{"id":10713,"date":"2023-09-25T20:22:21","date_gmt":"2023-09-25T18:22:21","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=10713"},"modified":"2023-11-08T20:26:15","modified_gmt":"2023-11-08T19:26:15","slug":"die-vollzeitnorm-von-40-stunden-nimmt-vaetern-die-zeit-in-der-familie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2023\/09\/25\/die-vollzeitnorm-von-40-stunden-nimmt-vaetern-die-zeit-in-der-familie\/","title":{"rendered":"Die Vollzeitnorm von 40 Stunden nimmt V\u00e4tern die Zeit in der Familie"},"content":{"rendered":"\n<h2>Interview\nmit Teresa B\u00fccker<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>In\ndeinem Buch beschreibst du, dass viele Kinder ihre V\u00e4ter als abwesend\nwahrnehmen, immer noch. Was hindert denn die V\u00e4ter daran, pr\u00e4senter zu sein in\nihren Familien? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mich\nhat das erst mal \u00fcberrascht, dass Kinder immer noch sagen, dass ihre M\u00fctter\nviel pr\u00e4senter sind als die V\u00e4ter, weil wir davon ausgehen, dass sich in\nFamilien sehr viel getan hat. Und was V\u00e4ter wirklich daran hindert, sich mehr\nzu beteiligen, sind die langen Arbeitszeiten. Das zeigen alle Studien, alle\nAnalysen ganz klar, dass die Vollzeitnorm von 40 Stunden V\u00e4tern die Zeit in der\nFamilie nimmt. Dann kommen oft noch Pendelwege dazu. V\u00e4ter haben oft\nArbeitsorte, die l\u00e4nger entfernt sind. Und das ist im Alltag dann ganz wenig\nZeit. Also, Arbeitszeit ist eine der gro\u00dfen Stellschrauben und V\u00e4tern sollte\neben bewusst sein, die Kinder nehmen. Das war heute immer noch. Ja.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.lag-vaeterarbeit.nrw\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/TB-Interview-1080.png\" width=\"270\" height=\"278\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Was\nk\u00f6nnen denn V\u00e4ter gewinnen, wenn sie mehr Carearbeiten in den Familien\n\u00fcbernehmen? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jeder\nVater, der sich ganz viel in die Familie einbringt, erlebt das eigentlich. Also\nam besten mal V\u00e4ter fragen, die lange in Elternzeit waren oder Teilzeit\narbeiten. Das entspricht auch eigentlich den W\u00fcnschen vieler V\u00e4tern, ja, ganz\naktiv Vater zu sein, viel Zeit mit den Kindern zu haben. Und diejenigen, die es\nerleben, die vielleicht jetzt schon in Teilzeit arbeiten, die sagen auch, sie\nwollen nie wieder dahin zur\u00fcck, wo sie vorher waren, weil der gro\u00dfe Wunsch von\nden meisten V\u00e4tern ist, eben auch eine starke emotionale Bindung an die Kinder.\nVorbild sein k\u00f6nnen und das kann man nur, wenn man im Alltag pr\u00e4sent ist. Und\nV\u00e4ter leiden gerade oftmals zwischen der Zerrissenheit von den beruflichen\nAnspr\u00fcchen und wie sie als Vater eigentlich leben wollen. Und das in Einklang\nzu bringen, darum geht es und dann f\u00fchlt man sich auch wohl da in der eigenen\nVaterrolle. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was\nk\u00f6nnen wir denn noch an den Strukturen drehen, damit wir den V\u00e4tern die\nAnwesenheit in den Familien erleichtern k\u00f6nnen? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was\nich empfehlen w\u00fcrde, ist, dass sich Paare, heterosexuelle Paare, wirklich\nfr\u00fchzeitig damit auseinandersetzen, wie sie leben wollen und ganz, ganz offen\ndar\u00fcber sprechen. Das findet oftmals nicht statt und dann werden wir in alte\nRollen gedr\u00e4ngt, in denen wir eigentlich gar nicht leben wollen. Und das\nwirklich fr\u00fch zu planen, vielleicht auch zu sagen, wir machen materielle\nEinschnitte, weil wir beide in Teilzeit arbeiten wollen, aber dann so Eltern\nsein k\u00f6nnen, wie wir es wirklich wollen, das ist ganz, ganz wichtig. Und was\nich V\u00e4tern auch empfehlen w\u00fcrde, w\u00e4re sich untereinander zu vernetzen, zu\nsolidarisieren und immer zu sagen, wenn ich hier in meinem Unternehmen den Weg\nebne f\u00fcr Familienfreundlichkeit auch f\u00fcr V\u00e4ter, dann haben ganz viele andere\nV\u00e4ter was davon. Also diese solidarische Ebene, politisch auch etwas zu\nver\u00e4ndern, das ist ganz wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zum\nSchluss, was ist dein Appell an V\u00e4ter?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Traut\neuch, in den Familien pr\u00e4sent zu sein, wirklich von Anfang an. G\u00f6nnt euch die\nZeit. Macht euch ganz klar, wie ihr Vater sein wollt, wie ihr Familie leben\nwollt. Und seid dann auch mutig, dass es etwas unbequem sein kann, dass es\nbedeuten kann, beruflich zu reduzieren. Aber redet auch mit anderen V\u00e4tern, wie\nsie es wahrgenommen haben. Redet unbedingt mit V\u00e4tern, die lange in Elternzeit\nwaren, die jetzt Teilzeit arbeiten und macht euch gegenseitig Mut. Und traut\neuch eben, Pioniere zu sein. Es wird euch und eure Kinder st\u00e4rken. <\/p>\n\n\n\n<p>Das\nInterview hat Martina Z\u00fcger am Rande des V\u00e4terSummits am 26. August gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.lag-vaeterarbeit.nrw\/2023\/09\/24\/die-vollzeitnorm-von-40-stunden-nimmt-vaetern-die-zeit-in-der-familie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Quelle (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit Teresa B\u00fccker In deinem Buch beschreibst du, dass viele Kinder ihre V\u00e4ter als abwesend wahrnehmen, immer noch. Was hindert denn die V\u00e4ter daran, pr\u00e4senter zu sein in ihren Familien? 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