{"id":10245,"date":"2022-01-14T13:42:11","date_gmt":"2022-01-14T12:42:11","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=10245"},"modified":"2022-01-30T13:45:14","modified_gmt":"2022-01-30T12:45:14","slug":"mehr-elternzeit-fuer-vaeter-ist-ueberfaelliger-und-guter-schritt-nach-vorne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2022\/01\/14\/mehr-elternzeit-fuer-vaeter-ist-ueberfaelliger-und-guter-schritt-nach-vorne\/","title":{"rendered":"Mehr Elternzeit f\u00fcr V\u00e4ter ist \u00fcberf\u00e4lliger und guter Schritt nach vorne"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Interview mit der WELT \u00e4u\u00dfert\nsich die neue Familienministerin Anne Spiegel zu ihren Pl\u00e4nen f\u00fcr die kommenden\nvier Jahre. Auf der Agenda stehen einige der Punkte, die auch die LAG\nV\u00e4terarbeit in NRW seit langem anmahnt. Dies sind zum Beispiel die\nVaterschaftsfreistellung, die Weiterentwicklung der Elternzeit und Reformen im\nUnterhalts- und Umgangsrecht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/anne-spiegel-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10246\" width=\"497\" height=\"331\" srcset=\"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/anne-spiegel-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/anne-spiegel-300x200.jpg 300w, https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/anne-spiegel-768x512.jpg 768w, https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/anne-spiegel.jpg 1986w\" sizes=\"(max-width: 497px) 100vw, 497px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>WELT: <\/strong>Um mehr\nPartnerschaftlichkeit in der Kindererziehung zu erreichen, plant die\nAmpel-Koalition einen Monat mehr V\u00e4terzeit in der Elternzeit. Ist das nicht zu\nkurz gesprungen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spiegel: <\/strong>Es ist zun\u00e4chst\nmal ein \u00fcberf\u00e4lliger und guter Schritt nach vorne, dass wir die Partnermonate\num einen Monat erweitern wollen. Man kann jetzt bedauern, dass wir nicht mehr\ntun. Ich tendiere zu einer anderen Sicht. Wir haben uns mit dem\nKoalitionsvertrag wirklich viel vorgenommen, und ich kann es kaum erwarten,\njetzt loszulegen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>WELT: <\/strong>\u00dcberf\u00e4llig ist auch\ndie Umsetzung der EU-Richtlinie f\u00fcr einen zweiw\u00f6chigen Vaterschaftsurlaub nach\nder Geburt. Warum kommt Deutschland damit so sp\u00e4t?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spiegel: <\/strong>Das m\u00fcssen Sie\ndie Vorg\u00e4ngerregierung fragen. Ich habe mich schon als Landesfamilienministerin\nin Rheinland-Pfalz daf\u00fcr eingesetzt. Die Zeit nach der Geburt ist so\nentscheidend und wichtig, dass es selbstverst\u00e4ndlich sein sollte, wenn beide\nEltern beim Baby sein k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>WELT: <\/strong>Kinder wachsen in\nverschiedenen Familienkonstellationen auf. Vor allem Patchwork- und\nStieffamilien sind auf dem Vormarsch \u2013 ohne dass die sozialen Eltern\nirgendwelche Rechte haben. Wie wollen Sie das \u00e4ndern?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spiegel: <\/strong>Das ist f\u00fcr mich\nein absolutes Herzensthema. Es ist dringend erforderlich, dass wir die\nrechtlichen Rahmenbedingungen an die gesellschaftliche Realit\u00e4t anpassen. In\nPatchwork-Familien wird oft selbstverst\u00e4ndlich Verantwortung f\u00fcreinander\n\u00fcbernommen. Das muss rechtlich abgesichert werden. Wir brauchen ein kleines\nSorgerecht f\u00fcr \u201eBonuseltern\u201c, wie ich sie gerne nenne. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen auch endlich daf\u00fcr\nsorgen, dass lesbische M\u00fctter, die zusammen ein Kind bekommen, von Anfang an\ndie rechtliche Anerkennung als Eltern bekommen. Und wenn der biologische Vater\nzum Beispiel aus dem Freundeskreis kommt, sollte auch er die M\u00f6glichkeit\nbekommen, aktiv seine Vaterrolle wahrzunehmen. \u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>WELT: <\/strong>Auch die bereits\nexistierenden Familienformen sind schon anf\u00e4llig f\u00fcr Br\u00fcche. Ein Gro\u00dfteil der\nKinder erlebt die Trennung der Eltern \u2013 Streit um Unterhalt und Betreuung\ninklusive. Was wollen Sie f\u00fcr diese Trennungskinder tun?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spiegel: <\/strong>Vor allem wollen\nwir die Trennungs- und Konfliktberatung verbessern und Eltern dabei helfen, das\nf\u00fcr sie richtige Betreuungsmodell zu finden, zum Beispiel das Wechselmodell.\nDenn auch nach einer Trennung gibt es viele M\u00f6glichkeiten, sich die Betreuung\nf\u00fcr die Kinder partnerschaftlich aufzuteilen. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine Trennung ist eine\nemotionale Ausnahmesituation, da kann es helfen, sich von Profis beraten zu\nlassen. Idealerweise einigt man sich danach au\u00dfergerichtlich auf ein Modell der\nBetreuung, das dem Kindeswohl am besten entspricht. Wir wollen\nPartnerschaftlichkeit und die geteilte Verantwortung f\u00fcr Erwerbs- und\nSorgearbeit auch in Trennungsfamilien unterst\u00fctzen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>WELT: <\/strong>Ein solcher\nParadigmenwechsel w\u00fcrde gro\u00dfe Reformen erfordern. L\u00e4sst sich das in dieser\nLegislaturperiode auf die Beine stellen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spiegel: <\/strong>Das ist auf\njeden Fall der Plan. Es ist ein sehr komplexes Vorhaben, da vom Umgangsrecht\n\u00fcber Unterhaltsregelungen bis zum Steuer- und Melderecht viele Bereiche\ntangiert sind. Aber der Wille ist da. Wir wollen das jetzt anpacken.\nHoffentlich schaffen wir es parallel, die Kinderrechte im Grundgesetz zu\nverankern. Das w\u00e4re eine gute Grundlage, solche Prozesse im Sinne der Kinder zu\ngestalten. \u2026<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.bmfsfj.de\/bmfsfj\/aktuelles\/reden-und-interviews\/anne-spiegel-ich-moechte-moeglichst-viele-familien-aus-der-armut-holen-192278\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Quelle (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Interview mit der WELT \u00e4u\u00dfert sich die neue Familienministerin Anne Spiegel zu ihren Pl\u00e4nen f\u00fcr die kommenden vier Jahre. Auf der Agenda stehen einige der Punkte, die auch die LAG V\u00e4terarbeit in NRW seit langem anmahnt. Dies sind zum Beispiel die Vaterschaftsfreistellung, die Weiterentwicklung der Elternzeit und Reformen im Unterhalts- und Umgangsrecht. 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