{"id":10087,"date":"2020-08-11T10:56:53","date_gmt":"2020-08-11T10:56:53","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=10087"},"modified":"2020-08-11T10:56:55","modified_gmt":"2020-08-11T10:56:55","slug":"vaeter-sollen-weiterhin-einen-antrag-stellen-muessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2020\/08\/11\/vaeter-sollen-weiterhin-einen-antrag-stellen-muessen\/","title":{"rendered":"V\u00e4ter sollen weiterhin einen Antrag stellen m\u00fcssen"},"content":{"rendered":"\n<p>Fast eineinhalb Jahre hat eine Arbeitsgruppe von acht\nFamilienrechtler_innen aus Wissenschaft, Justiz und Anwaltschaft im Auftrag des\nJustizministeriums dar\u00fcber beraten, wie das zuletzt 1998 umfassend ge\u00e4nderte\nSorge- und Umgangsrecht modernen Betreuungsmodellen und ge\u00e4nderten\nLebenswirklichkeiten vieler Familie angepasst werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ergebnis waren <a href=\"https:\/\/www.bmjv.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/News\/Artikel\/102919_Thesen_AG_SorgeUndUmgangsrecht.pdf;jsessionid=0779DCF34959841BD79FA1B0F7565013.2_cid324?__blob=publicationFile&amp;v=1\">50 Thesen\nund Empfehlungen<\/a>, die eine grundlegende Reform des geltenden\nKindschaftsrechts bedeuten w\u00fcrden. Manche von ihnen bergen politisches Konfliktpotential.\nEines der Ergebnisse. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"388\" src=\"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/gemeinsame_Sorge-1024x388.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10088\" srcset=\"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/gemeinsame_Sorge-1024x388.png 1024w, https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/gemeinsame_Sorge-300x114.png 300w, https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/gemeinsame_Sorge-768x291.png 768w, https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/gemeinsame_Sorge.png 1145w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die elterliche Sorge sollte den rechtlichen Eltern eines\nKindes von Anfang an gemeinsam zustehen. Auch unverheiratete V\u00e4ter, deren\nVaterschaft rechtlich anerkannt ist, sollen k\u00fcnftig mit Geburt des Kindes wie\ndie Mutter automatisch sorgeberechtigt sein. Bislang bedurfte es hierf\u00fcr einer\ngemeinsamen Sorgeerkl\u00e4rung beider Eltern. Weigerte sich die Mutter, mit dem\nVater das Sorgerecht zu teilen, musste der Vater dann den Weg \u00fcbers\nFamiliengericht gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt wird deutlich, dass es diese Regelung nicht geben\nwird. Warum Bundesjustizministerin Lambrecht in einem Interview trotzdem davon\nsprach, mit ihrem Vorschlag werde das gemeinsame Sorgerecht von nicht\nverheirateten Eltern \u201eerleichtert&#8220;, erschlie\u00dft sich Rechtsanw\u00e4ltin Eva\nBecker, Mitglied der Arbeitsgruppe und Vorsitzende des Gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden\nAusschusses der Arbeitsgemeinschaft Familienrecht im Deutschen Anwaltsverein,\nnicht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAuch weiterhin wird es H\u00fcrden f\u00fcr unverheiratete V\u00e4ter\ngeben, das gemeinsame Sorgerecht zu erlangen. Es ist bedauerlich, dass die Ministerin\nnicht der Auffassung der Arbeitsgruppe gefolgt ist. Kinder haben von Geburt an\nden Anspruch auf zwei sorgeberechtigte Eltern&#8220;. Die Anw\u00e4ltin hatte den\nAutomatismus beim Sorgerecht mit Etablierung der rechtlichen Elternschaft\nseinerzeit als \u201eLeitbild einer geplanten Reform&#8220; bezeichnet. Der Vorschlag\nwar in der Arbeitsgruppe im BMJV ohne Gegenstimme angenommen worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach meiner Auffassung ist nicht der \u201aAutomatismus\u2018 das Leitbild,\nsondern die Rechte des Kindes auf die Sorge durch Vater und Mutter und die\nBedeutung von V\u00e4tern f\u00fcr die Entwicklung ihrer Kinder. Die Missachtung des einstimmigen\nVotums der Arbeitsgruppe ist ein Skandal ebenso wie die Behauptung der\nMinisterin, das Vorhaben orientiere sich am \u201aKindeswohl\u2018. <\/p>\n\n\n\n<p>Quelle<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fast eineinhalb Jahre hat eine Arbeitsgruppe von acht Familienrechtler_innen aus Wissenschaft, Justiz und Anwaltschaft im Auftrag des Justizministeriums dar\u00fcber beraten, wie das zuletzt 1998 umfassend ge\u00e4nderte Sorge- und Umgangsrecht modernen Betreuungsmodellen und ge\u00e4nderten Lebenswirklichkeiten vieler Familie angepasst werden kann. 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