Erstellt von Hans-Georg Nelles am 29. April 2008
„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird in den Betrieben zu einem immer wichtigeren Thema. … Das Elterngeld erfüllt seinen Sinn in jeder Hinsicht. Väter kümmern sich verstärkt um die Kinderbetreuung. Und auch die Unternehmen bewerten vor allem das stärkere Engagement der Väter in der Kinderbetreuung positiv.
Ich rechne fest damit, dass sich der erkennbare, positive Trend fortsetzt. Der Anteil der Väter, die Elternzeit nehmen, wird nach meiner Auffassung schon in den nächsten drei Jahren auf 30 – 40 % weiter steigen.
Auch der Stellenwert einer gelungenen Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Personalpolitik nimmt nachweisbar weiter zu – in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels ein wichtiges Zeichen für die Anpassungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Das zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg.“
Quelle
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 29. April 2008
Unternehmen sprechen in ihren Stellenanzeigen kaum gezielt Stellensuchende Väter und Mütter an. Im ersten Quartal 2008 wurden nur in rund 0,2 % der Stellenanzeigen explizit die familienfreundliche Unternehmenspolitik, Kinderbetreuung und flexible Arbeitszeitmodelle von Unternehmen erwähnt.
Die Firmen nehmen damit beim gegenwärtigen Fachkräftemangel die Möglichkeit nicht wahr, mit einem familienfreundlichen Unternehmensimage bei Bewerbern zu punkten. Das ergab die Analyse von rund 620.000 Stellenanzeigen der Personalberatung personal total in 71 deutschsprachigen Print-Medien und Online-Jobbörsen.
Die wenigen Stellenanzeigen, die ein familienfreundliches Arbeitsumfeld benennen, verteilen sich zum größten Teil auf nur 15 Großunternehmen. Die Maßnahmen des Bundesministeriums zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf scheinen sich demnach in der Kommunikation von Unternehmen zur Mitarbeitergewinnung noch nicht niedergeschlagen zu haben. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 13. April 2008
In der aktuellen Diskussion um den demografischen Wandel und eine passende Personalpolitik rückt auch die veränderte Rolle der Väter in den Vordergrund.
Betriebe werden zunehmend mit dem Wunsch von Vätern konfrontiert, auch in der Familie aktiv sein zu wollen.
Dies macht auch der steigende Anteil der Väter an der Elternzeit deutlich. Unternehmen und Familien können dabei gewinnen, wenn sie den Blick auf diese ‚Auszeiten‘ ändern. Aktive Väter sind motivierte Mitarbeiter und erwerben durch ihre Arbeit in der Familie Kompetenzen, die durch Schulungen kaum vermittelbar sind.
Am 23. April findet zu diesem Thema bei der Sparkasse KölnBonn ein Praxis – Workshop statt. Nähere Informationen zum Ablauf und Veranstaltungsort finden Sie hier.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 6. April 2008
Mit familienfreundlichen Firmen ist es in Deutschland anscheinend nicht weit her: die Studie „Anforderungen von Vätern an einen familienfreundlichen Arbeitgeber“, die die Kölner IGS Organisationsberatung im Auftrag der Hessenstiftung „Familie hat Zukunft“ durchgeführt hat, zeigt, dass 70 % der Väter negative Folgen im Job fürchten, falls sie Eltern- oder Teilzeit nehmen – und deshalb ihre Wünsche gar nicht erst äußern. 360 Väter, jeder zweite davon in einer Führungsposition, gaben Auskunft.
Das Ergebnis: Nicht nur Mütter, auch Väter fühlen sich heute zwischen Job und Kindern zerrissen. Lediglich 2 % erleben keinen Konflikt zwischen beruflichen und familiären Anforderungen. Gerade mal 14 % sagen, in ihrem Betrieb sei es selbstverständlich, dass Väter familienfreundliche Angebote nutzten. Nur 25 % bescheinigen ihrer Firma Väterfreundlichkeit. 40 % aber sprechen ihrem Arbeitgeber diese gänzlich ab. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 2. April 2008
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat gestern an die deutsche Wirtschaft appelliert, mehr für familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu tun. Es gebe in Deutschland «Nachhol- und Lernbedarf» bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sagte Leyen am Dienstag in Berlin.
Aktuelle Untersuchungen machten deutlich, dass Fachkräfte ihre Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber zunehmend davon abhängig machen, ob er die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt. Für 92% der Beschäftigten ist diese Frage genauso bedeutsam wie das Gehalt.
DGB-Chef Michael Sommer kritisierte, die Bedeutung des Themas Familie werde im deutschen Arbeitsleben unterschätzt. Familienfreundlichkeit gelte allgemein noch nicht als Muss.
Besonders vernachlässigt würden die Väter in der Debatte, kritisierten Experten. Es gehe nahezu immer darum, wie Frauen Kinder und Karriere vereinbaren könnten, sagte Eberhard Schäfer, Gründer des ‚Papa Instituts’. ‚Fast überall, wo Familie draufsteht, sind Väter nicht mit drin’.
Obwohl viele Männer ihren Job und die Familie in Einklang bringen wollten, müssten gerade junge Väter überdurchschnittlich viel arbeiten, um über die Runden zu kommen. «Auch wenn Väter das nicht wollen, geraten sie oft in die Rolle des Alleinernährers»,
Quelle
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