen. Sie k\u00f6nnen entweder danach streben, das zu erh\u00f6hen, was im Laborjargon der Soziobiologie \u201ePaarungserfolg\u201c genannt wird, oder aber sie konzentrieren ihren Lebensaufwand in die gro\u00dfe Liebe und den daraus hervorgehenden Nachwuchs. Beides gleichzeitig geht nicht, jedenfalls nicht auf Dauer.&#8216; Diese eingeschr\u00e4nkten Lebensstrategien h\u00e4tten wir von den Primaten geerbt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Aber\u00a0 es gibt sie seit Adam, die Verhaltensoption des f\u00fcrsorgenden Vaters, &#8218;&#8230; Sie geh\u00f6rt zum evolvierten Repertoire m\u00e4nnlicher Strategien. Allerdings konkurriert sie mit anderen Optionen desselben Repertoires. Wann also werden aus M\u00e4nnern Familienv\u00e4ter? So trivial es anmutet, aber eine erste Antwort auf diese Frage lautet: Wenn partout kein anderer den Job macht. In dem gleichen Ma\u00dfe wie Omas, Tanten oder der Wohlfahrtsstaat einen fehlenden Vater ersetzen k\u00f6nnen, wird er entbehrlich. \u00d6konomen nennen dies ein \u201eNullsummenspiel\u201c, und soziobiologische Forschung zeigt, da\u00df die Entscheidungen in diesem Spiel ganz konsequent dem quasi-rationalen Kalk\u00fcl einer Kosten-Nutzen-Abw\u00e4gung gehorchen. Kurz: Mann wird dann zum Familienmensch, wenn aus der Verweigerung dieser Rolle mehr Schaden erw\u00e4chst als andere kompensieren k\u00f6nnen.&#8216;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Mich erinnert diese deterministische Sichtweise an eine andere <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dichotomie\">Dichotomie<\/a>: &#8218;Du musst dich entscheiden, Kinder <strong>oder<\/strong> Karriere&#8216;. Nur zwei M\u00f6glichkeiten haben zu d\u00fcrfen, diese Sichtweise engt ein und verhindert den Blick auf innovative L\u00f6sungen. Dazu kommt, junge M\u00e4nner und Frauen wollen heute zunehmend beides: Erfolg in Beruf und Familie. Nicht nur im Gedankengeb\u00e4ude von Voland bedeutet das: Entweder teilen sich beide, Vater und Mutter, die &#8218;Jobs&#8216; partnerschaftlich auf, oder der Schaden f\u00fcr unsere Zukunft wird ins Unermessliche wachsen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Neue V\u00e4ter sind auch keine besseren Menschen, sie erweitern einfach ihre M\u00f6glichkeiten und Erfahrungen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Den ganzen Artikel finden Sie <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub268AB64801534CF288DF93BB89F2D797\/Doc~E16B05D1FD91A476496B047E33A27113D~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">hier<\/a>.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen des Grundkurses Soziobiologie setzt sich Eckart Voland heute in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit den neuen V\u00e4tern auseinander. &#8218;Nun, M\u00e4nner haben bekanntlich zwei alternative M\u00f6glichkeiten, dem biologischen Imperativ zu gehorchen. 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