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	<title>Kommentare zu: Mutige (Väter) arbeiten Teilzeit</title>
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	<description>innovative Unternehmen nutzen die Potenziale aktiver Vaterschaft</description>
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		<title>Von: Rainer Schnittka</title>
		<link>http://vaeter-und-karriere.de/blog/index.php/2009/09/29/mutige-vater-arbeiten-teilzeit/comment-page-1/#comment-99657</link>
		<dc:creator>Rainer Schnittka</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 17:28:25 +0000</pubDate>
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		<description>Eltern sein ist auch Karriere

Die deutsche Diskussion um Elternschaft lässt eins vermissen:

Eine positive Zuschreibung einer Rolle als betreuendes Elternteil als Karriere, egal, ob sie von Frauen oder Männern, von Vaetern oder Muettern, von Familienangehörigen oder weiteren Personen wahrgenommen wird.

Karriere scheint als positiv bewertetes Lebensziel  ausschliesslich mit Erwerbstätigkeit und Machtpositionen in der Wirtschaft verbunden zu werden.
Das widerspricht nicht nur der sozialen Wirklichkeit vieler Familien, sondern grundlegend einer sozialen Natur des Menschen,
dem des altruistisch geprägten Verhaltens gegenüber seiner natürlichen sozialen Kerngruppe: der Familie.

Die entstehenden Verwerfungen, die in einer politischen Forderung nach Anerkennung durch &quot;Bezahlung&quot; und Vergütung von Elternschaft oder damit verbundener Aufgaben der Kinderbetreuung nur einen Ausdruck unter vielen finden,
lässt sich zuspitzen:

Wollen wir Familie zukünftig als &quot;Unternehmen&quot;, dass Aufgaben der Kinderbetreuung bei gleichzeitiger möglichst ungestörter 
Erwerbsbiografie der Elternteile, die an kinderlosen Paaren orientiert zu sein scheint, an staatlich finanziertes Betreuungspersonal delegiert,
oder wollen wir Familien aufwerten, indem wir die notwendige Betreuung kleiner Kinder auch durch die Elternteile selbst ermöglichen - in dem Rahmen, wie die Eltern dies für sich frei entscheiden,
und diese Übernahme existentiell notwendiger Betreuung kleiner Kinder auch durch Elternteile als Karriere (auf)werten?

Ohne Religion ist kein Wertesystem einer Gesellschaft denkbar.
Und wo es hinführen kann, wenn Mammon als Religion Wertvorstellungen zu sehr prägt, ist in der jetzigen Krise, die unzureichend als &quot;Wirtschaftskrise&quot; beschrieben ist,
für viele mehr als deutlich geworden.

Ein Wertewandel verantwortungsbewusster Eltern,
die naturgemäss durch ihre Elternschaft über ihren eigenen Lebenshorizont hinaus in die Zukunft denken,
ist seit Jahren auch und gerade bei Vaetern zu erkennen.

Und gerade die Vaeter, die als betreuendes Elternteil zunehmend ihre Kinder begleiten, kommen zu einem Schluss, 
der zu wenig öffentlich diskutiert wird:

Es ist unbezahlbar, die eigenen Kinder selbst begleiten und betreuen zu können.
Es gibt &quot;Karrieren&quot;, die weder mit Geld zu bezahlen sind, noch durch eine tatsächlich dadurch immer notwendige Zurückstellung anderer beruflicher Karriereschritte als nachteilig empfunden werden.

Die Idee, dass alles geht - ungestörte berufliche Karriere und eigene, gelebte Elternschaft ist wie die Quadratur des Kreises
unmöglich.
Ein entweder oder kennt jeder der Kinder hat.

Das &quot;oder&quot; ist nicht nur keine Unterdrückung oder Belastung,
auch kein Verzicht und kein Verlust,
es ist für die meisten derjenigen, die eigene Kinder haben,
der wichtigste und wertvollste Gewinn,
ein Teil eigener und Menschheitsgeschichte,
eine tägliche Freude und existentieller Lebensinhalt,
Familie auch durch Betreuung der Kinder zu leben.

Wer keine eigenen Kinder hat oder den Kontakt zu den eigenen Kindern verloren hat, kann dies nicht nachempfinden können.

Die Chancen verantwortlich gelebter Elternschaft sind sowohl für die Familien wie für die Gesellschaft in der Stärkung der Elternverantwortung so überzeugend nötig und wichtig - 
wie sie im übrigen in den meisten Teilen der Welt so gesehen werden -
dass die deutsche viel diskutierte Vorstellung von einer &quot;Belastung durch Familie&quot;
absurd erscheinen muss.

Es gilt dabei nicht (länger) einseitig zu be-werten,
sondern zu diskutieren,
welche Strukturen unserer Gesellschaft familienfeindlich waren und sind.
Ganztagsschule kann auch anders diskutiert werden.
Elternkompetenzen in Schule einzubinden und ehrenamtlich von Eltern fast immer für ihre eigenen Kinder gewolltes Enagagement strukturell auch in Schule einzubinden,
wäre ein denkbarer &quot;Karriereschritt&quot; für Eltern.
Der noch nicht einmal Geld kosten würde.

Auch einer &quot;Umerziehung&quot; von Kindern durch Gesellschaft sollten grade wir Deutschen aufgrund unserer Erfahrungen im letzten Jahrhundert mit zwei Diktaturen besonders sensibel entgegentreten.
Bewusstsein lässt sich niemals dauerhaft durch aufgezwungene Veränderung gesellschaftlicher Umstände erreichen.
Frauenrechte haben in der Familienpolitik so wenig zu suchen, wie patriarchalische Vorstellungen einer vergangenen Epoche.

Gleichstellung ist dann gefährlich, wenn sie zur Gleichschaltung und zu Denkblokkaden (ver)führt.


Rainer Schnittka</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eltern sein ist auch Karriere</p>
<p>Die deutsche Diskussion um Elternschaft lässt eins vermissen:</p>
<p>Eine positive Zuschreibung einer Rolle als betreuendes Elternteil als Karriere, egal, ob sie von Frauen oder Männern, von Vaetern oder Muettern, von Familienangehörigen oder weiteren Personen wahrgenommen wird.</p>
<p>Karriere scheint als positiv bewertetes Lebensziel  ausschliesslich mit Erwerbstätigkeit und Machtpositionen in der Wirtschaft verbunden zu werden.<br />
Das widerspricht nicht nur der sozialen Wirklichkeit vieler Familien, sondern grundlegend einer sozialen Natur des Menschen,<br />
dem des altruistisch geprägten Verhaltens gegenüber seiner natürlichen sozialen Kerngruppe: der Familie.</p>
<p>Die entstehenden Verwerfungen, die in einer politischen Forderung nach Anerkennung durch &#8220;Bezahlung&#8221; und Vergütung von Elternschaft oder damit verbundener Aufgaben der Kinderbetreuung nur einen Ausdruck unter vielen finden,<br />
lässt sich zuspitzen:</p>
<p>Wollen wir Familie zukünftig als &#8220;Unternehmen&#8221;, dass Aufgaben der Kinderbetreuung bei gleichzeitiger möglichst ungestörter<br />
Erwerbsbiografie der Elternteile, die an kinderlosen Paaren orientiert zu sein scheint, an staatlich finanziertes Betreuungspersonal delegiert,<br />
oder wollen wir Familien aufwerten, indem wir die notwendige Betreuung kleiner Kinder auch durch die Elternteile selbst ermöglichen &#8211; in dem Rahmen, wie die Eltern dies für sich frei entscheiden,<br />
und diese Übernahme existentiell notwendiger Betreuung kleiner Kinder auch durch Elternteile als Karriere (auf)werten?</p>
<p>Ohne Religion ist kein Wertesystem einer Gesellschaft denkbar.<br />
Und wo es hinführen kann, wenn Mammon als Religion Wertvorstellungen zu sehr prägt, ist in der jetzigen Krise, die unzureichend als &#8220;Wirtschaftskrise&#8221; beschrieben ist,<br />
für viele mehr als deutlich geworden.</p>
<p>Ein Wertewandel verantwortungsbewusster Eltern,<br />
die naturgemäss durch ihre Elternschaft über ihren eigenen Lebenshorizont hinaus in die Zukunft denken,<br />
ist seit Jahren auch und gerade bei Vaetern zu erkennen.</p>
<p>Und gerade die Vaeter, die als betreuendes Elternteil zunehmend ihre Kinder begleiten, kommen zu einem Schluss,<br />
der zu wenig öffentlich diskutiert wird:</p>
<p>Es ist unbezahlbar, die eigenen Kinder selbst begleiten und betreuen zu können.<br />
Es gibt &#8220;Karrieren&#8221;, die weder mit Geld zu bezahlen sind, noch durch eine tatsächlich dadurch immer notwendige Zurückstellung anderer beruflicher Karriereschritte als nachteilig empfunden werden.</p>
<p>Die Idee, dass alles geht &#8211; ungestörte berufliche Karriere und eigene, gelebte Elternschaft ist wie die Quadratur des Kreises<br />
unmöglich.<br />
Ein entweder oder kennt jeder der Kinder hat.</p>
<p>Das &#8220;oder&#8221; ist nicht nur keine Unterdrückung oder Belastung,<br />
auch kein Verzicht und kein Verlust,<br />
es ist für die meisten derjenigen, die eigene Kinder haben,<br />
der wichtigste und wertvollste Gewinn,<br />
ein Teil eigener und Menschheitsgeschichte,<br />
eine tägliche Freude und existentieller Lebensinhalt,<br />
Familie auch durch Betreuung der Kinder zu leben.</p>
<p>Wer keine eigenen Kinder hat oder den Kontakt zu den eigenen Kindern verloren hat, kann dies nicht nachempfinden können.</p>
<p>Die Chancen verantwortlich gelebter Elternschaft sind sowohl für die Familien wie für die Gesellschaft in der Stärkung der Elternverantwortung so überzeugend nötig und wichtig &#8211;<br />
wie sie im übrigen in den meisten Teilen der Welt so gesehen werden -<br />
dass die deutsche viel diskutierte Vorstellung von einer &#8220;Belastung durch Familie&#8221;<br />
absurd erscheinen muss.</p>
<p>Es gilt dabei nicht (länger) einseitig zu be-werten,<br />
sondern zu diskutieren,<br />
welche Strukturen unserer Gesellschaft familienfeindlich waren und sind.<br />
Ganztagsschule kann auch anders diskutiert werden.<br />
Elternkompetenzen in Schule einzubinden und ehrenamtlich von Eltern fast immer für ihre eigenen Kinder gewolltes Enagagement strukturell auch in Schule einzubinden,<br />
wäre ein denkbarer &#8220;Karriereschritt&#8221; für Eltern.<br />
Der noch nicht einmal Geld kosten würde.</p>
<p>Auch einer &#8220;Umerziehung&#8221; von Kindern durch Gesellschaft sollten grade wir Deutschen aufgrund unserer Erfahrungen im letzten Jahrhundert mit zwei Diktaturen besonders sensibel entgegentreten.<br />
Bewusstsein lässt sich niemals dauerhaft durch aufgezwungene Veränderung gesellschaftlicher Umstände erreichen.<br />
Frauenrechte haben in der Familienpolitik so wenig zu suchen, wie patriarchalische Vorstellungen einer vergangenen Epoche.</p>
<p>Gleichstellung ist dann gefährlich, wenn sie zur Gleichschaltung und zu Denkblokkaden (ver)führt.</p>
<p>Rainer Schnittka</p>
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