Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Februar 2011
Während Frauen seit drei Jahrzehnten dabei sind, sich zu verändern und neue Wege suchen und gehen, halten die meisten Männer es bisher in ihren alten Mustern und „Schuhen“ aus. Sie gehen ihrer Arbeit nach, aber enden oft in Erschöpfung, Burnout, Frust und Lustlosigkeit.
Von ihrer Partnerin fühlen sie sich oft unverstanden und ungeliebt. Sie trimmen ihren Körper, bis die Gelenke ächzen. Sie unterdrücken ihre Gefühle, bis das Herz bricht. Und Männer haben vergessen, warum sie das machen, was sie machen. Es fehlt sehr vielen an Sinn und Perspektive und sie sind ratlos.
Jetzt wachen die ersten auf und viele werden folgen. Nach vielen Jahrhunderten des Gehorchens, Dienens, der Pflichterfüllung und der Selbstverleugnung kommen sich Männer jetzt selbst auf die Spur und beginnen, sich und ihr Leben als wichtigstes Projekt zu betrachten. Sie erkennen, dass ohne die Liebe zu sich selbst gar nichts geht. Über diese Entwicklung werden sich besonders die Frauen freuen.
Den Vortrag von Robert Betz ‚Jetzt kommt der neue Mann’ gibt es auch als Audio CD.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 21. Januar 2011
Anhand von drei parallel geschnittenen Reportagen, geht Thomas Riedel der Frage nach, wie Männer auf die veränderten Gesellschaftsbedingungen reagieren, in denen heute beide Geschlechter leben. Insbesondere den veränderten Erwartungen an Männer, Väter, Liebhaber oder welche Rollen es sonst noch gibt.
Neben der Begleitung eines Wochenendseminar für mehr Selbstbewusstsein gegenüber dem anderen Geschlecht und einem klassischen Kegelclub, stellt die Dokumentation die Bilder, Interviews und Kommentare vor, die in den eineinhalb Tagen beim Männertreffen 2010 im Heiligenhof entstanden sind.
Die Sendung wird am Mittwoch den 2. Februar 2011, ab 23.15 Uhr auf Sat. 1 ausgestrahlt.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 8. März 2010
Dieser Ansicht ist Christian Füller, taz Redakteur und Vater von zwei Söhnen, der den Titelbeitrag der 12 Sonderseiten ‚Männer’ der taz zum internationealen Frauentag, geschrieben hat. Vorher hat er dem Vorhaben, Männer zu ‚Feministen’ zu erklären eine klare Absage erteilt. Das sei ein Widerspruch in sich und Männer müssten ihre neue Rolle schon selbst beschreiben.
Als Leitplanken dazu definiert Füller sieben Thesen.
‚… 4. Wir möchten ein neues Verhältnis zur Erwerbsarbeit definieren. Diejenigen, die den emanzipierten Frauen im Wege stehen, behindern ja auch uns: Die Chefs und Betriebskulturen, die eine Babypause bei Frauen nicht wertschätzen und eine Elternzeit von Männern schlicht ablehnen. Nein wir laufen vor Arbeit und Karriere nicht davon, nur lassen wir uns nicht mehr von ihnen übermannen. …
5. Wir wollen unseren Kindern beim Aufwachsen helfen. Zu einer neuen Arbeitsteilung gehört, dass Frauen Kinder nicht mehr als ihr Eigentum betrachten und sie den Männern entziehen. …
6. Pinguinmänner vor! … Wenn die Rollen nicht mehr fixiert sind, dann wird es eher komplizierter. … Zu glauben, die moderne Frau wisse scho, wie das neue Modell auszusehen habe, ist naiv. Erstens weiß sie es nicht. Zweitens müssen wir Männer die eigene Rolle entdecken und ausgestalten – weil es sie erst in Ansätzen gibt. …’
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 25. Juni 2009
… ist heute Abend ein Thema bei frauTV
Auf Plakaten und in Fernsehspots, in diesem Sommer sind überall Männer zu sehen: Mal fast nackt, oft sehr erotisch inszeniert, immer sehr männlich in Pose gesetzt. Männer sind „in“ wie lange nicht mehr! Ganz neu ist dabei, dass auf sehr unterschiedliche Art und Weise ganz offen thematisiert wird, dass Männer nach Ansicht der Werbeindustrie wesentliche männliche Eigenschaften eingebüßt zu haben scheinen.
Männer werden als das unterdrückte Geschlecht begriffen, dem man jetzt per Werbung auf die Sprünge helfen muss. Auf eine sehr lustige Art und Weise thematisiert das der Werbespot „Mancademy“ von Burger King, in dem Männer wieder auf die Schulbank geschickt werden, damit sie entdecken können, was eigentlich einen Mann ausmacht. „Wir machen aus jeder Sissi einen Siegfried“ ist der Slogan der Kampagne. „Stand up, when you pee“ (Steh auf wenn du pinkelst) der Song dazu.
Stephan Grünewald vom Rheingold Institut aus Köln, das tiefenpsychologische Untersuchungen macht, überrascht diese Entwicklung in der Werbebranche in keiner Weise. Seiner Ansicht nach war sie fast vorhersehbar und ist jetzt ein Trend. Die Rückkehr der Männlichkeit – der Versuch der Männer, jahrlange Widersprüche in ihrem Erleben aufzulösen.
„Männer steckten in den letzten Jahren in einem Dilemma. Einerseits musste er feinfühlig sein, Frauen verstehend, sensibel. Es gab das Ideal des Frauen verstehenden Mannes, der sich pflegt, der Pediküre, Maniküre kennt und gerne shoppen geht. Aber gleichzeitig mussten Männer auch entschieden sein, quasi so Machos wie Bohlen. Jetzt haben Männer gemerkt, wie schwer das ist, da eine Entschiedenheit zu entwickeln, ein klares Bild abzugeben. Männer versuchen aus diesem Dilemma raus zukommen. Sie haben das Gefühl, sie können es nicht mehr beiden Positionen recht machen und müssen jetzt eigene Wege gehen.
Und was bedeutet das für die neuen Väter?
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 4. März 2009
Wann ist ein Mann ein Mann? Diese Frage wird angesichts enormer gesellschaftlicher Veränderungen in der Machtbalance zwischen Männern und Frauen immer intensiver debattiert. Ist das ehemals starke Geschlecht tatsächlich in einer Umorientierungs-, Übergangs- und Aufbruchsphase? Für „betrifft“ beobachtet Claus Räfle Männer aus verschiedenen Generationen.
Da ist der 34-jährige „metrosexuelle“ Großstadt-Mann, der feminin und verständnisvoll auf Kuschelkurs ist. Er möchte von den Frauen lernen und hält alle typisch männlichen Eigenschaften für überholt. Ganz anders sieht dies Marc, 23, aus Berlin. Er geht mehrmals die Woche zum Bodybuilding. Er wirkt in seinen Posen wie ein Macho. Für ihn ist die Emanzipation zu weit gegangen.
Völlig anders sieht dies Michael aus München, der sich anschickt seinen Job für ein Jahr ruhen zu lassen, um sich ganz für Familie und Kindeserziehung zu engagieren. Der Automobilingenieur nutzt die Elternzeit, da seine Frau einen besser bezahlten Job hat. Michael bekam den „Spitzenvater Preis 2008“. Um der verunsicherten Männerwelt zu helfen, hat eine Unternehmerin aus dem Westfälischen diesen Preis gestiftet.
Auf der Suche nach dieser neuen Identität ist auch Cristian aus Rodgau. Er ist aus der Generation der Mitvierziger, die häufig ohne männliche Vorbilder heranwuchsen. Männer, die in ihren eigenen Beziehungswelten dann Partnerinnen hatten, die nicht nur im Beruf Karriere machten und unabhängig waren, sondern die auch in der Zweisamkeit auf Augenhöhe verhandeln wollten.
Cristian schätzt starke Frauen außerordentlich, aber manchmal will er seine Männlichkeit richtig spüren. Gemeinsam mit einer Gruppe Gleichgesinnter trifft er sich zu einem langen Wochenende in der Wildnis. „Indianerspielen“ haben sie das als Jungs genannt. Heute hilft es den Männern auf der Suche nach sich selbst.
Der Film von Claus Räfle ist am Mittwoch, den 44.03.2009, von 20.15 bis 21.00 Uhr auf SWR zu sehen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. Februar 2009
Die Schweizer Männerzeitung erscheint seit 2001 vier Mal jährlich in einer Auflage von 4000 Exemplaren. Jede Nummer beleuchtet ein Schwerpunktthema aus den Bereichen Arbeit, Familie, Gesundheit, Sexualität, aus Männersicht. Zielpublikum sind engagierte Männer, die sich kreativ mit ihrem Mannsein auseinandersetzen, interessierte Frauen sowie Männer und Frauen, die beruflich mit Männern zu tun haben.
Die Zeitung will «Männerwirklichkeiten ungeschminkt abbilden» und so Männer zu einer Auseinandersetzung mit ihrer Geschlechterrolle und ihrem Beitrag zum Gleichstellungsprozess ermutigen. Gleichstellung wird als Prozess betrachtet, der von Frauen und Männern gemeinsam getragen und vorwärts gebracht werden muss. Ziel ist die Chancengleichheit: Die Zeitung liefert auf Männerseite einen Beitrag, dass (mehr) Männer in diesen Prozess einsteigen und dabei den potenziellen Gewinn (von Lebensqualität, Gesundheit und Autonomie) stärker gewichten können als den potenziellen Verlust (von Status und Macht).
Das Projekt Männerzeitung hat sich in den acht Jahren seines Bestehens sehr erfreulich entwickelt. Die Zeitung ist im Bereich der professionellen und ehrenamtlichen Männer- und Väterarbeit breit abgestützt. Sie ist die zentrale Vernetzungs-, Veranstaltungs- und Informationsplattform der «zukunftsorientierten» Männer und Väter. Sie arbeitet eng mit „männer.ch“, dem Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisationen zusammen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 17. April 2008
Männer sind in der Dauerkrise. Doch jetzt erfinden sich echte Kerle neu – sagt eine Studie des Zukunftsinstituts.
Bauknecht hat den Zug der Zeit erkannt: Nach 50 Jahren schaffte die Haushaltsgeräte-Firma jetzt ihren Werbeslogan „Bauknecht weiß, was Frauen wünschen“ ab. Stattdessen hat man eine Männer-Waschmaschinen-Linie entwickelt: Big. Der Name ist Programm. Es passt doppelt so viel hinein und die Maschine steht auf einem Sockel, damit er sich nicht bücken muss. Zur Markteinführung gab es kostenlose Waschkurse – nur für Männer.
Soziologen sehen die Männer in der Krise. Daher beginnen diese zu waschen? Krisen zeigen häufig an, dass ein Wandel bevorsteht. Und den haben Zukunftsforscher nun in einer neuen Männerstudie dingfest gemacht. 
„Den neuen Mann gibt es nicht“, sagt Mitautorin Anja Kirig. Was es aber gibt, ist „eine Vielzahl männlicher Lebensstile von morgen.“ In unzähligen Gesprächen haben die Autoren nach männlichen Sehnsuchtswelten der Zukunft gesucht.
„Ohne dieses breite Reservoir an Beobachtungen wäre unsere Analyse in diffusen Vermutungen stecken geblieben“, sagt Mitautor Eike Wenzel. Gemeinsam ist allen Trend-Lebensstilen, dass Männer eine neue Identität entwickeln, die durch Produkte gestützt werden kann. Kirig: „Etwa schnelle Autos mit Kindersitzen, das spricht moderne Väter an. Es geht auch nicht mehr nur um Karriere im klassischen Stil.
In der Wissensgesellschaft ist eine exklusiv männliche Eigenschaft nicht mehr gefragt: Die körperliche Arbeitskraft. Die Welt verlange nach neuen Fähigkeiten: Weiterlesen »
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