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innovative Unternehmen nutzen die Potenziale aktiver Vaterschaft

Die ‚Übermutter’ Falle

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 16. Juni 2010

Provokative Ergebnisse über den Einfluss väterlichen Engagements auf die eigene Kompetenzeinschätzung durch Mütter erbringt eine Studie, die in der März Ausgabe der Fachzeitschift Personality Research veröffentlicht wurde.

Die Untersuchung beleuchtet einen scheinbaren Gegensatz bei der Sichtweise, den Mütter auf das väterliche Engagement bei der Betreuung und Pflege der Kinder haben. Insbesondere, wenn berufstätige Mütter ihre Ehemänner als fürsorgliche Pflegepersonen ansehen und die Partner tatsächlich umfänglich bei der Pflege der Kinder engagiert sind, neigen sie dazu, ihre eigene Kompetenz geringer einzuschätzen als die Mütter die sagen, ihre Partner sind weniger kompetent und engagiert.

Das Ergebnis, das die durch die Mütter eingeschätzte Kompetenz des Vaters und sein Engagement mit einer niedrigeren selbst zugeschriebenen eigenen Kompetenz korrespondiert, hat die Autorinnen Takayuki Sasaki und Nancy L. Hazen zu der provokativen Überschrift ‚Die Übermutterfalle: Untergräbt väterliches Engagement die mütterliche Eigen – Kompetenz?

Die Autorinnen vermuten, das trotz zunehmend egalitärer Rollen die berufstätigen Mütter scheinbar in eine Falle zwischen ihrem Wunsch, an der Kinderbetreuung maßgeblich beteiligt zu sein und der Bedrohung ihrer persönlichen Kompetenzen durch eine Nichterfüllung der sozial konstruierten Ideale von Mütterlichkeit.

Die Studie ist ein interessanter Erklärungsansatz dafür, das Väter vielfach außen vor gelassen werden und die Mütter als ‚Gatekeeper’ über ‚ihren’ Bereich wachen.

Quelle

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Ein Kommentar zu “Die ‚Übermutter’ Falle”

  1. Jürgen Kura sagt:

    Was ich viel interessanter finde als die wissenschaftliche Studie selbst, ist die Präsentation derselben – etwas zu viel Musik im Hintergrund, aber professionell von der Kamera her. “DadLabs is an information and entertainment company that fosters (=fördert) the father/child relationship through media, instructional and retail products”, heißt es auf der gut gemachten Website. In den USA tun sich Männer zusammen, um mit Vater-Sein ein kommerzielles Unternehmen zu gründen. Sie verkaufen Videos und T-Shirts, haben einen tollen Auftritt! Egal was man vom amerikanischen Pathos hält oder wie sehr man die Welle der “Neuen Väter” für übertrieben hält: Manchmal wünsche ich mir, ich würde auch in Deutschland ein wenig von diesem “american spirit” erleben: Einfach machen und das richtig.

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