{"id":116,"date":"2006-09-29T21:38:31","date_gmt":"2006-09-29T19:38:31","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2006\/09\/29\/engagement-von-vatern-verbessert-karrierechancen-von-frauen\/"},"modified":"2006-09-29T21:38:31","modified_gmt":"2006-09-29T19:38:31","slug":"engagement-von-vatern-verbessert-karrierechancen-von-frauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2006\/09\/29\/engagement-von-vatern-verbessert-karrierechancen-von-frauen\/","title":{"rendered":"Engagement von V\u00e4tern verbessert Karrierechancen von Frauen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Ein gro\u00dfer Teil der F\u00fchrungskr\u00e4fte in der Privatwirtschaft lebt in partnerschaftlichen Familienformen, verheiratet oder unverheiratet. Diese Partnerschaften gestalten sich allerdings bei Frauen und M\u00e4nnern ganz unterschiedlich: Die Partnerinnen von M\u00e4nnern in F\u00fchrungspositionen sind mehrheitlich nicht erwerbst\u00e4tig oder haben eine Teilzeitbesch\u00e4ftigung.<\/p>\n<p>Im Jahr 2001 schlossen die Bundesregierung und die Spitzenverb\u00e4nde der deutschen Wirtschaft eine freiwillige Vereinbarung zur F\u00f6rderung der Chancengleichheit von Frauen und M\u00e4nnern in der Privatwirtschaft. In diesem Zusammenhang entstand die <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.iab.de\/asp\/internet\/dbdokShow.asp?pkyDoku=k060606n19\">IAB-F\u00fchrungskr\u00e4ftestudie<\/a>, mit der der Anteil von Frauen und M\u00e4nnern in F\u00fchrungspositionen in der Privatwirtschaft untersucht werden soll. Die Studie zeigt: Ein gro\u00dfer Teil der F\u00fchrungskr\u00e4fte in der Privatwirtschaft lebte in den Jahre 2000 und 2004 in partnerschaftlichen Familienformen. Diese Partnerschaften gestalten sich f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner allerdings unterschiedlich: Die Partnerinnen von M\u00e4nnern in F\u00fchrungspositionen sind gr\u00f6\u00dftenteils nicht erwerbst\u00e4tig oder haben eine Teilzeitbesch\u00e4ftigung. Etwa ein Viertel von ihnen arbeitet Vollzeit und nur sieben Prozent haben selbst F\u00fchrungsfunktionen inne. Umgekehrt sind die Partner von Frauen in F\u00fchrungspositionen aber mehrheitlich vollzeiterwerbst\u00e4tig oder selbst F\u00fchrungskr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Auch im Bezug auf die gelebten Familienformen zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Frauen und M\u00e4nnern in F\u00fchrungspositionen. Frauen leben h\u00e4ufiger alleine oder mit einem Partner, aber meistens ohne Kinder oder sie sind allein erziehend, w\u00e4hrend M\u00e4nner sehr viel h\u00e4ufiger mit einer Partnerin und Kindern zusammenleben. F\u00fcr die Sorge um die Kinder und die famili\u00e4ren Pflichten kommen die Partnerinnen der m\u00e4nnlichen F\u00fchrungskr\u00e4fte auf, die zugunsten der Kinder und der Karriere des Mannes ihre berufliche Verwirklichung nach hinten anstellen. Kurz: Beruf und Familie lassen sich f\u00fcr weibliche F\u00fchrungskr\u00e4fte selten miteinander vereinbaren. Sie leben \u00f6fter als M\u00e4nner alleine oder mit Partnern, die selbst stark auf Beruf und Karriere hin orientiert sind, haben deutlich seltener Kinder und sind meist vollzeiterwerbst\u00e4tig mit relativ langen Arbeitszeiten.<\/p>\n<p>Bisher gilt noch immer: Kinder stellen f\u00fcr erwerbst\u00e4tige M\u00fctter ein Karriererisiko dar. Dies gilt besonders f\u00fcr F\u00fchrungspositionen, weil die Vereinbarkeit von Familie und Beruf dort noch schwieriger ist als in anderen beruflichen T\u00e4tigkeiten. Aufgrund fehlender Betreuungsm\u00f6glichkeiten k\u00f6nnen Frauen beides h\u00e4ufig nur verbinden, indem sie Erwerbsunterbrechungen einlegen und ihre Arbeitszeit reduzieren. Beides wirkt sich oftmals negativ auf die anschlie\u00dfende Karriere aus.<\/p>\n<p>Der Diversity-Experte, Michael Stuber, konstatiert: Noch immer ist Kindererziehung in Deutschland Frauensache, obwohl M\u00e4nner heute h\u00e4ufig viel aufgeschlossener gegen\u00fcber Kindererziehung sind und gerade junge M\u00e4nner den expliziten Wunsch danach \u00e4u\u00dfern, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Die aktuelle <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.diversity-wissen.de\/studien\/wlps\/\">Work-Life-Praxis Studie (WLPS)<\/a> zeigt, dass bisherige familienorientierte Ma\u00dfnahmen zu wenig darauf ausgerichtet, M\u00e4nner zu einer aktiven Vaterschaft zu motivieren. &#8222;Vorurteile gegen\u00fcber V\u00e4ter, die sich Zeit f\u00fcr eine Vaterschaft nehmen und berufliche Ziele zur\u00fcckstecken, sind der Hauptgrund f\u00fcr deren geringe Beteiligung an der Familienarbeit hierzulande&#8220;, so Stuber weiter. Engagieren sich V\u00e4ter st\u00e4rker als bisher verbessern sich auch die Karrierechancen von Frauen, ist Stuber \u00fcberzeugt.\u00a0 <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.dashoefer.de\/cgi-bin\/news_more\/news_more_print.pl?mitte=01&#038;rechts=Detail&#038;Article_ID=27702&#038;NEWSCLASS_ID=\">Quelle<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein gro\u00dfer Teil der F\u00fchrungskr\u00e4fte in der Privatwirtschaft lebt in partnerschaftlichen Familienformen, verheiratet oder unverheiratet. Diese Partnerschaften gestalten sich allerdings bei Frauen und M\u00e4nnern ganz unterschiedlich: Die Partnerinnen von M\u00e4nnern in F\u00fchrungspositionen sind mehrheitlich nicht erwerbst\u00e4tig oder haben eine Teilzeitbesch\u00e4ftigung. 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