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Väter und Mütter sind gleichwertig – Auch nach einer Trennung

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 4. Mai 2017

Die FDP hat auf ihrem Bundesparteitag entschieden den Umgang von Trennungs- und Scheidungskindern mit beiden Elternteilen erleichtern. Im Interview mit Sabine Menkens erläutert die stellvertretende Bundesvorsitze Katja Suding die Position der Partei.

Die Welt: Frau Suding, als erste Partei fordert die FDP, dass Scheidungskinder nach der Trennung zu gleichen Teilen von Mutter und Vater betreut werden sollen, im sogenannten Wechselmodell. Was hat Sie dazu bewogen, dafür zu kämpfen?

Katja Suding: Es ist anders: Wir fordern nicht, dass künftig alle Trennungskinder im Wechselmodell betreut werden. Es geht nur um die Fälle, die vor Gericht landen. Alle Eltern, die sich gütlich untereinander auf ein Betreuungsmodell einigen, sollen das auch weiter tun. Da würden wir uns niemals einmischen. Aber es gibt auch die Fälle, in denen Vater und Mutter sich nicht einigen können. Hier möchten wir, dass das Gericht in Zukunft als Regelfall die Doppelresidenz annimmt. Davon kann und muss es natürlich auch Ausnahmen geben – die Doppelresidenz funktioniert ja nicht in allen Fällen. Wenn Eltern zu weit auseinander wohnen, wenn Missbrauch oder Drogen im Spiel sind, wird ein solches Modell nicht infrage kommen. Der Unterschied zu der bisherigen Rechtslage ist aber, dass man künftig begründen muss, warum man von diesem Regelfall abweicht – und nicht anders herum. Es ist die logische Fortsetzung des gemeinsamen elterlichen Sorgerechts, dass Kinder nach einer Trennung auch bei beiden Eltern leben.

Halten Sie das klassische Residenzmodell – die Mutter betreut, der Vater zahlt Unterhalt – für überholt? Die Mehrheit der Trennungsfamilien lebt dieses Modell ja nach wie vor …

Nein, auf keinen Fall. Es ist für viele Familien ein gutes Modell. Aber leider können sich Eltern manchmal nicht über den Aufenthaltsort ihrer Kinder einigen oder wollen dem anderen den Umgang mit dem Kind verwehren. Für diese Fälle möchten wir, dass der Gesetzgeber davon ausgeht, dass Kinder ein Recht auf Betreuung durch beide Elternteile haben. Damit werten wir die anderen Modelle nicht ab. Wir wollen aber auch nicht, dass der Staat im Streitfall die Rollen in der Familie so festlegt, dass ein Elternteil, in der Regel die Mutter, die hauptsächlich Erziehende ist und der Vater die Rolle des zahlenden Ernährers erhält, der allenfalls noch eine Nebenrolle im Leben der Kinder spielt. Das wollen wir aufbrechen. Wir sagen: Mutter und Vater sind gleichwertig.

Das Wechselmodell hat viele Gegner. Viele sagen, es sei ein reines Unterhaltssparmodell für Väter.

Ich finde es zynisch, einem liebenden Elternteil zu unterstellen, dass er die Kinder nur bei sich haben will, um keinen Unterhalt zahlen zu müssen. Ich unterstelle einer Mutter ja schließlich auch nicht, dass sie in Wahrheit nur auf das Geld aus ist und die Kinder deshalb bei sich haben will.

Muss das Unterhaltsrecht verändert werden, wenn Vater und Mutter beide viel Zeit mit den Kindern verbringen?

Klar, das müssen wir dann auch lösen. Einer betreut, der andere zahlt, das kann dann nicht mehr gelten. …

Wie viel Widerstand schlägt Ihnen entgegen?

Das Thema wird in allen Parteien diskutiert, stets kontrovers. Es geht um einen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel, und es wird vermutlich auch eine Weile dauern, bis er sich durchsetzt. Die Vorstellung, dass die Kinder nach einer Scheidung automatisch bei der Mutter leben, ist althergebracht. …“

Quelle

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Ein Kommentar zu “Väter und Mütter sind gleichwertig – Auch nach einer Trennung”

  1. Marcus Haertel sagt:

    Hallo,
    Gerne würde ich mehr Zeit mit meinem Kind verbringen, allerdings sind mir ja durch das aktuelle Gesetz und dem schlechten Jugendämtern die Hände gebunden. Das eigene Kind wird durch die Ex Frau geprägt und bricht selbstständig ohne erkennbaren Grund den Kontakt ab. Und was bleibt einem? Nix. Keiner hilft niemand! ganz im Gegenteil. Man wird zu Unterhalt gezwungen, wobei nicht mal Miete und Belastungen berücksichtig werden! Es heißt zwar dem Kind soll es nicht schlechter gehen als in der Ehe , aber Fakt ist doch das Männer ausgebeutet werden. normalerweise müsste das Gehalt zum Zeitpunkt der Scheidung berücksichtig werden und nicht das der Vater an Karriere behindert wird und enorme Belastungen hat und die Mutter sich die Taschen füllt, wie es in den meisten Fällen ist! Besser wäre es das der kindesunterhalt und Kindergeld verwaltet wird, das wäre gerecht! Anstatt noch nachträglich nach der Scheidung noch Ehegatten Unterhalt zu gewähren. Fazit : ich kann mir ne billigere Wohnung suchen, neue Partnerin verlässt einen, Titel durch ex wird genutz weil man kein Geld für bezin hat, das die Kilometerpauschale inkl. Inspektion usw. Lachhaft ist. Damit ist Fakt und darauf stell ich mich in diesem rechtsstaar ein , das ich der nächste sozialfall werde und meiner Ex und Kind im wohlhabenden Verhältnissen leben. Dank der Gesetze und praxisfernen Berechnungen

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