{"id":1074,"date":"2008-10-27T13:55:57","date_gmt":"2008-10-27T12:55:57","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=1074"},"modified":"2008-10-27T13:58:42","modified_gmt":"2008-10-27T12:58:42","slug":"wenn-manner-nicht-mehr-zu-viel-arbeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2008\/10\/27\/wenn-manner-nicht-mehr-zu-viel-arbeiten\/","title":{"rendered":"Wenn M\u00e4nner (nicht mehr) zu viel arbeiten"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal<\/w:View> <w:Zoom>0<\/w:Zoom> <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning \/> <w:ValidateAgainstSchemas \/> <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables \/> <w:SnapToGridInCell \/> <w:WrapTextWithPunct \/> <w:UseAsianBreakRules \/> <w:DontGrowAutofit \/> <\/w:Compatibility> <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel> <\/w:WordDocument> <\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\"> <\/w:LatentStyles> <\/xml><![endif]--> <span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">In einem Kommentar f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.taz.de\" target=\"_blank\">taz<\/a> setzt sich Thomas Gesterkamp mit den Konsequenzen der Partnermonate f\u00fcr die Wahrnehmung und die Wirklichkeiten von V\u00e4tern, die eigene und die fremde, auseinander.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">\u201a&#8230; Die hohe Akzeptanz der Papamonate bedeutet einen Kulturbruch in der geschlechterpolitischen Debatte. Sie liefert zudem den Beweis, dass Politik Verhalten beeinflussen oder gar steuern kann. \u2026<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">\u2026 rollt jetzt eine Welle der aktiven V\u00e4ter auf jene Institutionen zu, mit denen Familien zu tun haben, wenn der Nachwuchs langsam gr\u00f6\u00dfer wird. Bildungsst\u00e4tten, Krippen, Kitas, Horte und Schulen treffen erstmals auf eine nennenswerte Masse von M\u00e4nnern, die andere Erfahrungen in der S\u00e4uglingszeit ihres Kindes gemacht haben als fr\u00fchere Generationen. Hausfrauen-Wettbewerbe um den besten selbst gebackenen Kuchen; Lehrerinnen, die um Beistand durch eine &#8222;Vorlesemutter&#8220; f\u00fcr elf Uhr morgens bitten; Theaterauff\u00fchrungen am fr\u00fchen Nachmittag, zu denen nur Muttis kommen, weil die Papis im B\u00fcro sind: <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">All das wird zumindest in Gro\u00dfst\u00e4dten bald Anekdote von gestern sein. P\u00e4dagogisch geht es darum, das geweckte m\u00e4nnliche Interesse an bisher weiblich gepr\u00e4gten Welten aufzugreifen. Da gen\u00fcgt es nicht mehr, V\u00e4ter zum kosteng\u00fcnstigen Streichen der W\u00e4nde einzuspannen oder sie zum Grillexperten beim Schulfest zu ernennen, sonst aber zu ignorieren. M\u00e4nner, die eine gewisse Zeit allein f\u00fcr ihr Kind verantwortlich waren, wollen beachtet und ernst genommen werden. Deshalb geh\u00f6ren schon in die Ausbildung der Erziehungsberufe Seminare und Bausteine, die sich mit V\u00e4terarbeit besch\u00e4ftigen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Parallel dazu erreicht die Welle der aktiven V\u00e4ter die Unternehmen &#8211; und damit jene &#8222;ernste Arbeit, die den ganzen Mann ausf\u00fcllt&#8220;, wie Kurt Tucholsky einst ironisch formulierte. Fakten setzen die Firmen dort unter Druck: <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Bei der Fraport AG zum Beispiel gingen nach Einf\u00fchrung der Papamonate im vergangenen Jahr pl\u00f6tzlich nicht mehr 3, sondern rund 50 m\u00e4nnliche Mitarbeiter in die Elternzeit, was am Boden des Frankfurter Flughafens besonders in der sommerlichen Hochsaison unerwartete logistische Probleme aufwarf. \u2026\u2019<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Seine im Anschluss ge\u00e4u\u00dferte Skepsis, Gesterkamp spricht sogar von der \u201aFirmenl\u00fcge Familienfreundlichkeit\u2019, kann ich nicht teilen. Es gibt sicherlich Widerspr\u00fcche und R\u00fcckschl\u00e4ge, vor allem auf Seiten der Unternehmen. Aber der Prozess l\u00e4sst sich meines Erachtens nicht mehr aufhalten. Zu viele V\u00e4ter haben bereits von der \u201aEinstiegsdroge\u2019 genascht und Wohlgefallen gefunden.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"><a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/wenn-maenner-zu-viel-arbeiten\" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Kommentar f\u00fcr die taz setzt sich Thomas Gesterkamp mit den Konsequenzen der Partnermonate f\u00fcr die Wahrnehmung und die Wirklichkeiten von V\u00e4tern, die eigene und die fremde, auseinander. \u201a&#8230; Die hohe Akzeptanz der Papamonate bedeutet einen Kulturbruch in der geschlechterpolitischen Debatte. Sie liefert zudem den Beweis, dass Politik Verhalten beeinflussen oder gar steuern kann. 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