der VÄTER Blog

lebe deinen Traum!

Väter- und Männerthemen bei der SWR Teleakademie

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. Mai 2010

Ab dem kommenden Sonntag  laufen bei der Teleakademie im SWR Fernsehen Beiträge zu aktuellen Väter- und Männerthemen. Den Anfang macht am 30. Mai Walter Hollstein mit dem Thema ‚Was vom Manne übrig blieb … Buben und Männer nach vierzig Jahren Feminismus’

Im Ankündigungstext heißt es dazu:

‚Männer verfügen über Macht, verdienen mehr Geld als Frauen, sind hart, leistungsbereit und potent. Längst bröckelt dieses noch immer gängige Männlichkeitsbild in einer weiblicher werdenden Welt. Das starke Geschlecht ist – jenseits der Manager- und Machorolle – in die Krise geraten.

Obdachlosigkeit, Suchtkrankheiten und Suizid treffen deutlich mehr Männer als Frauen, und vor allem die männlichen Jugendlichen sind zum Problemfall geworden. Sie sind unsicher in ihrem Selbstverständnis und in ihren Beziehungen, werden häufig verhaltensauffällig, schneiden in Ausbildung und Studium meist schlechter ab als Mädchen.

Der Themenschwerpunkt beschreibt und analysiert die Situation, in der sich Jungen und Männer in modernen Gesellschaften heute befinden. Professor Dr. Walter Hollstein lehrte Soziologie am Institut für Geschlechter- und Generationenforschung der Universität Bremen. Er war Mitglied der Enquête-Kommission für Jugendfragen des Deutschen Bundestages und Gutachter des Europarats für Jugendkriminalität und für Männer- und Geschlechterfragen.’

Die weiteren Themen sind am

  • 6. Juni 2010 Prof. Dr. Matthias Franz: Der vaterlose Mann
  • 13. Juni 2010 Prof. Dr. Klaus Hurrelmann: Der neue Mann? Befunde und Desiderate aus sozialwissenschaftlicher Sicht und am
  • 20. Juni 2010 Prof. Dr. Martin Dinges: Hoffnungen für den neuen Mann? – Alternativen aus der Geschichte

Sendetermin im SWR –Fernsehen jeweils von 8.00 bis 8.45 Uhr, eine Wiederholung erfolgt jeweils eine Woche später auf 3sat um 6:45 Uhr

Quelle

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Wann ist Mann ein Mann?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 17. März 2009

Wann ist der Mann ein MAnn?Der am 4.3.2009 in der Reihe “betrifft” im SWR 3 ausgestrahlte Filmbeitrag ‘Wann ist der Mann ein Mann?’von Claus Räfle ist inzwischen auf den Seiten von Mestemacher eingestellt und kann dort in voller Länge abgerufen werden.

Eine Kurzversion gibt es auf den Seiten des SWR.

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Mamma mia

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 16. Dezember 2008

Die soeben erschiene Ausgabe der männerzeitung beschäftigt sich mit den Müttern, ihren Söhnen und den Bildern, die die Söhne von ihren Müttern haben. ‚Das Bild der Mutter tragen wir durchs Leben. Wir waren die Untertanen im Reich ihrer Liebe, wir waren ihre Ritter, Wächter, Rebellen, Soldaten und Banditen. Wir erlebten ihren Glanz, wenn sie sich schön machte, wir sahen sie weinen, wenn sie nicht mehr weiter wusste.’

Neben den einfühlsamen Annäherungen an die Mutter beschäftigen sich zwei Beiträge mit dem Thema Männer und Gleichstellung: Die ‚Landesmutter’ Patricia Schulz, Direktorin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) erläutert im Gespräch mit Ivo Knill, was für Väter in der Schweiz getan werden kann:

‚Brauchen wir einen Elternurlaub für Väter?

Ja, unbedingt! Wir … schauen sehr neugierig nach Deutschland. Wir finden die neue Reglementierung mit einem einjährigen Elternurlaub gut und wir sind davon überzeugt, dass in der Schweiz etwas Ähnliches kommen muss – und zwar schnell. International etabliert sich ein Elternurlaub von einem Jahr. Interessant für Männer und Frauen könnte es sein, die Elternzeit in Form einer Arbeitszeitreduktion über mehrere Jahre hinweg einzuziehen. So könnten auch Väter mit ihren Familien wachsen. …’

In dem zweiten Beitrag stellt Alexander Tschäppät, Stadtpräsident von Bern, den Aktionsplan Gleichstellung vor, den Bern als erste Schweizer Gemeinde in Kraft gesetzt hat. So sollen durch das Projekt ‚Schatz’ Anreize zur Schaffung von flexiblen Teilzeitstellen geschaffen werden und alle Arbeitsplätze auf ihre ‚Teilbarkeit’ überprüft werden.

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Wie leben Männer in Deutschland?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 31. Oktober 2008

Auf diese Frage gibt das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Welttag des Mannes am 3. November eine Antwort. Bundesweit leben etwa 40 Millionen Jungen und Männer in Privathaushalten. Davon waren 11 Millionen ledige Söhne, die im elterlichen Haushalt wohnten. Von den 29 Millionen Männern waren knapp zwei Drittel (64%) Ehemänner, 26% Alleinstehende, 9% Partner in einer Lebensgemeinschaft und knapp 1% alleinerziehende Väter. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa.

Ehemänner waren 2007 im Durchschnitt 54,9 Jahre alt und somit rund zwei Jahre älter als alleinerziehende Väter mit einem durchschnittlichen Alter von 52,6 Jahren. Alleinstehende Männer hatten ein Durchschnittsalter von 45,8 Jahren. Mit 40,4 Jahren gut fünf Jahre jünger waren Lebenspartner.

Sechs von zehn Männern (60%) gaben an, ihren Lebensunterhalt überwiegend durch Erwerbs- oder Berufstätigkeit zu finanzieren. Rund drei von zehn Männern (29%) bestritten ihren überwiegenden Lebensunterhalt durch Rente oder Pension. Etwa jeder zehnte Mann (11%) hatte andere Quellen des überwiegenden Lebensunterhalts, zum Beispiel Arbeitslosengeld, Leistungen durch Hartz IV, Unterhalt durch Angehörige oder das eigene Vermögen.

Zwei Drittel der Männer betreuten keine Kinder im Haushalt. Hierzu zählen auch Männer, deren Kinder bereits aus dem Haushalt ausgezogen sind. 25% der Männer zogen in einer Ehe, einer Lebensgemeinschaft oder als allein erziehender Vater mindestens ein Kind unter 18 Jahren groß. Bei 8% der Männer waren alle im Haushalt lebenden Kinder bereits volljährig.

Quelle

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Söhne, denkt selbst!

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Juli 2008

So lautet eine zentrale Forderung des Geschlechterforschers Gerhard Amendt im stern.de - Interview. Er fordert er eine neue, männliche Perspektive auf die Rolle von Vätern ein – und übt radikale Kritik an der Rolle der Frauen. “Männern ist heute vielfach nicht mehr klar, was von der Männlichkeit wert ist, weiter gegeben zu werden”.

‘Wer hält die Macht in modernen Gesellschaften in Händen? Frauen. Wer entscheidet, wie Söhne über ihre Väter denken?

Mehrheitlich die Frauen. Nehmen Sie die Kindergärten, die Jugendarbeit, die Schulen, Kinder- und Jugendforschung, ja, sogar die psychotherapeutischen Berufe et cetera. Frauen dominieren die Bildungswelten, sie geben den Stil vor, wie miteinander umgegangen werden soll, wie gearbeitet wird, wie Konflikte vermieden, wie gelöst oder wie Menschen kalt gestellt werden.

Und mittendrin der Mann als personalisierter Konfliktherd, wehrlos, vor allem der ältere?

Die Männer-Generation der heute über 50-Jährigen hat oft besiegte oder gar keine Väter gehabt, weil sie aus dem Krieg nicht zurückgekehrt sind. Und freilich konnten die Mütter die Väter nicht ersetzen. Viele waren verwitwet. Das Schweigen der Überlebenden hat den familiären Alltag geprägt. Dann kam mit 1968 die ganz große Vorwurfshaltung gegenüber den Vätern. Die Rolle der Mütter im Nationalsozialismus stand hingegen bis in die 90er Jahre nicht zur Debatte. Das beginnt jetzt erst und leitet die Auflösung vom Mythos der friedfertigen Frauen ein.

Bleiben wir bei den Männern.

Aber Sie können über Männer nicht reden, wenn Sie nicht gleichzeitig über Frauen reden. Die gehören nun einmal zusammen. Deshalb ist gerade auch die feministische Debatte über Männer und Väter noch immer die Fortsetzung der 68er-Debatte über die damalige Vätergeneration: Angeblich haben sie alles falsch gemacht, und deshalb seien sie auch allein an allem Schuld. … Weiterlesen »

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Der benachteiligte Mann?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 1. Juli 2008

Im ‚Doppelpunkt Forum’ der gesellschaftskritischen Diskussionsrunde im DRS geht es am kommenden Dienstag, den 8. Juli ab 20 Uhr ‚Live’ um das Thema ‚Der benachteiligte Mann?’

Diskutieren weren unter anderen Thomas Daum, Direktor Schweizerischer Arbeitgeberverband, Bänz Friedli, Kolumnist Migros-Magazin, Walter Hollstein, Soziologe und Buchautor, Markus Theunert, Präsident von männer.ch, dem Schweizer Dachverband der Männer- und Väter – Organisationen sowie weiteren Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik.

Das Publikum kann sich selbstverständlich auch an der Gesprächsrunde beteiligen.

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Die (Un-) Ordnung in der Spülmaschine als Zankapfel

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. Juni 2008

Die neue Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen sorgt in vielen Familien auch für Konflikte: Seit immer mehr “neue Väter” waschen, spülen und putzen, sind einige Probleme gelöst – aber dafür treten neue auf den Plan.

„Wenn Väter mehr und mehr in eine ursprüngliche Frauendomäne eingreifen, führt das zu Auseinandersetzungen“, hat Eberhard Schäfer, Leiter des Väterzentrums in Berlin festgestellt.

ER kauft immer das falsche Klopapier oder die falschen Windeln ein. ER zieht das Kind zu dünn an, wäscht die Socken im Kochwaschgang oder – noch schlimmer – zaubert eine hervorragende Lachsterrine, während SIE auf Fischstäbchen und Milchreis aus der Tüte abonniert ist.

„Ich musste zum Beispiel lernen, dass es eine Einordnungsordnung im Geschirrspüler gibt. Das ist so eine Grundordnung, die Frauen im Kopf haben, wenn sie den Geschirrspüler einräumen“, erzählt ein Vater in Elternzeit aus Bonn. „Die großen Teller rechts, die kleine links – dass wir uns über so etwas mal ernsthaft streiten würden, hätte ich nicht gedacht.“

Viele Männer nehmen die neue Herausforderung an, kurioserweise sind es vor allem die Frauen, die mit der Rollenverteilung so ihre Probleme haben. Ein Grund: Unterschiedliche Wahrnehmungen und auch unterschiedliche Anforderungen und Vorstellungen, wie etwas gemacht wird.

Die überkommenen Rollenbilder sitzen fest: Weiterlesen »

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‚Männer dürfen weinen – Die Emotionen sind ja da’

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Juni 2008

Diese Ansicht vertritt Michael Ballack im Interview mit der Frankfurter Rundschau:

‚Nach dem verlorenen Champions-League-Finale haben Sie bittere Tränen vergossen. Ist Weinen im harten Männersport Fußball nicht ein Zeichen von Schwäche?

Weiß ich nicht. Interessiert mich eigentlich auch nicht. Die Emotionen sind ja da. Ich finde es gut, dass man das im Leben manchmal zeigen kann. Ist doch schön.

Ihr Mannschaftskollege John Terry, der den entscheidenden Elfmeter verschossen hat, hat auch geweint.

Ja. Da sieht man, dass man sich mit dem Fußball total identifiziert, dass man das Spiel liebt. Diese Dramaturgie nimmt dich als Sportler natürlich auch mit. Es ging schließlich um den größten Titel, den du in Europa mit dem Verein gewinnen kannst. Und wenn du den fast schon sicher hast und ihn dann verlierst, dann kommen halt Emotionen raus. Selbst Männer dürfen dann mal weinen, und das hat nichts mit Schwäche zu tun. …

Herr Ballack, Ihre Söhne sind fünf und sechs, der Kleinste ist drei Jahre alt. Sind die beiden Älteren stolz auf ihren Vater?

Das ist noch nicht so ausgeprägt bei den beiden. Es fängt jetzt gerade so an, dass sie das etwas realisieren, weil natürlich auch in der Schule darüber gesprochen wird. …

Dürfen die beiden Champions League-Spiele und EM-Begegnungen, Anstoß 20.45, Abpfiff 22.30 Uhr, im Fernsehen gucken?

Da müssten Sie besser mal meine Lebensgefährtin fragen …

So was weiß der Vater doch auch, oder?

Also, sie dürfen schon, aber nur, wenn Schulferien sind. Ich habe mich doch früher auch gefreut, wenn ich mal länger aufbleiben durfte.

Haben Ihre Söhne Talent, einmal so gut zu werden wie der Vater?

Das ist schwer zu sagen. Sie sind jedenfalls scharf auf den Ball. Ich habe natürlich auch hohe Ansprüche (lacht). Allerdings weiß ich auch nicht so ganz genau, wie gut ich selbst damals als kleiner Junge eigentlich war. …’

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Eine Veränderung, die Männer als Väter erfasst

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. April 2008

Zu beobachten sei diese Entwicklung seit Ende der neunziger Jahre. Das Elterngeld habe nun die Rahmenbedingungen verändert, und diese veränderten Bedingungen kämen den „neuen Vätern“ entgegen, glaubt der in Griechenland geborene Pädagoge und Psychologe Fthenakis.

Zwei Drittel der Männer wollten heute eine engagierte, soziale Vaterschaft, sagt Fthenakis und verweist auf entsprechende Untersuchungen. Dieses Phänomen gebe es sowohl unter noch kinderlosen Männern und werdenden Vätern als auch unter Vätern von kleinen Kindern oder Teenagern.

Dass nach wie vor wesentlich weniger Männer als Frauen eine längere berufliche Auszeit nehmen, liege daran, dass Familien rational ökonomisch entschieden. Noch immer gehe eben der Besserverdienende arbeiten. Noch wichtiger als das Geld sei aber die Arbeitswelt der Männer, die Einstellung des Chefs und der Stress, dem Väter in ihrem Beruf ausgesetzt sind.

Männer, die im Büro sehr unter Druck stünden, beteiligten sich weniger aktiv am Familienleben. „Die gesamte Gesellschaft muss Väter genauso wichtig nehmen wie Mütter.“ Trotz Elterngeld werde sich an der Rolle der Väter erst dann wirklich etwas ändern, wenn sich die Arbeitsbedingungen wandeln.

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Nur wenige bekommen über 1.000 Euro

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 4. April 2008

Im vergangenen Jahr wurden 570.000 Anträge auf Elterngeld bewilligt. Männer haben 10,5 % davon gestellt und im Schnitt deutlich mehr Geld als Frauen bekommen.

Jeder zehnte erfolgreiche Antrag auf Elterngeld stammt von einem Vater. Der zeitliche Anteil der Väter fällt allerdings geringer aus: Etwa 4,6 % des gesamten Elternzeit-Volumens ging 2007 an Männer. Paul M. Schröder vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe hat die Daten des Statistischen Bundesamtes zum Elterngeld im Detail ausgewertet.

Frauen bekommen nach Schröders Kalkulation im Schnitt 584 Euro im Monat, ein auffällig großer Anteil von ihnen nur den Mindestbetrag von 300 Euro. Besonders viele Mütter mit wenig Geld leben im Osten, in Bremen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland.

Bundesweit erhalten lediglich 12,9 % der Frauen für ihre berufliche Auszeit ein Elterngeld von 1.000 Euro und mehr. “Ich finde es überraschend, wie wenige Frauen vor der Geburt ein gutes Gehalt beziehen. Schließlich sind für 1.000 Euro Elterngeld nicht mehr als 1.500 Euro Nettogehalt gefordert”, sagt  Schröder.

Das Elterngeld der Männer fällt in der Regel ebenfalls nicht üppig aus: Für sie gibt es im Schnitt 946 Euro. Jeder dritte Vater bekam maximal 500 Euro, in Berlin gilt das sogar für jeden zweiten. In Bayern hingegen haben rund 60 Prozent der Elterngeld-Väter über 1.000 Euro erhalten.

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