{"id":10388,"date":"2022-09-05T13:56:07","date_gmt":"2022-09-05T11:56:07","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=10388"},"modified":"2022-09-15T14:01:48","modified_gmt":"2022-09-15T12:01:48","slug":"paternal-leave-und-elternzeiten-fuer-vaeter-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2022\/09\/05\/paternal-leave-und-elternzeiten-fuer-vaeter-in-europa\/","title":{"rendered":"Paternal Leave und Elternzeiten f\u00fcr V\u00e4ter in Europa"},"content":{"rendered":"\n<p>Berufst\u00e4tige V\u00e4ter in der EU haben ab dem 23. August einen\nAnspruch auf zehn Tage Freistellung unmittelbar nach der Geburt. Eigentlich \u2026\nIn Deutschland wird die Vorschrift zun\u00e4chst nicht umgesetzt \u2013 Eltern seien\nhierzulande schon jetzt \u201ebessergestellt\u201c erkl\u00e4rt das zust\u00e4ndige Ministerium und\nverweist auf die zwei Partnermonate.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass es sich bei der obligatorischen Freistellung nach der\nGeburt um etwas grunds\u00e4tzlich anderes handelt, wird nicht ber\u00fccksichtigt.\nAbgesehen von der H\u00f6he der Lohnersatzleistung geht es um elementare\nWeichenstellungen in der Phase der Familiengr\u00fcndung. V\u00e4ter k\u00f6nnen sich von\nAnfang an als selbstwirksam erleben und erkennen, dass es die \u201ageborene Mutter\u2018\nnicht gibt. Ihre Partnerin und sie selbst erlernen den Umgang und die\nnotwendigen \u201aHandgriffe\u2018, indem sie sich auf das Kind einlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und was die vermeintliche Besserstellung angeht: In einer <a href=\"https:\/\/www.oecd.org\/els\/soc\/PF2_1_Parental_leave_systems.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Studie aus dem Jahr 2020 hat die\nOECD <\/a>die L\u00e4nge des Vaterschaftsurlaubs mit der in diesem Zeitraum\ngeleisteten Bezahlung ins Verh\u00e4ltnis gesetzt und errechnet, wie vielen Wochen\nvollbezahltem Urlaub dies entspr\u00e4che. Deutschland lag dabei mit 5,7\n\u201evollbezahlten\u201c Wochen im oberen Mittelfeld. Spitzenreiter innerhalb der EU\nsind laut diesem Papier Luxemburg (21,2 vollbezahlte Wochen), Portugal (12,5\nvollbezahlte Wochen) und Spanien (12 bzw. seit Anfang 2021 16 vollbezahlte\nWochen). <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Deutschland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland gilt seit 2007 eine Elterngeldregelung, die\n14 Monate bezahlte Elternzeit vorsieht. Es gilt der 12 plus 2 Grundsatz,\nmindestens zwei Monate m\u00fcssen von der jeweiligen Partnerin bzw. dem Partner in\nAnspruch genommen werden. Die obligatorischen zwei Mutterschaftsmonate nach der\nGeburt werden mit der Elternzeit verrechnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Elternzeitmonate k\u00f6nnen als sogenannte Basiselterngeld-\noder Elterngeldplusmonate genutzt werden. Durch diese Regelung kann die\nAufteilung der Elternzeit zwischen V\u00e4tern und M\u00fcttern flexibler gestaltet und\nmit einer Teilzeitt\u00e4tigkeit w\u00e4hrend der Elternzeit, erlaubt sind bis zu 32\nStunden, kombiniert werden. Als zus\u00e4tzlichen Anreiz f\u00fcr eine partnerschaftliche\nAufteilung der Erwerbs- und Familienarbeit gibt es den Partnerschaftsbonus, der\nf\u00fcr drei Monate in Anspruch genommen werden kann, wenn beide zwischen 24 und 32\nStunden pro Woche erwerbst\u00e4tig sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Elterngeld betr\u00e4gt 65 % des Nettoeinkommens des Vorjahres, mindestens 300 \u20ac und h\u00f6chstens 1.800 \u20ac pro Monat. Der Anteil der V\u00e4ter, die Elterngeld in Anspruch genommen haben, lag im Bundesdurchschnitt im 3. Quartal 2019 bei 44 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>D\u00e4nemark<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In D\u00e4nemark sind zum 1. August neue Regelungen zur\ngleichm\u00e4\u00dfigeren Verteilung der Elternzeit in Kraft getreten. F\u00fcr beide\nElternteile sind jetzt jeweils elf Wochen vorgesehen. Hinzu kommen insgesamt 26\nweitere bezahlte Wochen, die beliebig aufgeteilt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eltern haben jetzt einen gemeinsamen Anspruch auf insgesamt\n48 bezahlte Wochen Elternzeit. Bislang waren nur zwei davon f\u00fcr V\u00e4ter\nfestgeschrieben, f\u00fcr M\u00fctter 14. Das Elterngeld betr\u00e4gt durchschnittlich 52,4\nProzent des letzten Verdienstes.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2018 nahmen 78,3 Prozent der V\u00e4ter Elternzeit in\nAnspruch. Insgesamt hat sich der Anteil der V\u00e4ter, die Elternzeit nehmen, seit\n2015 kaum ver\u00e4ndert. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Finnland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Dauer des \u201ePaternity Leaves\u201c betr\u00e4gt 54 Arbeitstage\n(neun Wochen), davon kann der Vater bis zu 18 Tage in Anspruch nehmen, w\u00e4hrend\ndie Mutter im Mutterschafts- oder Elternurlaub ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Lohnersatz werden 70 Prozent bei einem Jahresverdienst\nzwischen 12.452 \u20ac und 39.144 \u20ac, 40 Prozent bei einem Verdienst von bis zu\n60.225 \u20ac und 25 % bei einem h\u00f6heren, gezahlt. Diejenigen, deren Jahres\nJahresverdienst vor der Geburt unter 12.452 \u20ac liegt, erhalten einen Mindestpauschalbetrag.\nIm Jahr 2020 erhielten 3,8 Prozent der V\u00e4ter die Mindestpauschale. W\u00e4hrend des\nVaterschaftsurlaubs d\u00fcrfen die V\u00e4ter nicht arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Ende des Mutterschaftsurlaubs k\u00f6nnen weiter 158 Tage\nElternzeit genommen werden. Es handelt sich um einen Familienanspruch, und die\nEltern k\u00f6nnen sich den Urlaub nach eigenem Ermessen aufteilen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frankreich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Dauer der Vaterschaftsfreistellung betr\u00e4gt 14\nArbeitstage, diese muss innerhalb der ersten vier Monate nach der Geburt\ngenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verg\u00fctung betr\u00e4gt 100 Prozent des Verdienstes, bis zu\neiner Verdienstgrenze von 3.428 Euro pro Monat. Im \u00f6ffentlichen Sektor wird der\nUrlaub voll bezahlt, d. h. es gibt keine Obergrenze. In der Privatwirtschaft\nzahlen einige Arbeitgebende, insbesondere gr\u00f6\u00dfere Unternehmen das Gehalt\nebenfals in voller H\u00f6he weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis das Kind drei Jahre alt ist. besteht ein individueller\nAnspruch auf Elternzeit, d. h. sowohl Mutter als auch Vater k\u00f6nnen sie, ggf.\nauch gleichzeitig, in Anspruch nehmen. In dem Fall wird ein \u201eErziehungsgeld&#8220;\ngezahlt. Die H\u00f6he ist unter anderem davon abh\u00e4ngig, ob und in welchem Umfang Vater\noder Mutter arbeiten. Die Grundleistung betr\u00e4gt 398,40 \u20ac pro Monat, wenn sie\nnicht arbeiten; 257,55 \u20ac pro Monat, wenn sie weniger als die H\u00e4lfte der\nVollzeitarbeitszeit arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>95 Prozent der V\u00e4ter im Vaterschaftsurlaub nehmen alle Tage\nin Anspruch, etwa zwei Drittel der anspruchsberechtigten V\u00e4ter haben im Jahr\n2016 diese Freistellung genommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gro\u00dfbritannien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dauer der Vaterschaftsfreistellung betr\u00e4gt im Vereinigten\nK\u00f6nigreich eine oder zwei Wochen. Eine Woche entspricht dabei der Anzahl der\nTage, die der Arbeitnehmer normalerweise in einer Woche arbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Verg\u00fctet wird diese Zeit mit einer Pauschalzahlung in H\u00f6he\nvon 151,97 GBP pro Woche oder 90 Prozent des durchschnittlichen\nWochenverdienstes, wenn dieser geringer ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Elternzeit kann erst nach der Geburt des Kindes beginnen\nund muss innerhalb von 56 Tagen nach der Geburt des Kindes oder innerhalb von\nacht Wochen nach dem Geburtstermin enden, wenn das Kind zu fr\u00fch geboren wurde.\nSie muss in einem St\u00fcck genommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Island<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Gesetz unterscheidet nicht zwischen Mutterschafts-,\nVaterschafts- und Elternurlaub, sondern spricht nur von \u201eGeburtsurlaub&#8220;.\nDavon sind seit 2021 sechs Monate f\u00fcr M\u00fctter und sechs Monate f\u00fcr V\u00e4ter\nvorgesehen, wobei jeder Elternteil bis zu sechs Wochen auf den anderen\n\u00fcbertragen kann. Davor galt die Regel drei Monate f\u00fcr die Mutter, drei f\u00fcr den\nVater und drei zur freien Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Bezahlt wird w\u00e4hrend dieser Zeit 80 % des durchschnittlichen\nGesamteinkommens der Person bis zu einem H\u00f6chstbetrag von 4.080 \u20ac pro Monat.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2017 nahmen 86,4 Prozent der V\u00e4ter eine Elternzeit\nin Anspruch, wobei sie durchschnittlich 91 Tage nahmen (im Vergleich zu 180 f\u00fcr\nM\u00fctter). <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Niederlande<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Dauer der Freistellung nach der Geburt entspricht der w\u00f6chentlichen\nAnzahl der Arbeitsstunden Vaters. Bei einer Vollzeitbesch\u00e4ftigung von 38\nStunden ergibt sich beispielsweise ein Urlaubsanspruch von 38 Stunden (d. h.\neine Woche).<\/p>\n\n\n\n<p>Der zus\u00e4tzlichen Geburtsurlaub betr\u00e4gt das F\u00fcnffache der\nAnzahl der Arbeitsstunden pro Woche, bis zu einer H\u00f6chstdauer von f\u00fcnf Wochen.\nBei einer Vollzeitbesch\u00e4ftigung von 40 Stunden pro Woche ergibt sich beispielsweise\nein Anspruch auf einen zus\u00e4tzlichen Urlaub von f\u00fcnf Wochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Woche wird vom Arbeitgeber mit 100 % des\nVerdienstes bezahlt, Es gibt keine Obergrenze f\u00fcr die Zahlungen. Die Wochen des\nZusatzurlaubs werden von der Versicherungsanstalt f\u00fcr Angestellte mit 70 % des\nVerdienstes bezahlt, mit einer Obergrenze von 70 % des t\u00e4glichen H\u00f6chstlohns\nvon derzeit 223,40 \u20ac.<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Woche kann innerhalb von vier Wochen nach der\nGeburt des Kindes genommen werden. Die zus\u00e4tzlichen Wochen k\u00f6nnen flexibel innerhalb\nvon sechs Monaten nach der Geburt des Kindes genommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2019 nahmen 83 Prozent der V\u00e4ter den Urlaub direkt\nnach der Geburt ihres Kindes, das waren etwas weniger als 2017 (86 Prozent).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Norwegen<\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Norwegen ist der Elternurlaub in drei Teile aufgeteilt &#8211; einen Teil f\u00fcr\ndie Mutter, einen Teil f\u00fcr den Partner und einem Teil, der frei zwischen beiden\nElternteilen aufgeteilt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>V\u00e4ter und M\u00fctter k\u00f6nnen entscheiden, ob Sie 49 Wochen lang Elterngeld bei\nvollem Gehalt oder 59 Wochen lang bei 80 % Gehalt beziehen m\u00f6chten. Die von\nIhnen getroffene Wahl gilt f\u00fcr beide Elternteile und kann nicht mehr ge\u00e4ndert\nwerden, sobald die Elternzeit begonnen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die so genannte \u201eVaterschaftsquote\u201c betr\u00e4gt 15 Wochen. Nimmt der Partner\ndiesen Urlaub nicht in Anspruch, wird er widerrufen. Wenn der Partner zu krank\nist, um sich um das Kind zu k\u00fcmmern, kann die Mutter beantragen, das v\u00e4terliche\nKontingent zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gemeinsame Zeit des Urlaubs kann von den Eltern frei aufgeteilt werden.\nEr betr\u00e4gt 16 oder 26 Wochen, je nachdem, ob Sie sich f\u00fcr 80 oder 100 Prozent\nBezahlung entschieden haben. Die Mutter muss arbeiten, wenn ihr Partner w\u00e4hrend\ndieses gemeinsamen Zeitraums Elternzeit nimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Partner haben zus\u00e4tzlich zur v\u00e4terlichen Quote Anspruch auf zwei Wochen\nVaterschaftsfreistellung nach der Geburt eines Kindes. Es besteht jedoch kein\ngesetzlicher Anspruch auf Bezahlung w\u00e4hrend dieser zwei Wochen, aber viele\nArbeitgeber zahlen w\u00e4hrend dieser Zeit ein regul\u00e4res Gehalt. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Inanspruchnahme der Elternzeit in Norwegen durch V\u00e4ter betr\u00e4gt etwa 89\nProzent.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00d6sterreich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit M\u00e4rz 2017 haben V\u00e4ter Anspruch auf einen\n\u201eFamilienzeitbonus&#8220;, eine Geldleistung f\u00fcr erwerbst\u00e4tige V\u00e4ter, die ihre\nErwerbst\u00e4tigkeit im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber f\u00fcr 28 bis 31 Tagen\ninnerhalb von 3 Monaten nach der Geburt des Kindes unterbrechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit September 2019 haben alle erwerbst\u00e4tigen V\u00e4ter, die mit\nMutter und Kind in einem Haushalt leben Haushalt mit Mutter und Kind leben,\neinen Rechtsanspruch auf einen Monat Vaterschaftsurlaub, wenn sie vor der\n\u201eFamilienzeit&#8220; mindestens 182 Kalendertage erwerbst\u00e4tig waren. <\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich gibt es eine Elternkarenz von zwei Jahren. Die\nKarenzzeit kann maximal zweimal zwischen beiden Elternteilen aufgeteilt, wobei\nein Teil mindestens 2 Monate dauern muss, verg\u00fctet wird diese Zeit mit dem\n\u201eKinderbetreuungsgeld\u201c. Wenn beide Elternteile diese Leistung in Anspruch\nnehmen (mindestens 20 % der beantragten Tage sind nicht \u00fcbertragbar), kann das\nGeld innerhalb eines Zeitraums zwischen 456 Tagen (bei einem Tagesbetrag von\n33,88 \u20ac) und 1.063 Tagen (bei einem Tagesbetrag von 14,53 \u20ac) genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Familienzeitbonus bel\u00e4uft sich auf 22,60 \u20ac pro\nKalendertag. Entscheidet sich der Vater jedoch sp\u00e4ter f\u00fcr den Bezug des\nKinderbetreuungsgeldes, wird die Leistung um den Betrag des Familienzeitbonus\ngek\u00fcrzt, den er unmittelbar nach der Geburt erhalten hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit erhalten etwa 8 Prozent aller V\u00e4ter w\u00e4hrend ihres\nVaterschaftsurlaubs den \u201eFamilienzeit-Bonus&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schweden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Schweden gibt es 10 Tage Partnerschaftsfreistellung. Sie sind daf\u00fcr\ngedacht, dass der andere Elternteil (oder die Betreuungsperson) bei der\nEntbindung dabei ist, sich um \u00e4ltere Geschwister k\u00fcmmert, w\u00e4hrend die Mutter im\nKrankenhaus ist, und\/oder sich an der Kinderbetreuung beteiligt, wenn die\nMutter nach Hause kommt. Meistens wird dies vom Vater des Kindes in Anspruch\ngenommen und wurde fr\u00fcher \u201eVatertage&#8220; genannt. <\/p>\n\n\n\n<p>Bezahlt wird f\u00fcr diesen Zeitraum 77,6 Prozent des Verdienstes bis zu einer\nVerdienstgrenze von 35.678 \u20ac pro Jahr. Die Zahlungen werden von der schwedischen\nSozialversicherungsanstalt geleistet.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen beide Elternteile zusammen 480 Tage freinehmen, um\nsich um die Kinder zu k\u00fcmmern. Verg\u00fctet wird diese Zeit mit bis zu 80 Prozent\ndes Gehalts. 300 Tage k\u00f6nnen sich die Eltern dabei v\u00f6llig frei aufteilen. <\/p>\n\n\n\n<p>Eltern mit gemeinsamem Sorgerecht haben Anspruch auf jeweils\n240 Tage Elterngeld, wobei einige Tage zwischen ihnen \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen,\nw\u00e4hrend andere nicht \u00fcbertragbar sind. F\u00fcr jeden Elternteil sind 195 der 240\nElternzeittage einkommensabh\u00e4ngig. F\u00fcr Kinder, die nach 2016 geboren wurden,\nk\u00f6nnen 90 dieser Tage nicht auf den anderen Elternteil \u00fcbertragen. <\/p>\n\n\n\n<p>Eltern, die Anspruch auf einkommensbezogene Leistungen\nhaben, werden 195 Tage zu 77,6 % des Verdienstes bis zu einer j\u00e4hrlichen Obergrenze\nvon 47.571,04 \u20ac bezahlt. Im Jahr 2020 nahmen rund 76,5 Prozent der V\u00e4ter,\ngleichgeschlechtlicher Partner oder andere benannten Personen die Elternzeit in\nAnspruch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schweiz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schweizer V\u00e4ter haben seit dem 1. Januar 2021 Anspruch auf 2\nWochen bezahlten Vaterschaftsurlaub.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Anspruch erm\u00f6glicht einen Anspruch von 10 Tagen, wobei\ndiese am St\u00fcck oder in einzelnen Tagen bezogen werden k\u00f6nnen. Der Bezug hat\ninnerhalb von 6 Monaten nach der Geburt des Kindes zu erfolgen. Der Anspruch\nbesteht zus\u00e4tzlich zum normalen Urlaubsanspruch.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Erwerbsausfall aufgrund\nder zus\u00e4tzlichen Arbeitsfreien Zeit wird entsch\u00e4digt. Sie kommt den V\u00e4tern\nzugute, wenn sie die folgenden Voraussetzungen erf\u00fcllen: Erwerbst\u00e4tigkeit zum\nGeburtszeitpunkt, entweder als Arbeitsnehmer oder als Selbstst\u00e4ndige, in den 9\nMonaten vor der Geburt in der Arbeits- und Rentenversicherung obligatorisch\nversichert und in diesem Zeitraum f\u00fcr mindestens 5 Monate erwerbst\u00e4tig waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Erwerbsersatz entspricht jenem f\u00fcr M\u00fctter im Mutterschaftsurlaub,\nn\u00e4mlich 80 Prozent des durchschnittlichen Erwerbseinkommens vor der Geburt,\nh\u00f6chstens jedoch 196 CHF pro Tag. Im Normalfall wird der Lohn durch den\nArbeitgeber bezahlt, der den Betrag erstattet bekommt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spanien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem 1. Januar 2021 steht V\u00e4tern in Spanien genauso viel\nElternzeit wie M\u00fcttern zu. Mit der Besonderheit, dass diese Zeit nicht auf die\nM\u00fctter \u00fcbertragbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p>V\u00e4ter haben damit Anspruch auf 16 Wochen Elternzeit. Die\nersten sechs Wochen direkt nach der Geburt m\u00fcssen V\u00e4ter nehmen, die restlichen\nzehn Wochen k\u00f6nnen sie bis zum 1. Geburtstag des Kindes am St\u00fcck oder als\neinzelne Wochen nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die 16 Wochen erhalten sie einen vollen Lohnausgleich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Faktoren die die Inanspruchnahme von \u201ePaternal Leave\u201c und\nElternzeiten durch V\u00e4ter beg\u00fcnstigen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>(Eltern-) Zeiten die f\u00fcr die V\u00e4ter reserviert\nsind<\/li><li>H\u00f6he der Verg\u00fctung w\u00e4hrend der Elternzeit<\/li><li>Gleichstellungsorientierte Familienpolitik<\/li><li>V\u00e4terbewusste Unternehmenskulturen <\/li><li>Berufst\u00e4tigkeit und -orientierung der Partnerin<\/li><li>Zuschreibung von Kompetenzen und Bedeutung als\nVater<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Und zum Schluss noch eine Anmerkung zu der Bezeichnung \u201aUrlaub\u2018,\nder w\u00f6rtlichen \u00dcbersetzung von \u201aLeave\u2018. Es geht um eine arbeitsrechtliche\nEinordnung, Urlaub bedeutet eine voll verg\u00fctete, zeitlich befristete Freistellung\nvon der Arbeit mit dem Recht im Anschluss am selben Arbeitsplatz weiter t\u00e4tig\nsein zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berufst\u00e4tige V\u00e4ter in der EU haben ab dem 23. August einen Anspruch auf zehn Tage Freistellung unmittelbar nach der Geburt. Eigentlich \u2026 In Deutschland wird die Vorschrift zun\u00e4chst nicht umgesetzt \u2013 Eltern seien hierzulande schon jetzt \u201ebessergestellt\u201c erkl\u00e4rt das zust\u00e4ndige Ministerium und verweist auf die zwei Partnermonate. 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