der VÄTER Blog

innovative Unternehmen nutzen die Potenziale aktiver Vaterschaft

‚Elternorientierte Personalpolitik mit Fokus auf Väter’

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 17. Januar 2009

So lautet der Titel eines Projekts, mit dem das Land Niederösterreich gemeinsam mit der Wirtschaftskammer versucht, das Ungleichgewicht in der geschlechterbezogenen Verteilung von Berufs- und Familienarbeit auszugleichen.

“Mehr als die Hälfte der im Rahmen einer Studie befragten Männer können sich vorstellen, ihre Berufstätigkeit zu reduzieren, um für ihre Kinder zu sorgen. Trotzdem beziehen nur knapp über 3 % aller Väter Karenz- oder Kinderbetreuungsgeld. Das sind 3.394 Väter und im Vergleich dazu 103.180 Mütter. Rund 8 % der Väter sind teilzeitbeschäftigt, während 42 % der berufstätigen Mütter einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen”, äußert Familienlandesrätin Johanna Mikl-Leitner.

“Die Zukunft liegt darin, Frauen und Männern die gleichen Chancen am Arbeitsmarkt zu bieten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Dazu sind gesetzliche Rahmenbedingungen und ein gut ausgebautes Kinderbetreuungsnetz, wie wir es in Niederösterreich haben, wichtig. Genauso wichtig sind aber Maßnahmen auf Arbeitergeberseite und ein gesellschaftliches Umdenken, damit Mütter nicht als Rabenmütter abgestempelt werden, wenn sie berufstätig sind und Väter als Softies, wenn sie ihre Kinder versorgen”, so Mikl-Leitner.

“Die Wirtschaft muss sich auf die geänderten Rahmenbedingungen einstellen: Männer wollen sich um ihre Familien kümmern und eine ausgewogene Bilanz zwischen Karriere und Familie herstellen, Frauen sind immer besser ausgebildet und ein wichtiges Potential für die Wirtschaft. Wir können auf beide Geschlechter nicht verzichten, als Gesellschaft brauchen wir aber Kinder und Familien. Was liegt daher näher, als neue, flexiblere Modelle zu entwickeln, die diesen Herausforderungen gerecht werden”, begründet Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl die Motivation, an diesem Projekt teilzunehmen.

Ich hätte zwei Nachfragen: warum heißt es nicht ‚väterorientierte Personalpolitik’ und wo sind die Männer und Väter in diesem Projekt? Sind sie wie so oft Objekte einer fürsorglichen Frauenpolitik oder haben sie die Chance als handelnde Subjekte ihre Arbeitsbedingungen neu zu gestalten? Im Oktober sollen bereits die Ergebnisse vorliegen, ikch bin gespannt.

Quelle

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2 Kommentare zu “‚Elternorientierte Personalpolitik mit Fokus auf Väter’”

  1. ' + title + ' - ' + basename(imgurl) + '(' + w + 'x' + h +') sagt:

    [...] sind, (nicht nur)  in Österreich bereit, in Elternzeit zu gehen, das zeigt unter anderem die aktuelle Studie von Erich Lehner. Demnach können sich zwei Drittel der Männer können vorstellen in Karenz zu [...]

  2. ' + title + ' - ' + basename(imgurl) + '(' + w + 'x' + h +') sagt:

    [...] Immer mehr Männer wollen aktive Väter sein. Männer entfalten ihr Potenzial am besten in einer gesunden Balance zwischen Familie und Beruf. “Engagierte Väter sind auch die besseren Mitarbeiter, weil sie über mehr Sozialkompetenz verfügen. Sie sind verantwortungsbewusster, teamfähiger, effizienter und loyaler”, resümiert Erich Lehner, Männerforscher und Autor der Studie “Elternorientierte Personalpolitik mit Fokus auf Väter“. [...]

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