{"id":10648,"date":"2023-07-26T16:14:57","date_gmt":"2023-07-26T14:14:57","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=10648"},"modified":"2023-07-30T16:19:51","modified_gmt":"2023-07-30T14:19:51","slug":"ein-abwesender-vater-ist-nicht-immer-ein-vater-der-nicht-gewuenscht-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2023\/07\/26\/ein-abwesender-vater-ist-nicht-immer-ein-vater-der-nicht-gewuenscht-ist\/","title":{"rendered":"\u201a\u2026 ein abwesender Vater ist nicht immer ein Vater, der nicht gew\u00fcnscht ist\u2018"},"content":{"rendered":"\n<h2>Interview mit Jennifer\nJaque-Rodney<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Frau Jaque-Rodney, sie\narbeiten seit mehr als 30 Jahren als Familienhebamme und haben im Jahr 2000 das\nNetzwerk der Familienhebammen in Deutschland mitbegr\u00fcndet. Was war Ihre\nMotivation, diesen beruflichen Weg einzuschlagen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich war meine\nMotivation wirklich, die Familie als System zu sehen, die Familie als Ganzes zu\nsehen. Mann, Frau, Frau, Frau, Mann, Mann, egal welche Konstellationen das war.\nUnd hier reden wir von einer Mann-Frau-Konstellation. Das war f\u00fcr mich wichtig,\neinfach das weiter zu verfolgen und das auch zu unterst\u00fctzen, da ich schon\ndamals als Hebamme gemerkt habe, wie wenig Kontakt wir zu den M\u00e4nnern\neigentlich haben und wie schade das ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Und f\u00fcr mich, ich habe auch\nSoziologie studiert und das ist etwas, was mich auch befl\u00fcgelt hat als Hebamme,\nviel, viel mehr mit den M\u00e4nnern, mit den Partnern in Kontakt zu kommen. Und\ndann, als ich relativ fr\u00fch in Deutschland war und mir diese T\u00e4tigkeit angeboten\nwurde beziehungsweise die Qualifizierung erstmal, habe ich gedacht, das ist\ngenau das, was ich will. Dieses famili\u00e4re Feld, also wo sowohl Frau als auch\nMann als gleichwertige Ressource f\u00fcr das Kind angesehen werden und das will ich\nunterst\u00fctzen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Screenshot-2023-07-25-JJR-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10649\" width=\"445\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Screenshot-2023-07-25-JJR-2.png 890w, https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Screenshot-2023-07-25-JJR-2-300x180.png 300w, https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Screenshot-2023-07-25-JJR-2-768x460.png 768w\" sizes=\"(max-width: 445px) 100vw, 445px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Aufgrund Ihrer Erfahrungen\nwaren Sie in den folgenden Jahren an der Ausarbeitung zahlreicher Curricula f\u00fcr\ndie Aus- und Fortbildung von Familienhebammen beteiligt. Welche zus\u00e4tzlichen\nQualifikationen ben\u00f6tigen Hebammen, um als Familienhebammen t\u00e4tig werden zu\nk\u00f6nnen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf jeden Fall braucht man\ndiese Qualifizierung, die vom Land angeboten wird, hier in Nordrhein-Westfalen umfasst\nsie 400 Stunden. Das ist ein bisschen unterschiedlich, es gibt eine\nMindestqualifikation von 200 Stunden, aber die meisten L\u00e4nder haben 400 Stunden\nund diese Qualifikation beinhaltet unterschiedliche Lerneinheiten,\nunterschiedliche Themen. <\/p>\n\n\n\n<p>Da muss man \u00fcber das\nSystemische Bescheid wissen, da muss man auch \u00fcber das Bild und \u00fcberhaupt \u00fcber\ndie Definition Familie wissen. Was bedeutet Familie, was ist eine Familie aus\ndem Soziologischen, aber auch aus dem rein Statistischen? Was ist eine Familie,\nwie bildet sich eine Familie ab? Das ist Thema oder eine Lerneinheit. <\/p>\n\n\n\n<p>Was Familienhebammen auch brauchen\nist Kommunikation. Wie kann ich mit Eltern gut und wertfrei kommunizieren wo\nm\u00f6glich? Also sowohl die gewaltfreie Kommunikation als auch die motivierende\nGespr\u00e4chsf\u00fchrung. Das sind Themen, die auch dann vorkommen und Themen wie die\nEntwicklung des Kindes. Themen wie Kindeswohlgef\u00e4hrdung sind auch ganz wichtig,\naber auch Themen wie Lebenswelt, Familie, so was verstehe ich unter Lebenswelt\nFamilie? <\/p>\n\n\n\n<p>Als Familienhebamme gehen\nwir in unterschiedliche Lebenswelten und es kommt sie nicht einzuengen, weil\nich sie nicht kenne, sondern einfach zu verstehen, die Lebenswelt Familie ist\nsehr divers und sehr vielf\u00e4ltig. Das sind so einige Themen,\nQualit\u00e4tsmanagement, Dokumentation, das sind einige Lerneinheiten, die eine\nFamilienhebamme braucht, um umfassend Familien begleiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Familienhebammen haben, noch mehr als Hebammen bei der\nGeburtsvorbereitung und der Geburt das gesamte Familiensystem im Blick. Dabei\nspielen V\u00e4ter, ob sie anwesend sind oder nicht, eine wichtige Rolle. In welchem\nUmfang wird diesem Thema bei der Aus- und Fortbildung von Familienhebammen\nRechnung getragen? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, die spielt eine\nwesentlich gr\u00f6\u00dfere Rolle als bei der origin\u00e4ren Hebammenausbildung. Es ist\ngewachsen, am Anfang war das Thema Vater oder V\u00e4ter vielleicht nicht so\npr\u00e4sent, aber in Nordrhein-Westfalen auf jeden Fall. Da ich die Qualifikation\nauch durchf\u00fchre, war das f\u00fcr mich von Anfang an ein sehr wichtiges Thema und es\nspielt eine wichtige Rolle. Also es gibt unter der Lerneinheit Lebenswelt\nFamilie auch Einheiten, wo das Thema V\u00e4ter, Vater, die Rolle des Vaters vorkommt.\nDas k\u00f6nnte vielleicht eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen. Aber sie spielt auf jeden\nFall im Vergleich zu der origin\u00e4ren Ausbildung, finde ich, eine sehr wichtige\nRolle, die man dann ausbauen muss. <\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Anbieter macht das\nein bisschen anders. Ich habe von Anfang an dabei auch M\u00e4nner wie Herrn Vonnoh eingeladen,\num \u00fcber das Thema zu sprechen. J\u00fcrgen Grah war auch lange Jahre in meinem\nQualifizierungskurs. Also f\u00fcr mich spielt es eine gr\u00f6\u00dfere Rolle, nicht nur zum\nThema Vater, sondern zum Thema \u00fcberhaupt Kind kriegen, schwanger sein. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn eine Frau mit\njemanden zusammen ist, dann ist der Partner auch zu sehen und auch\nwertzusch\u00e4tzen. Und auch die Fragestellung, wie k\u00f6nnen wir auch V\u00e4ter\nbefl\u00fcgeln, dass sie nicht nur sich als Ressource sich sehen, sondern sich auch als\nwichtiger Bestandteil diese Einheit, diese Triade zu sehen. Wir reden viel zu\nh\u00e4ufig dar\u00fcber, dass die V\u00e4ter eine Ressource sind. Ja, das stimmt, aber sie\nsind eine wichtige Person einfach, wenn sie da sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Und auch die\nunterschiedlichen Stile der V\u00e4ter. Wir haben unterschiedliche Modelle, wir\nhaben Modelle, die sind sehr patriarchal, die sind sehr f\u00fcrsorglich. Wir haben\nV\u00e4ter, die aus einem anderen Land kommen oder auch aus Deutschland kommen und\nein Verst\u00e4ndnis vom Vater sein \u00fcbernommen haben oder auch nicht. Und das auch\nzu verstehen, es gibt die unterschiedlichen Modelle von Vatersein, von V\u00e4tern.\nUnd das m\u00fcssen wir in den Kontext unserer allt\u00e4glichen Arbeit bringen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Familienhebammen sind ja\ndort im Einsatz, wo die fr\u00fchen Hilfen sagen: Da ist eine Familie, die hat einen\nbesonderen Unterst\u00fctzungsbedarf. Und da ist es vielfach so, dass aus dem\nBlickwinkel der Familienhebammen V\u00e4ter in dem Moment keine Ressource sind,\nsondern ein Teil eines Problems. Und es gibt auch Studien, wo Familienhebammen\nbeobachtet worden sind, die sagen, dass dann Familienhebammen dazu neigen,\ndieses \u201eProblem\u201c, also die V\u00e4ter, erst einmal auszuklammern und zu sagen, jetzt\ngucken wir doch erstmal, dass die Mutter mit dem Kind zurechtkommt. Und das\nProblem mit dem Vater, das k\u00f6nnen wir vielleicht sp\u00e4ter angehen. Wie sch\u00e4tzen\nSie das ein?<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, diese Konstellation\ngibt es auch, wo die V\u00e4ter eine ganz sch\u00f6ne Herausforderung sein k\u00f6nnen f\u00fcr die\nEntwicklung der Familie als solche, die gibt es auch. Ich schaue eher sehr\npositiv da hin, wenn die V\u00e4ter da sind, wie wir sie auch unterst\u00fctzen und wie\nwir sie auch befl\u00fcgeln und bef\u00e4higen k\u00f6nnen. Und bei den V\u00e4tern, die abwesend\nsind, sie sind manchmal nicht da, aber sind trotzdem im Ged\u00e4chtnis der Frau da,\nes ist trotzdem ein Thema. <\/p>\n\n\n\n<p>Und wenn die Frau mir auch\nzeigt, dass das f\u00fcr sie wichtig ist, auch wenn er nicht da ist, der wohnt\nwoanders, da versuche ich trotzdem ihn auch mit einzubinden in einem Gespr\u00e4ch\nmit der Frau. Mit der Fragestellung: Okay, was machen wir denn mit diesem\nVater, der nichts von seinem Kind wissen will? Ich frage die Frau, was ist ihre\nL\u00f6sung? Aber ich bin eher sehr positiv auch von der Erfahrung. Die V\u00e4ter, die\nda sind und wirklich auch mit einbezogen werden wollen, da habe ich sehr gute\nErfahrungen gemacht. <\/p>\n\n\n\n<p>Da, wo Gewalt\nm\u00f6glicherweise ein Thema ist da muss eine Frau gesch\u00fctzt werden. Und das mache\nich auch und dar\u00fcber sprechen wir in der Qualifizierung, wie das gehen kann.\nAlso was und worauf wir achten k\u00f6nnen. Aber eher positiv denken. Das Hebammen\noft f\u00fcr die Mutter da sind und der Vater ihnen egal ist &#8211; das ist er f\u00fcr mich\nnicht, das war f\u00fcr mich noch nie der Fall. Ich finde, wenn die V\u00e4ter da sind,\ndann sind sie so wertvoll und brauchen genauso eine Unterst\u00fctzung wie manche\nFrauen. <\/p>\n\n\n\n<p>Also Unterst\u00fctzung im\nSinne vom Familienleben, Unterst\u00fctzung bei Themen wie, was ist Bindung, wie\nkann ich das erm\u00f6glichen? Und wir wissen als Familienhebammen, dass V\u00e4ter die\nInformationen m\u00f6glicherweise anders aufnehmen als eine Frau? Sie brauchen m\u00f6glicherweise\nVideos, vielleicht auch Studien, vielleicht andere V\u00e4ter. Und da muss man\ngucken, wie kann ich diesen Vater erreichen mit dem, was er braucht auf seine\nArt und Weise? <\/p>\n\n\n\n<p>Und selbstverst\u00e4ndlich\nV\u00e4ter, die nicht gut f\u00fcr die Familie sind, wo die Frau sowieso mit dem nichts\nzu tun haben will. Ich versuche sie nicht mit einzubeziehen in der Begleitung,\nwenn die Frau von Anfang an das nicht will. Aber<a> ein\nabwesender Vater ist nicht immer ein Vater, der nicht gew\u00fcnscht ist<\/a>. Da\nmuss man schauen, wie ist das f\u00fcr die Frau und wie kann ich ihn einbeziehen in\nmeine T\u00e4tigkeiten. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche Erfahrungen haben Sie mit der Zielgruppe \u201ajugendliche\nV\u00e4ter\u2018 gemacht und welche zus\u00e4tzlichen Unterst\u00fctzungsbedarfe sehen sie bei den\nJugendlichen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, also gerade am Anfang\nmeiner T\u00e4tigkeit als Familienhebamme viel, viel mehr als jetzt, muss ich sagen.\nAber die Statistiken, also die Evidenzen, sprechen auch daf\u00fcr, dass jugendliche\nSchwangerschaften, die Zahlen runtergegangen sind. Aber am Anfang hatte ich\nsehr viel mit jugendlichen Eltern und jugendliche V\u00e4ter zu tun. Das war nicht\nimmer einfach, da manche von diesen Jugendlichen mit 15, 16, 17 Vater geworden\nsind. Und in ihrem Jugend sein und in ihrer Entwicklung und die Hormone und alles\nM\u00f6gliche nicht immer sehr gut zu erreichen waren. <\/p>\n\n\n\n<p>Was ich aber allerdings\ngemerkt habe damals und auch jetzt, wenn sie sehr jung sind, also unter 18 sind\noder unter 21, ihnen erstmal zu sagen, als Familienhebamme bin ich auch f\u00fcr sie\nzust\u00e4ndig, sie sind f\u00fcr mich auch wichtig. Und es gibt auch keine Frage, die zu\ndumm ist und es gibt auch keine Frage, die sie nicht stellen k\u00f6nnen. Also ihnen\nvon Anfang an zeigen, dass sie wichtig sind. Und gerade bei den Jugendlichen,\nbei den jugendlichen V\u00e4ter, ist das echt sehr wichtig, dass sie den Eindruck\nhaben, okay, sie ist nicht nur f\u00fcr meine Freundin da, sondern sie interessiert\nsich auch f\u00fcr mich. Sie also von Anfang an einzubeziehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber einfach ist es nicht,\neinfach ist es nicht, da braucht man einen langen Zeitraum, wo Vertrauen\nw\u00e4chst. Da muss man auch das \u201ejugendliche\u201c in dem Vater ansprechen und auch\nanerkennen und auch mit einbeziehen. Das hei\u00dft, dass, wenn er dar\u00fcber spricht,\ndass er am Wochenende mit seinen Freunden \u201edurch die Gemeinde ziehen m\u00f6chte\u201c,\ndas nicht zu verp\u00f6nen, sondern auch die Frage zu stellen, okay, wie kann das\ndenn gehen? Also wie stellst du dir das vor? Also bei den jugendlichen V\u00e4tern\nanzudocken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei den jugendlichen\nV\u00e4tern sind neben den Familienhebammen unter Umst\u00e4nden auch andere Hilfesysteme\neingebunden. Wie sch\u00e4tzen Sie das ein, sind diese Systeme auf jugendliche\nEltern vorbereitet oder sehen sie auch Handlungsbedarfe an Unterst\u00fctzung f\u00fcr\ndie Hilfesysteme selber?<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube, dass wir auf\neinem guten Weg sind im Vergleich zum Beginn meiner T\u00e4tigkeit, wo ich damit\nkonfrontiert worden bin auch mit anderen Systemen in Kontakt gekommen bin. Ich\nglaube, dass es trotzdem noch nicht ausreichend ist. Die Jugendhilfe und auch\nSozialarbeiter oder Sozialarbeit grunds\u00e4tzlich mit Jugendlichen, die braucht viel\nmehr Wissen dar\u00fcber, wie sie ticken und wie sie kommunikativ an sie herantreten\nk\u00f6nnen. Ich glaube, da k\u00f6nnen wir uns auf jeden Fall verbessern. Aber im Vergleich\nzu der 90iger-Jahren, wo ich angefangen habe, wo meiner Meinung nach in der\nJugendhilfe V\u00e4ter nicht so wertsch\u00e4tzend behandelt worden sind, sind wir auf\njeden Fall in einer guten Entwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zum Schluss ein Blick in die Zukunft. Viele junge Eltern\nw\u00fcnschen sich eine partnerschaftliche Aufteilung von unbezahlter Care und\nbezahlter Erwerbsarbeit. Die Weichen daf\u00fcr werden unmittelbar vor und nach der\nGeburt gestellt. Welchen Beitrag k\u00f6nnten Hebammen und Familienhebammen Ihrer\nMeinung nach leisten, um den Eltern die Verwirklichung dieses Wunsches zu\nerleichtern?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube, wir m\u00fcssen\ndazu viel, viel mehr \u00d6ffentlichkeitsarbeit machen, dass die jungen Familien\nwissen, was kommt da auf sie zu, gerade bei Familienhebammen. Aber auch die\norigin\u00e4re Hebamme einbeziehen, wir m\u00fcssen mehr \u00d6ffentlichkeitsarbeit machen im\nSinne von, wie k\u00f6nnen wir junge Eltern unterst\u00fctzen und nicht immer so sehr von\nder Mutter sprechen, sondern wirklich von jungen Eltern. <\/p>\n\n\n\n<p>Heutzutage haben wir auch\nden Transmann, der auch schwanger ist, hatten wir hier gerade vor ein paar\nMonaten. Das hei\u00dft, dass \u00e4ndert sich auch alles. Aber mehr\n\u00d6ffentlichkeitsarbeit zu machen auch im Sinne von, warum brauchen Kinder denn\nV\u00e4ter, welche Grundbed\u00fcrfnisse haben Kinder und was brauchen sie, um sich gut\nzu entwickeln? So eine Art Aufkl\u00e4rung zu machen in Form von einem Video\nvielleicht, nicht immer in Form von Vortrag oder Text. Aber solche bildlichen\nSachen zu entwickeln, die m\u00f6glicherweise junge Eltern auch mehr ansprechen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich erhoffe mir auch gerade\nbei den jungen Eltern, dass wir sie \u00fcber die Sozialen Medien anders erreichen\nk\u00f6nnen, das sind die Medien, wo wir sie finden. Wir m\u00fcssen uns \u00f6ffnen, Facebook,\nInstagram und TikTok, auch wenn man das nicht immer gut findet. Aber man kann\nauch seine Stimme benutzen, um die jungen Eltern auch anzusprechen, um ihnen\nHinweise zu geben. Ich habe damit angefangen und ich habe ja auf jeden Fall ein\nsupergutes Feedback von den jungen Eltern. <\/p>\n\n\n\n<p>Dieses kurz, knapp, aber\nKlarheit \u00fcber unterschiedliche Themen, Vitamin D, \u00fcber postpartalen Babyblues,\nwas man machen kann, \u00fcber Windeln wechseln. Junge Eltern m\u00fcssen wir dort\nabholen, wo sie sind und nicht wo wir denken wo sie sind. Und das auch unter\nanderem \u00fcber die sozialen Medien. Und dann k\u00f6nnen wir sie sicher machen, dann\nk\u00f6nnen wir sie stark machen. Mir ist es wichtig, dass die jungen Eltern wissen,\ndass wenn ich mit denen spreche, dass ich nicht so lehrhaft ankomme, dass sie\ngetriggert werden wie in der Schule. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte mit ihnen sprechen,\nso wie ich mit jedem anderen spreche. In der Regel geht es gut, manchmal geht\nes nicht gut. Wenn es nicht gut geht, muss ich mir auch eingestehen, ich kann\ndie Energie nicht aufbringen f\u00fcr dieses Paar. Und dann muss ich sie\nweiterleiten an ein anderes Angebot, an die Jugendhilfe oder dahin, wo sie die\nSache mehr ernst nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vielen Dank, dass sie sich\ndie Zeit f\u00fcr das Gespr\u00e4ch genommen haben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mehr Informationen zu Frau Jaque-Rodney finden Sie auf ihrer <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.jaque-rodney.de\/\" target=\"_blank\">Webseite<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.lag-vaeterarbeit.nrw\/2023\/07\/25\/ein-abwesender-vater-ist-nicht-immer-ein-vater-der-nicht-gewuenscht-ist\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Quelle (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit Jennifer Jaque-Rodney Frau Jaque-Rodney, sie arbeiten seit mehr als 30 Jahren als Familienhebamme und haben im Jahr 2000 das Netzwerk der Familienhebammen in Deutschland mitbegr\u00fcndet. 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