{"id":154,"date":"2006-10-25T22:44:36","date_gmt":"2006-10-25T20:44:36","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2006\/10\/25\/danische-vater-schlapper-als-andere-skandinavier\/"},"modified":"2006-10-25T22:44:36","modified_gmt":"2006-10-25T20:44:36","slug":"danische-vater-schlapper-als-andere-skandinavier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2006\/10\/25\/danische-vater-schlapper-als-andere-skandinavier\/","title":{"rendered":"D\u00e4nische V\u00e4ter schlapper als andere Skandinavier?"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Der <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.nordschleswiger.dk\/SEEEMS\/129.asp?artid=6175\">Nordschleswiger<\/a>, die deutsche Zeitung in D\u00e4nemark, setzt sich heute in einem Leitartikel kritisch mit dem Verhalten der d\u00e4nischen V\u00e4ter auseinander und lobt unter anderem die deutsche Regelung zu den V\u00e4termonaten:<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">&#8218;D\u00e4nemarks V\u00e4ter ziehen es vor, den Nachwuchs am Abend in die Arme zu schlie\u00dfen und tags\u00fcber Geld zu verdienen. In den nordischen L\u00e4ndern, mit denen sich D\u00e4nemark zu vergleichen pflegt, sieht dies anders aus. Dort bleiben viel mehr V\u00e4ter l\u00e4nger bei ihren Neugeborenen als im hiesigen K\u00f6nigreich. Das ist aber nicht allein Schuld der V\u00e4ter, sondern in hohem Ma\u00dfe auch der Politik und der Wirtschaft, hat Bente Marianne Olsen, die sich wissenschaftlich mit dem Thema besch\u00e4ftigt, herausgefunden.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">In den nordischen Nachbarl\u00e4ndern gibt es klare Quoten, die da sagen: Wenn Elternurlaub, dann m\u00fcssen Vater und Mutter daran beteiligt sein. Sogar in Deutschland wurde schlussendlich eine Regelung erreicht, nach der ein gewisser Zeitraum nur gegeben wird, wenn die V\u00e4ter sich um ihre Kinder k\u00fcmmern. In Island gibt es das Recht auf neun Monate Elternurlaub: drei f\u00fcr die Mutter, drei f\u00fcr den Vater und die letzten drei Monate k\u00f6nnen die Eltern unter sich aufteilen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">In D\u00e4nemark gibt es derartige Regeln nicht. Hier haben die M\u00fctter 14 Wochen lang nach der Geburt Recht auf Tagegeld, das in den meisten Tarifvertr\u00e4gen auf den vollen Lohn erg\u00e4nzt wird. Die V\u00e4ter haben das Recht auf nur zwei Wochen. Danach stehen dann 32 Wochen Elternzeit zur Verf\u00fcgung, w\u00e4hrenddessen Tagegeld gezahlt wird. Aber nur gut sechs Prozent dieser Elternzeit wird von den V\u00e4tern genommen, zeigen die j\u00fcngsten statistischen Zahlen. Das hei\u00dft, dass im fortschrittlichen D\u00e4nemark immer noch die alte Rollenteilung greift: Mutter h\u00fctet \u2013 zeitweise \u2013 Heim, Herd und Kinder und Vater zieht hinaus in die feindliche Welt.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Es existiert kein Klima, in dem M\u00e4nner ganz selbstverst\u00e4ndlich in den V\u00e4terurlaub gehen. Die Zeiten, in denen ein Mann, der sich um sein Neugeborenes, und waren es auch nur die zwei Wochen, k\u00fcmmern wollte, sich gegen alle Widerst\u00e4nde durchsetzen, Mobbing aushalten musste und dennoch wie ein gef\u00e4hrlicher Exot betrachtet wurde, sind zwar vorbei. Begeisterung kommt aber auch heute noch nur bei den wenigsten Firmenchefs auf, w\u00e4hrend bei Ikea in Schweden nur der Mann richtig Karriere machen kann, der sich im Fall der F\u00e4lle auch als Vater zu Hause bew\u00e4hrt hat.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Allerdings arbeiten auch viele Frauen im \u00f6ffentlichen Sektor oder in Firmen, die daran gew\u00f6hnt sind, dass ihre weiblichen Mitarbeiter f\u00fcr eine Elternzeit mittelfristig pausieren.<br \/>\nEs dabei zu belassen, ist allerdings der verkehrte Weg. Es m\u00fcssen sich eben mehr Firmen daran gew\u00f6hnen, dass auch M\u00e4nner dies tun. Der sogenannte Fertilit\u00e4tsquotient, der zeigt, wie sich die D\u00e4nen vermehren, liegt bei 1,7 und damit an der Spitze in Europa, nur noch \u00fcbertroffen von Irland mit einem Quotient von zwei. Aber es k\u00f6nnte ja auch in D\u00e4nemark noch besser kommen, wenn die M\u00e4nner noch mehr mitmachen. Abgesehen davon, dass Kinder Mutter und Vater haben und enorm davon profitieren, wenn sie beide gut kennenlernen und der eine nicht nur der Abendgast ist.<br \/>\nIn den ersten Lebensjahren sind Kinder ohnehin viel zu h\u00e4ufig nur mit Frauen zusammen, weil es meist Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen sind, von den Tagesm\u00fcttern ganz zu schweigen.&#8216;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Die Schlussfolgerung der Redaktion: &#8218;Wenn es nicht von selbst geht, dann m\u00fcssen die M\u00e4nner vielleicht zu ihrem Gl\u00fcck gezwungen werden.&#8216;<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Nordschleswiger, die deutsche Zeitung in D\u00e4nemark, setzt sich heute in einem Leitartikel kritisch mit dem Verhalten der d\u00e4nischen V\u00e4ter auseinander und lobt unter anderem die deutsche Regelung zu den V\u00e4termonaten: &#8218;D\u00e4nemarks V\u00e4ter ziehen es vor, den Nachwuchs am Abend in die Arme zu schlie\u00dfen und tags\u00fcber Geld zu verdienen. 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