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Freie Märkte sind nicht immer das Beste

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 17. Oktober 2007

… für Familien.

Der diesjährige Wirtschaftsnobelpreisträger Leonid Hurwicz (90) hat seine Ökonomenkollegen davor gewarnt, freie und perfekte Märkte als Allheilmittel für wirtschaftliche Probleme zu begreifen.

„Viele Leute denken darüber nie besonders tief nach“, sagt er der ZEIT. „Die fordern eine bestimmte Marktstruktur nicht als eine Lösung für ein Problem, sondern als ideologisches Ziel. Sie reden sich ein, man solle nach einem perfekten Markt streben, und gehen damit den wirklichen Problemen aus dem Weg.“

Hurwicz gilt als Vater der „Mechanismus-Design“-Theorie. Darin wird analysiert, welche Marktformen, Spielregeln, Verträge oder Institutionen für ein gegebenes Problem die beste Lösung sind.

„Ich bin sehr glücklich, wenn man am Ende einen Markt zum Funktionieren bringen kann“, sagt Hurwicz. „Aber ich garantiere Ihnen nicht, dass er am Ende meiner Analyse immer als Empfehlung herauskommt.“

Dazu fällt mir ein Zitat aus einer Studie zur Familienfreundlichen Personalpolitik des FFP in Münster ein:

‚Unter dem Gesichtspunkt einer betriebswirtschaftlichen Handlungsrationalität scheint es demnach für Unternehmen im Wettbewerb nicht angezeigt, familienbewusste Maßnahmen einzuführen.‘ Soweit zwischen dieser Rationalität und dem gesellschaftlich angestrebten Ziel einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine Diskrepanz besteht, ergo eine Form von ,Marktversagen‘ vorliegt, sind zu dessen Lösung Staatseingriffe in Form ordnungspolitischer Maßnahmen denkbar.’

Ich bin der Überzeugung, sie sind nicht nur denkbar sondern das Mittel der Wahl!

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