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Archiv für die 'Absurdistan' Kategorie

Zum Coaching in den Kibbuz

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 23. August 2007

Die Wirtschaftswoche beschreibt in ihrer Online Ausgabe heute einen neuen Trend:
Friedlich und malerisch wirkt die Landschaft rund um den Kibbuz Tuval in Galiläa. Den nicht mehr ganz so juvenilen Frauen und Männern, die etwas ungelenk Strickleitern und Kletterwände emporkraxeln, läuft schon morgens um halb zehn der Schweiß in Strömen den Nacken herunter. Kein Wunder: Normalerweise sitzen sie in gut klimatisierten Büros. Ihre Arbeitgeber – namhafte Unternehmen … haben sie in die Kibbuz-Kommune geschickt.

In der rauen Natur eines israelischen Kibbuz sollen Führungskräfte lernen, als Team zu funktionieren und Konfliktsituationen im knallharten Geschäftsleben zu meistern. Das wirkt auf den ersten Blick reichlich absurd. Doch nicht nur Israelis kommen zum Teamgeist-Tuning in diese abgeschiedene Ecke Galiläas.
Wie wäre es denn, wenn die gestressten Führungskräfte einfach mal etwas früher das Büro verlassen und ins ‚Trainingslager Familie‘ wechseln, das liegt näher und die Wirkung ist mit Sicherheit nachhaltiger.

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Hänsel und Gretel 2.0

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 19. März 2007

Spiegel Online erzählt heute eine Geschichte, die leider kein Märchen ist.

Wie aus einer Szene bei „Hänsel und Gretel„: Weil sie ihr Zimmer nicht aufgeräumt hatten, sind zwei kleine Mädchen im baden-württembergischen Uttenweiler von ihren Eltern im Wald ausgesetzt worden.

Es handele sich um eine „einigermaßen intakte“ Familie, sagte der Polizeisprecher. Allerdings seien die 29-jährige Mutter und ihr 24-jähriger Lebensgefährte … deutlich überfordert.

Die ausgesetzten Kinder hätten sich „total gefreut“, als sie ihre Familie wieder gesehen hätten, die Eltern umgekehrt ebenso. Die Mutter hatte ihren vier und sieben Jahre alten Töchtern nach den Ermittlungen der Polizei angedroht: „Wenn ihr nicht aufräumt, kommt ihr in den Wald.“

Kurz darauf habe sie diese Drohung mit ihrem Lebensgefährten auch wahr gemacht. Der 24-Jährige fuhr die Mädchen zu einem einige Kilometer entfernten Waldgebiet, wo er die Kinder mit einer Decke und Spielsachen absetzte und davonfuhr.

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Verstand im Mixa

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 24. Februar 2007

Rochus Wolff fasst im Genderblog einige Reaktionen auf die Gebärmixamaschinen Äußerungen des Augsburger Bischofs zusammen:

‚Die Furcht vor dem eigenen Machtverlust muß schon sehr groß sein, die Paranoia und Selbstüberschätzung aber wohl nicht weniger. Walter Mixas Ausfälle gegen Ursula von der Leyen und ihre Pläne zur Förderung von Kinderbetreuungsplätzen sind ja nur die (wohlfeil kritisierbare) Zuspitzung jener Ausbrüche von Ahnungslosigkeit, die schon in den Tagen davor aus verschiedenen Ecken, vor allem aber aus CDU und CSU zu vernehmen waren. Mixa nimmt eben allenfalls kein Blatt vor den Mund.‘

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‚Krieg der Geschlechter‘?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 22. September 2006

Vera Gaserow berichtet heute in der Frankfurter Rundschau über Einzelheiten der gestrigen Übergabe der Shell Jugendstudie. So habe der mit der Studie befasste Professor Klaus Hurrelmann von einem sich abzeichnenden ‚Krieg der Geschlechter‘ gesprochen, der dadurch zustande käme, dass die Frauen bald die neue Bildungselite stellen würden. Dies habe zurecht den Widerspruch der Ministerin von der Leyen ausgelöst.

Auch an anderer Stelle hätte dieser öffentlich formuliert werden können. So legt die Studie offen, dass der Kinderwunsch bei jungen Frauen nur noch 62% beträgt, bei den Männern sind es nochmal 6% weniger. ‚Das Auseinanderdriften der Geschlechter bringt … für die vorwärts drängenden jungen Frauen Konflikte. Denn ihre privaten Lebensentwürfe sind schwer kompatibel mit der beruflichen Realität.‘

Diese Konflikte haben doch aber auch die 56% Männer, zu deren Lebensentwürfen Kinder gehören. Und die übrigen 40% der Frauen und Männer, die keine Kinder mehr wollen, sehen sie ihre berufliche ZUkunft realistischer und sparen Kinder in ihren Lebensentürfen aus?

An einer anderen ‚Front‘ gibt es laut Studie Entspannungsmeldungen: der ‚Krieg der Generationen‘ ist abgesagt, ‚Das Problem des demografischen Wandels ist den Jungen zwar durchaus bewusst. 70 Prozent der 2500 Befragten unter 25 -Jährigen halten die zunehmende Alterung der Gesellschaft für ein großes Problem und fast die Hälfte der Jungen bezeichnet das Verhältnis zur älteren Generation als angespannt. Doch die gegenwärtige Verteilung des Wohlstandes zwischen den Generationen empfinden die meisten Jungen derzeit als gerecht.‘

Das auch Krisen durchaus entspannend wirken können, berichtet heute die Rheinische Post unter der Überschrift ‚RWE spendiert Begrüßungsgeld für Stromausfall-Babys‘. Während des Schneechaos im Münsterland im vergangenen Jahr sind wohl deutlich mehr Kinder gezeugt worden als üblich. 370 Eltern mit 380 Schee – Kindern, die zwischen dem 10. und 25 August geboren wurden, erhalten jetzt jeweils 300 € ‚Begrüßungsgeld‘.

Das könnte doch der Schalter bzw. die Sicherung des demografischen Wandels werden, oder nicht?

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Der Imbissvater …

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 30. August 2006

… ist kein entfernter Verwandter des Großvaters aller Kochsendungen und auch kein Wort bei der Serie ‚Neue Rechtschreibung‘ der Bildungshappen in der Zeit.

Es geht um ein schein – bar ernstes Problem. Während bei Schein – Schwangerschaften zwar vereinzelt Symptome aber keine Kinder auftauchen, enden oder besser gesagt beginnen die Schein – Vaterschaften der ‚Imbissväter‘ immer mit einem Sohn. Und das soll in Zukunft verhindert werden.

So meldet die Netzzeitung unter der Überschrift ‚Bund geht gegen Scheinvaterschaften vor‘: „Die Bundesregierung will künftig die Anfechtung so genannter «Scheinvaterschaften» ermöglichen. Es geht dabei vor allem um Männer, die Kinder aus taktischen Gründen ihre eigenen nennen. … So wurden wiederholt Fälle von ausländischen allein erziehenden Frauen bekannt, die mit kleinen Kindern in Deutschland leben und nach Ablauf ihrer Aufenthaltsgenehmigung eigentlich ausreisen müssten. Um das zu verhindern – so die Berichte – zahlten Frauen einem Obdachlosen mit deutscher Staatsangehörigkeit Geld dafür, dass er die Vaterschaft für ihren Sohn anerkennt. … Ihr «Lohn» wird von den Fachpolitikern auf 5000 Euro pro «Scheinvaterschaft» beziffert.“

Den Plänen der Bundesregierung widerspricht die FDP an gleicher Stelle heftig : „Leutheusser-Schnarrenberger wies darauf hin, dass es «keinen konkreten Fall» einer «Scheinvaterschaft» gebe, mit deren Hilfe sich eine ausländische Frau nachweislich zu Unrecht den Aufenthalt in Deutschland erschlichen habe. Mit dem am Dienstag im Kabinett verabschiedeten Gesetzentwurf nehme sich der Staat «allein aufgrund behaupteter Missstände» das Recht, Vaterschaften bis zum fünften Lebensjahr der Kinder anzufechten. «Hierbei spielt für den Gesetzgeber das Kindeswohl offensichtlich keine Rolle», kritisierte Leutheusser-Schnarrenberger. Es gehe nur darum, eine womöglich «gut integrierte Frau, aus Deutschland auszuweisen»“

Sachen gibts … aber es geht wohl hintergründig um die Frage, inwieweit sich der Staat in private Angelegenheiten einmischen darf oder nicht. Ich denke hier sollte er sich auf jeden Fall raus halten.

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