Erstellt von Hans-Georg Nelles am 22. April 2020
Das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales und das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen haben ein Hilfetelefon für von Gewalt betroffene Männer ins Leben gerufen. Unter der kostenlosen Nummer 0800 123 99 00 können sich ab sofort Männer melden, die von verschiedenen Arten von Gewalt betroffen sind – wie häuslicher und sexualisierter Gewalt, aber auch beispielsweise Stalking oder Zwangsheirat. Zusätzlich finden Betroffene auf der Internetseite www.maennerhilfetelefon.de ein digitales Beratungsangebot.
„Mann: Wähle Schutz! Das Hilfetelefon ist deutschlandweit in dieser Form das einzige und erste Beratungsangebot für gewaltbetroffene Männer. Gerade in der aktuellen Situation ist es wichtig, dass auch Männer eine Anlaufstelle haben, an die sie sich wenden können, wenn sie Opfer von Gewalt geworden sind. Das Thema findet in unserer Gesellschaft immer noch wenig Beachtung. Deshalb gehen Nordrhein-Westfalen und Bayern beim Schutz von gewaltbetroffenen Männern voran“, sagt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.
„Mit einer intensivierten länderübergreifenden
Zusammenarbeit verstärken wir nicht nur die konsequente Platzierung solch
tabuisierter Themen in der Gesellschaft, sondern können auch Ressourcen bündeln
und Synergieeffekte nutzen. Gemeinsam wird es uns besser gelingen, Betroffene
zu erreichen und ihnen zu helfen. Wir freuen uns über jeden, der dazu beitragen
möchte, die Hilfestrukturen für von Gewalt betroffene Männer möglichst
flächendeckend zu verbessern“, betont Carolina Trautner, Bayerische
Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales. Beide Minis-terinnen bekräftigen,
dass in naher Zukunft auch andere interessierte Länder die Möglichkeit haben
sollen, sich der telefonischen Hotline und dem digitalen Beratungsangebot
anzuschließen.
Beide Ministerinnen sind zugleich auf die anderen 14
Landesregierungen in der Bundesrepublik Deutschland zugegangen und werben für
eine Teilnahme und ein Mitmachen an der Hilfehotline für von Gewalt betroffene
Männer. Genauso wie die Länder gemeinsam Gewalt gegen Frauen bekämpfen, wollen
die Ministerinnen Trautner und Scharrenbach mit dem Hilfetelefon den Anstoß für
die Bekämpfung von Gewalt gegen Männer geben und freuen sich, wenn sich andere
Länder der Initiative an-schließen.
Die kriminalstatistische Auswertung des Bundeskriminalamtes
für das Jahr 2018 zeigt, dass im Bereich der Partnerschaftsgewalt der Anteil
der männlichen Opfer leicht auf 18,7 % (2017: 17,9 %) angestiegen ist.
In Nordrhein-Westfalen wird das Projekt von dem Verein man-o-man e. V. in Bielefeld umgesetzt. In Bayern wurde die Arbeiterwohlfahrt Augsburg als Träger für die Umsetzung gewonnen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 25. März 2020
Die Zeichen verdichten sich, dass die mit der Corona-Krise
verbundenen Einschränkungen zu einer Zunahme häuslicher Gewalt führen.
Deshalb veröffentlichen die drei Dachorganisationen der
Fachleute für Jungen-, Männer- und Väterarbeit in Deutschland (Bundesforum
Männer), Österreich (Dachverband
Männerarbeit Österreich) und der Schweiz (männer.ch)
am Mittwoch, 25. März, ein „Survival-Kit für Männer unter Druck“.
Das Merkblatt formuliert Empfehlungen zum Selbstmanagement,
damit Männer gewaltfrei durch die Krise kommen. Das Merkblatt liegt bereits in
acht Sprachen vor. Weitere neun werden folgen (Serbokroatisch, Portugiesisch,
Türkisch, Kurdisch, Arabisch, Farsi / Dari, Tigrinya, Russisch und Tamilisch).
Um der angespannten Lage in der Corona-Krise schnell
Rechnung zu tragen, wurde das Projekt in hohem Tempo aufgegleist: Zwischen Idee
und Umsetzung liegen nur gerade 48 Stunden: 6 erfahrene Fachmänner aus 3
Gewaltberatungsstellen (Agredis Luzern, mannebüro züri
und Fachstelle
Gewalt Bern) haben am Montag, 25. März, die Empfehlungen erarbeitet
und fachlich abgestützt. 16 Übersetzer_innen haben die Empfehlungen am Tag
darauf übersetzt.
Diese Initiative zur Prävention häuslicher Gewalt wurde von
männer.ch im Rahmen des nationalen Programms MenCare
Schweiz angeregt. Wir sagen ganz herzlich Danke an alle, die schnell
und unkompliziert dazu beigetragen haben.
Merkblätter zum Downloaden
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Polski Download
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. Juli 2010
Heute geht die Website ‚Väter in Balance’ ans Netz. Sie bietet Personalern, Führungskräften und Betriebsräten, wie auch Multiplikatoren aus dem sozialen Bereich eine umfassende Expertise zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus Vätersicht.
Die neue Website beinhaltet konkrete Unterstützung, Checklisten, Tools und 10 Jahre Beratungserfahrung für Führungskräfte, wie sie Väter-Potenziale erschließen und männlichen Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen können. Betriebsräte können Expertise und praxisgeeignete Werkzeuge nutzen, um im Rahmen der Chancengleichheit Männern wie Frauen eine gute Work-Life-Balance zu ermöglichen. Multiplikatoren aus Familienbildung, Geburtshilfe, Schulen, Kitas, Mehrgenerationenhäusern und Väter-Initiativen können auf Know-how zugreifen, um Väter-Angebote zu entwickeln oder Väter-Projekte zu initiieren.
Die neue Plattform wurde von Väter e.V. und vielen deutschlandweit tätigen Väterexperten mit Unterstützung des Bundesfamilienministeriums entwickelt.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 21. April 2010
Väter sind ein Gewinn für Unternehmen, sagt Rainer Sonnenberger, Pressesprecher des Vereins „Väteraufbruch für Kinder“ im Gespräch mit der taz. Aber viele Personalchefs sperrten sich gegen Vätermonate und Teilzeit für Männer.
Herr Sonnenberger, heute findet der Unternehmenstag „Erfolgsfaktor Familie“ des Bundesfamilienministeriums und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages statt. Die Veranstaltung wirbt für mehr familienbewusste Personalpolitik in den Unternehmen.
Rainer Sonnenberger: Dass es solche Unternehmenstage gibt, zeigt, wie wichtig das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist, und zwar für Mütter, für Väter und inzwischen auch für moderne Unternehmen.
Personalchefs stellen Mütter ungern ein, weil sie wegen kranker Kinder öfter ausfallen könnten. Väter hingegen werden gern genommen, weil sie abends zu Hause sind und nicht in der Kneipe rumsitzen.
Diese Rollenzuschreibung ist ungerecht. Unser Verein „Väteraufbruch für Kinder“ will das ändern: Rollenbilder müssen angeglichen werden. Väter sollen und wollen an der Kinderbetreuung genauso wie Mütter teilhaben. Gleiches muss übrigens auf für die Pflege gelten. Auch hier gibt es ein Vereinbarkeitsproblem, dass für Männer genauso gelöst werden muss wie für Frauen.
Bisher nimmt nur etwa jeder vierte Vater die beiden Vätermonate.
Die Rahmenbedigungen für berufstätige Eltern müssen sich ändern. Das Ideal ist, wenn beide Eltern gleichzeitig die Kinder betreuen und Teilzeit arbeiten. Dann haben alle was davon: Mütter, Väter und vor allem die Kinder. …
Was brauchen Väter?
Eine Reform des Elterngeldes, die Eltern finanziell nicht mehr schlechter stellt, wenn sie gemeinsam ihre Kinder betreuen und Teilzeit arbeiten. Darüber hinaus brauchen sie Schutz im Berufsleben: Väter fehlen bislang im Antidiskriminierungsgesetz. Vor allem aber brauchen Mütter und Väter gemeinsame Beratungsangebote, damit sie individuelle Vereinbarkeitsstrategie entwickeln und zusammen mit ihren Arbeitgeber umsetzen können.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 19. April 2010
Der Expertenverbund ‚Elternzeit-in-Berlin’ nimmt am 20. April seine Arbeit auf. Expertinnen und Experten aus drei Berliner Beratungseinrichtungen haben sich zusammengeschlossen, um werdende Mütter und Väter ebenso wie Personalverantwortliche und betriebliche Interessenvertretungen umfassend zu allen Fragen rund um die Elternzeit zu informieren. Unter dem Dach ‚Elternzeit in Berlin’ arbeiten Fachleute der Beratungseinrichtung KOBRA, dem Väterzentrum Berlin und dem Sozialforschungsinstitut SowiTra zusammen.
Die Elternzeit ist bei frischgebackenen Müttern und immer mehr Vätern sehr beliebt. Aber viele Eltern fragen sich: Wie berechnet man die Höhe des Elterngeldes? Wann muss die Elternzeit beantragt werden? Wie sage ich meinem Chef, dass ich Elternzeit nehmen will? Muss ich berufliche Nachteile befürchten, wenn ich die Elternzeit nutze? Auch in Unternehmen, in Personalabteilungen sowie bei betrieblichen Interessenvertretungen besteht nach wie vor großer Informationsbedarf rund um die Elternzeit, wie etwa rechtliche Regelungen und betriebliche Lösungen, Organisation der Rückkehr in den Beruf und Mitarbeiterbindung
Zu diesen und vielen anderen Fragen können sich Eltern sowie Personalverantwortliche und betriebliche Interessenvertretungen ab sofort qualifiziert beraten lassen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. April 2010
Die Lebensbedingungen von Männern und Buben verschlechtern sich seit geraumer Zeit signifikant. In Erziehung, Bildung und Gesundheit werden Knaben und Männer eindeutig benachteiligt; inzwischen verlieren auch mehr Männer ihren Arbeitsplatz als Frauen. Jüngere Männer sind viel häufiger arbeitslos als junge Frauen und haben aufgrund dessen zunehmend Rollen- und Identitätsprobleme.
Generell stellt sich heute für viele die Frage:
- Was ist männlich?
- Wie sollte heute ein „richtiger“ Mann sein?
- Welche Erwartungen haben Männer an sich selber und welche Erwartungen haben Frauen?
In vielen Lebensbereichen ist die Situation für Buben und Männer inzwischen gravierend. In der Schweiz bringen sich Männer etwa viermal häufiger um als Frauen, und für die Pubertät weisen Zahlen darauf hin, dass sich Buben bis zu zehnmal mehr selbst töten als Mädchen. Männer sterben sechs Jahre früher als Frauen, sind im Durchschnitt erheblich kränker als diese und werden von daher mittlerweile gesundheitspolitisch als das schwache Geschlecht bezeichnet.
Armut, Krankheit, Süchte, Gewalttätigkeit, Vandalismus, sozialer Abstieg und gesellschaftliche Perspektivlosigkeit nehmen bei Buben und Männern dramatisch zu .Männlichkeit ist in die Krise geraten. Damit sind Männer zunehmend verunsichert. Sie haben Mühe, sich selber zu definieren, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden, sich in der Arbeit zu verwirklichen und sich gegenüber „neuen“ Frauen als Männer zu behaupten. Selbst in lebensbedrohlichen Schwierigkeiten scheuen sie sich zumeist um Hilfe nachzusuchen.
Die traditionelle Männerrolle von Stärke, Erfolg und Leistung steht ihnen im Weg. Ein richtiger Mann hat keine Probleme. In einem lebensbejahenden Sinn sollte es aber vielmehr heissen: Ein richtiger Mann steht zu seinem Problem. Die neue Männerberatungsstelle PRO MANN für die Region Basel bietet ab 6. Mai Orientierung und Beratung für Männer an. Der Soziologe und Männerforscher Walter Hollstein leitet PRO MANN und wird von Fachleuten der Klinik Sonnenhalde unterstützt. Das Team versucht mit den Ratsuchenden Antworten auf vitale Fragen zu finden:
- Wie sind wir als Männer wirklich?
- Welche Masken tragen wir und welche können wir ablegen?
- Was zieht uns an und was macht uns Sorgen?
- Welche Alternativen gibt es für uns in der heutigen Gesellschaft?
- Welche Verhaltensmuster können/müssen wir in unseren Beziehungen verändern?
- Wie können wir unseren Umgang mit Frauen besser gestalten?
- Wie können wir Freunde gewinnen?
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 13. Oktober 2008
am kommenden Donnerstag, den 16.Oktober, treffen sich um 20 Uhr, Väter auf der Website der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) zum Austausch über
- die Beziehung Vater – Kind,
- die Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
- den „Umgang“ mit Müttern und
- …
Neu an diesem Chat ist, dass als Moderator auch ein bke-Berater dabei sein wird.
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