{"id":126,"date":"2006-10-05T13:23:39","date_gmt":"2006-10-05T11:23:39","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2006\/10\/05\/gleitzeit-und-co-helfen-oft-nicht\/"},"modified":"2006-10-05T13:23:39","modified_gmt":"2006-10-05T11:23:39","slug":"gleitzeit-und-co-helfen-oft-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2006\/10\/05\/gleitzeit-und-co-helfen-oft-nicht\/","title":{"rendered":"Gleitzeit und Co. helfen oft nicht &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das zeigt eine Analyse der Arbeitszeitforscherin Dr. Eva Munz in der aktuellen Ausgabe der <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-3D0AB75D-E8378237\/hbs\/hs.xsl\/119.html\">WSI-Mitteilungen<\/a>.<br \/>\n<a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.wsi.de\"><img alt=\"WSI.jpg\" id=\"image125\" src=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2006\/10\/WSI.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Flexible Arbeitszeitformen wie Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit oder Arbeitszeitkonten machen es Besch\u00e4ftigten durchaus nicht immer einfacher, Berufst\u00e4tigkeit und Privatleben miteinander zu vereinbaren. Ob Arbeitnehmer ohne feste Vorgaben f\u00fcr Arbeitsbeginn und -ende wirklich mehr Zeitsouver\u00e4nit\u00e4t haben, h\u00e4ngt davon ab, wie ihre Arbeit konkret organisiert ist.<\/p>\n<p>Insgesamt arbeiten 31% der abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten in Deutschland mit einem so genannten &#8222;selbst gesteuerten&#8220; Zeitmodell. Eigentlich sollten sie gute Chancen haben, eine Balance zwischen Erwerbst\u00e4tigkeit und Privatleben, Job und Familie zu finden. Doch die Praxis sieht oft anders aus, erst recht &#8222;im Kontext steigender Leistungsanforderungen und schrumpfender Belegschaften&#8220;, so die Expertin. Munz st\u00fctzt sich auf eine repr\u00e4sentative Besch\u00e4ftigtenbefragung des K\u00f6lner ISO-Instituts aus dem Jahre 2003. Die Forscherin hat die Umfrage unter mehr als 4000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern vertieft ausgewertet. Zentrale Ergebnisse:<\/p>\n<p>* Selbst gesteuerte Arbeitszeiten kommen besonders h\u00e4ufig vor auf Arbeitspl\u00e4tzen mit regelm\u00e4\u00dfigem Zeit- und  Leistungsdruck. Ob die Besch\u00e4ftigten auf diesen Arbeitspl\u00e4tzen betreuungsbed\u00fcrftige Kinder im Haushalt haben, wirkt  sich hingegen nicht signifikant aus.<br \/>\n*  Die Besch\u00e4ftigten variieren ihre Arbeitszeiten viel h\u00e4ufiger aus betrieblichen (60%) als aus privaten  Gr\u00fcnden (19%).<br \/>\n* Arbeitnehmer mit flexiblen Arbeitszeiten leisten \u00f6fter Mehrarbeit als ihre Kollegen mit vorgegebenen Anfangs- und  Endzeiten &#8211; und sie bekommen h\u00e4ufiger keinen Ausgleich daf\u00fcr.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">In der gleichen <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-3D0AB75D-E8378237\/hbs\/hs.xsl\/119_84189.html\">Ausgabe<\/a> setzen sich Elisabeth Botsch, Christiane Lindecke und Alexandra Wagner mit den Motiven und Zielen von Betrieben bei der Einf\u00fchrung familienfreundlicher Ma\u00dfnahmen auseinander und unterscheiden idealtypisch <span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">drei Arten der Herangehensweisen von Betrieben an die Umsetzung familienfreundlicher Ma\u00dfnahmen: <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">* Sie werden als Bonus f\u00fcr bestimmte Leistungstr\u00e4ger entwickelt,<br \/>\n* als Kompensation f\u00fcr die &#8222;doppelbelasteten&#8220; Frauen und M\u00fctter konzipiert oder<br \/>\n* sie sind auf die \u00dcberwindung der geschlechtshierarchischen Arbeitsteilung gerichtet. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Hinter dieser sehr heterogenen Praxis verbergen sich letztlich differente implizite Leitbilder von Familie, die vielfach nicht offengelegt werden.<\/span> <span style=\"font-size: 12pt; font-family: \"Times New Roman\"\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. 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