{"id":146,"date":"2006-10-22T11:23:42","date_gmt":"2006-10-22T09:23:42","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2006\/10\/22\/die-neue-v-klasse\/"},"modified":"2006-10-22T11:23:42","modified_gmt":"2006-10-22T09:23:42","slug":"die-neue-v-klasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2006\/10\/22\/die-neue-v-klasse\/","title":{"rendered":"Die neue &#8218;V &#8211; Klasse&#8216;"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.theadorn.de\/\">Thea Dorn<\/a>, freie Autorin und<span class=\"normal\"> <\/span>Moderatorin<span class=\"normal\"> der B\u00fccher-Talk-Sendung <a target=\"new window\" href=\"http:\/\/www.swr.de\/literatur-im-foyer\/\">Literatur im Foyer<\/a> im SWR hat soeben <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/neue-F-Klasse-Zukunft-Frauen-gemacht\/dp\/3492049036\/sr=8-1\/qid=1161508327\/ref=pd_bbs_sr_1\/302-3648367-6175229?ie=UTF8\">&#8218;Die neue F-Klasse &#8211; Wie die Zukunft von Frauen gemacht wird&#8216;<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/span><\/span><\/p>\n<p><a title=\"F_Klasse.jpg\" class=\"imagelink\" href=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2006\/10\/F_Klasse.jpg\"><img alt=\"F_Klasse.jpg\" id=\"image145\" src=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2006\/10\/F_KlasseVorschaubild.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">&#8218;Wir haben eine Kanzlerin, die M\u00e4nnerd\u00e4mmerung ist ausgerufen und noch nie in der Geschichte waren so viele Frauen so erfolgreich wie heute. Gratulation, die Beauvoirs und Schwarzers haben ganze Arbeit geleistet. Wie bitte? Gut ausgebildet und zur Selbstst\u00e4ndigkeit erzogen, halten Frauen zwar heute den Geschlechterkampf f\u00fcr beendet, doch wer klar sieht, stellt fest: Der Erfolg der Emanzipation ist ein M\u00e4rchen, solange Frauen siebzig Prozent der Niedrigverdiener ausmachen und der Gro\u00dfteil der Akakemikerinnen als Versorgerin von Mann und Kind im schwarzen Loch des Eigenheims verschwindet. Da hilft es auch nicht, wenn die Herren Chefredakteure die Frauen neuerdings wieder als Multi-Geb\u00e4rende und gro\u00dfe Aufopferungsvolle preisen.&#8216;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,443728,00.html\">Spiegel online<\/a> hat einige Ausz\u00fcge ver\u00f6ffentlicht, die die Rolle der M\u00e4nner und die der V\u00e4ter thematisieren: <\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">&#8218;Die Frage, wie moderne Elternschaft aussehen kann, ist eine der Fragen, die unsere Gesellschaft in den n\u00e4chsten Jahren am meisten besch\u00e4ftigen wird &#8211; jenseits der zynisch-verlogenen Hochglanz-Parolen, mit ein bisschen L\u00e4ssigkeit und Spa\u00df sei schon alles unter einen Hut zu zaubern. Was bedeutet es physisch und psychisch f\u00fcr eine Frau, ein Kind <em>und<\/em> einen herausfordernden Beruf zu haben? Welche Rolle m\u00fcssen die V\u00e4ter in derart ver\u00e4nderten Familien-Konstellationen spielen? Welche Institutionen muss der Staat bereitstellen? Gerade weil diese Fragen so dringend sind, ist es unerl\u00e4sslich, sich bei denen umzuschauen, die bereits in zeitgem\u00e4\u00dfen Familienverh\u00e4ltnissen angekommen sind. Und gef\u00e4hrlich, die Thematik f\u00fcr den berufsjugendlichen beziehungsweise den als solchen kaschierten Spie\u00dfer-Diskurs zu missbrauchen.&#8216;<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">&#8230; <\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Interessanterweise glaubten auch die (von M\u00e4nnern betriebenen) Naturwissenschaften bis vor zweihundert Jahren, Kinder entst\u00fcnden, indem der Mann seinen &#8222;Geist&#8220; in die Frau hineingie\u00dft &#8211; oder wie es Dietrich Schwanitz in seinem Bestseller &#8222;M\u00e4nner &#8211; Eine Spezies wird besichtigt&#8220; formuliert: &#8222;Der Vater war der alleinige Sch\u00f6pfer und die Mutter nur der Brutofen. Er war der Pflanzer und sie der Topf (und manchmal ein zerbrochener Krug).&#8220; Es war eine der katastrophalsten Begriffsverwirrungen der Menschheitsgeschichte, zu behaupten, das m\u00e4nnliche Pendant zum weiblichen Geb\u00e4ren sei das Sch\u00f6pfen. Nein! Nein!! Nein!!! <\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Wenigstens im 21. Jahrhundert sollten wir endg\u00fcltig einsehen, dass der dem Geb\u00e4ren komplement\u00e4re Vorgang das Zeugen ist. Und wenn dieser relativ \u00fcberschaubare biologische Akt des Sperma-Abladens den Herren im Vergleich zum langwierigen und komplizierten Prozess der Schwangerschaft und Geburt zu bescheiden erscheint, als dass sie sich darauf etwas einbilden k\u00f6nnten &#8211; dann d\u00fcrfen sie ihr Selbstbewusstsein liebend gern daraus beziehen, dass sie Zeitungsartikel schreiben oder Rasenm\u00e4her erfinden. Aber sie sollen bitte nie wieder erz\u00e4hlen, es sei &#8222;unfair&#8220;, wenn Frauen diese Dinge auch tun, wo sie doch schon die supertolle Gabe des Geb\u00e4ren-K\u00f6nnens besitzen. Noch einmal zum Mitschreiben: Frauen geb\u00e4ren. M\u00e4nner zeugen. Alles andere k\u00f6nnen beide Geschlechter.&#8216;<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thea Dorn, freie Autorin und Moderatorin der B\u00fccher-Talk-Sendung Literatur im Foyer im SWR hat soeben &#8218;Die neue F-Klasse &#8211; Wie die Zukunft von Frauen gemacht wird&#8216; ver\u00f6ffentlicht. &#8218;Wir haben eine Kanzlerin, die M\u00e4nnerd\u00e4mmerung ist ausgerufen und noch nie in der Geschichte waren so viele Frauen so erfolgreich wie heute. 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