{"id":10384,"date":"2022-09-14T18:53:32","date_gmt":"2022-09-14T16:53:32","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=10384"},"modified":"2022-09-14T18:54:26","modified_gmt":"2022-09-14T16:54:26","slug":"es-geht-nur-gemeinsam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2022\/09\/14\/es-geht-nur-gemeinsam\/","title":{"rendered":"# Es geht nur gemeinsam"},"content":{"rendered":"\n<p>Die digitale und kulturelle Transformation eines Gesch\u00e4ftsbereichs starten und umsetzen, dabei eine inspirierende und motivierende F\u00fchrungskraft sein, eine Partnerschaft auf Augenh\u00f6he f\u00fchren und \u00fcber allem ein aktiver Vater die beiden S\u00f6hne sein. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/working-dad.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10385\" width=\"428\" height=\"677\" srcset=\"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/working-dad.jpg 506w, https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/working-dad-190x300.jpg 190w\" sizes=\"(max-width: 428px) 100vw, 428px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>In seinem Buch \u201aWorking Dad, Vereinbarkeit von Familie und\nKarriere leben\u2018 beschreibt Roman Gaida ehrlich und authentisch seinen Weg, den\ner gegangen ist, um das alles hinzubekommen aber auch seine \u00c4ngste und Zweifel,\nmit denen er sich an entscheidenden Abzweigungen auseinandergesetzt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erfahrungen, die er dabei gemacht hat beschreibt er\nausf\u00fchrlich und l\u00e4sst den Leser und nat\u00fcrlich auch die Leserinnen daran teilhaben.\nAm Ende fast jedes der 45 Kapitel gibt es \u201aTools\u2018. Hacks\u2018 oder Checklisten, die\nden Abschnitt zusammenfassen und leicht anwendbare Werkzeuge darstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Anfang steht diese Erkenntnis \u201eWas einem auch niemand sagt,\nist, wie es einen Mann ver\u00e4ndert, wenn er Vater wird. Nat\u00fcrlich nehmen wir uns\nvor, ein guter Vater zu sein. Ein Vater, der da ist, sich um die Familie\nk\u00fcmmert und trotzdem weiter an seiner Karriere schraubt. Aber die Realit\u00e4t\nsieht ganz anders aus.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist es, dass jeder Vater f\u00fcr sich entscheidet, was f\u00fcr ihn\nSinn macht oder besser noch die Leidenschaft brennt. Und \u201evor allem f\u00fcr uns\nV\u00e4ter ist es an der Zeit, Karriere neu zu definieren \u2013 weg von\ngesellschaftlichen Normen und vermeintlichen Selbstverst\u00e4ndlichkeiten hin zu\nindividuellen Lebensmodellen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dies ist ja in einer Partnerschaft nicht nur eine Karriere,\neine berufliche Entwicklung. Es geht darum, in einem kurzen Lebensabschnitt,\nder Rushhour des Lebens, die Beziehung zur Partnerin, die Bindung zu den\nKindern und die Verantwortung im Job in einen guten Rhythmus zu bekommen. Karriere\nist n\u00e4mlich auch, und das steht nicht im Buch, wenn die Beziehung h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Beziehung zu den Kindern braucht vor allem Zeit, \u201edie Entscheidung\nf\u00e4llt auf dem Spielplatz\u201c zitiert der Autor Bj\u00f6rn S\u00fcffke. Wichtig sei die emotionale Pr\u00e4senz als Vater,\n\u201edie wir nur in allen Facetten des t\u00e4glichen Lebens bieten\nk\u00f6nnen. \u2026 Unsere Gef\u00fchle, die\nsch\u00f6nen und eben auch die nicht so sch\u00f6nen, unsere \u00c4ngste, Freuden, Trauer \u2013 und ja, auch wenn wir mal nicht\nmehr weiterwissen \u2013 machen uns zu einem Menschen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr m\u00fcssen Entscheidungen getroffen werden und die haben\nKonsequenzen bzw. einen Preis. Eine Entscheidung, die jeder werdende Vater f\u00fcr\nsich und gemeinsam mit seiner Partnerin treffen muss, und zwar rechtzeitig, ist\ndie Inanspruchnahme der Elternzeit und die Verteilung von bezahlter Erwerbs-\nund unbezahlter Familienarbeit, die faire Aufteilung von Financial und Mental\nLoad<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWenn wir erst miteinander dar\u00fcber sprechen, wer sich nun zu Hause\num alles k\u00fcmmern soll, wenn das Baby schon da ist, dann sind Chaos und eine\nBeziehungskrise vorprogrammiert. Mama bleibt zu Hause, und Papa geht zur\nArbeit. In einigen F\u00e4llen mag das beide auf Dauer gl\u00fccklich machen, aber in\nvielen F\u00e4llen eben nicht. Weder V\u00e4ter noch M\u00fctter wollen sich heute in die\nSchublade der alten Geschlechterrolle quetschen lassen, um stillschweigend\nVorgelebtes zu wiederholen. M\u00fctter m\u00f6chten v\u00f6llig zu Recht ihre ebenfalls\nm\u00fchsam aufgebaute Karriere nicht ganz begraben. V\u00e4ter wollen nicht das\nGewohnheitsrecht der F rauen auf die Kindererziehung akzeptieren. Neue V\u00e4ter\nbrauchen auch neue M\u00fctter. Kommunikation und Abstimmung bereits vor dem ersten\nKind kann helfen, nicht in diese Vereinbarkeitsfalle zu tappen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist auch seit \u00fcber 25 Jahren ein Grundsatz meiner\nBeratungsarbeit in dem Feld. Diese Fragen m\u00fcssen auf Augenh\u00f6he verhandelt\nwerden, wenn beide im Job sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Und was die Elternzeit angeht, braucht es auch 15 Jahre nach ihrer\nEinf\u00fchrung in Deutschland noch viel Ermutigung. Gaida hat sie nach der Geburt\nseiner beiden S\u00f6hne nicht in Anspruch genommen. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNicht weil mich mein neuer Arbeitgeber davon abgehalten h\u00e4tte\noder die Signale daf\u00fcr negativ waren, sondern schlichtweg, weil ich Angst\nhatte, es k\u00f6nnte alles, was ich mir bis dahin aufgebaut hatte, zerst\u00f6ren. Seit\nmeiner Zeit an der Maschine in Schichtarbeit hatte ich so viel investiert, um\nim Management zu landen. Das wollte ich jetzt nicht leichtfertig verspielen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dieser Angst Mit der Angst, stehe er jedoch nicht allein da und\nf\u00fchrt eine Befragung der Soziolog:innen Thordis Reimer und Mechthild Oechsle aus dem Jahr 2017 an, nach der 45%\nder V\u00e4ter bef\u00fcrchten, das eine\nElternzeit sich negativ auf ihre berufliche Entwicklung auswirken k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das dem\nnicht so ist hat ein Jahr zuvor Mareike B\u00fcnning, wissenschaftliche\nMitarbeiterin am Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung (WZB), in\neiner Studie herausgefunden. Wenn V\u00e4ter Elternzeit nehmen, wirkt sich das nicht\nnegativ auf die Entwicklung ihrer L\u00f6hne aus. W\u00e4hlen V\u00e4ter dagegen Teilzeit, um\nBeruf und Familie besser zu verbinden und mehr Zeit f\u00fcr ihre Kinder zu haben,\nm\u00fcssen sie mit Lohneinbu\u00dfen und Karrierenachteilen rechnen. Schon 2015\nberichtet das Forschungsinstitut Sowitra in einer Studie: \u201eLangfristige\nberufliche Nachteile f\u00fcr die Elterngeldv\u00e4ter sind laut der Studie kaum\nnachweisbar. Mit vor\u00fcbergehenden Beeintr\u00e4chtigungen sei allerdings durchaus zu\nrechnen. Jeder zehnte Befragte berichtet von tempor\u00e4ren Auswirkungen auf den\nKarriereverlauf, wobei die Gefahr mit der Dauer der Elterngeldnutzung ansteigt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Roman Gaida thematisiert diese Ambivalenzen jedoch auch und\nreflektiert seine Verantwortung als F\u00fchrungskraft an dieser Stelle: \u201e#1 Zu\nerfahren, dass man Vater wird, ist der sch\u00f6nste Moment im Leben eines Mannes.\nDenk daran, wenn der n\u00e4chste Mitarbeiter zu dir kommt und dir freudig davon\nerz\u00e4hlt, dass er Vater wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>In den weiteren drei Teilen geht es dann um die Themen \u201aFamilienfreundlichkeit:\nWin-Win f\u00fcr Unternehmen und Leadership\u2018, \u201aFamilie\u2018 und \u201aMe-Time\u2018, in denen der\nAutor sein F\u00fcllhorn an Fragen, Erfahrungen und Tipps aussch\u00fcttet. Einer der\nletzten, meines Erachtens aber sehr wichtigen im Abschnitt \u201aVergesst euch nicht\nals Paar\u2018 lautet \u201eNur wenn beide\ngl\u00fccklich sind und sowohl berufliche als auch private\nBed\u00fcrfnisse befriedigt werden,\nist Vereinbarkeit m\u00f6glich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch ist am 14. September beim Campus Verlag erschienen, hat 224 Seiten und kostet 24 \u20ac.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.lag-vaeterarbeit.nrw\/2022\/09\/14\/es-geht-nur-gemeinsam\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Quelle (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die digitale und kulturelle Transformation eines Gesch\u00e4ftsbereichs starten und umsetzen, dabei eine inspirierende und motivierende F\u00fchrungskraft sein, eine Partnerschaft auf Augenh\u00f6he f\u00fchren und \u00fcber allem ein aktiver Vater die beiden S\u00f6hne sein. 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