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Die Hauptstadt der Tagesväter …

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 15. März 2007

… ist Hamburg.

Hamburgs Männer sind spitze – zumindest, was die Kindererziehung betrifft, meint das Hamburger Abendblatt. Denn mit 102 von bundesweit 795 gemeldeten Tagesvätern arbeiten fast 13 Prozent in der Hansestadt: Das ist deutscher Städterekord, so das Statistische Bundesamt.

Auch in Hamburg zeigt sich aber, dass trotz der steigenden Zahl an Tagesvätern die professionelle Kinderbetreuung fast ausschließlich eine Frauendomäne ist. So gibt es in Deutschland 30.400 Tageselternteile, davon sind aber nur 795 Männer. 46 Prozent der Tagesväter, so das Statistische Bundesamt, sind zwischen 35 und 49 Jahre alt. Jeder fünfte hat einen fachpädagogischen Berufsabschluss – beispielsweise Erzieher. 20 Prozent haben einen Kurs für Kindertagespflege absolviert.

Im direkten Vergleich der Bundesländer liegt das bevölkerungsreiche Nordrhein-Westfalen vorn: 204 Männer arbeiten als Tagesväter. Auf Platz zwei folgt bereits das vergleichsweise kleine Hamburg mit 102 Tagesvätern. Hamburg nimmt aber nicht nur bei den Tagesvätern einen Spitzenplatz ein. So zeigt der neue Bundesvergleich des Statistischen Bundesamts, dass 21,1 Prozent aller Hamburger Kinder unter 3 Jahren entweder in Tageseinrichtungen (70.705 Kinder = 79 Prozent) oder in der Tagespflege (2.093 = 21 Prozent) betreut werden.

Zum Vergleich: Der Durchschnitt der westdeutschen Bundesländer liegt bei 7,8 Prozent. Die neuen Bundesländer liegen deutlich vorn, Beispiel Sachsen-Anhalt: In dem Bundesland wird jedes zweite Kind in einer Tagespflege oder -einrichtung betreut.

Quelle

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Ein Kommentar zu “Die Hauptstadt der Tagesväter …”

  1. Peter sagt:

    Ein sehr wichtiges Thema, denn wie oft wird diese vaterlose Gesellschaft beklagt, von Politikern, Medien und Müttern…ich durfte meine vier Kinder zwei Töchter, zwei söhne ein stücklang auf deren Lebensweg begleiten – und sie wie ich sind heute sehr glücklich darüber, dankbar dafür! Trotz Trennungs-und Scheidungsgeschichte!
    Gibt es auch Großväter,-mütter, die noch mitten im Leben stehen, sich weder von ihrem Intellekt noch von ihrer Sexualität verabschidet haben?
    Die den Wunsch haben, sowohl Frau/Mann als auch Oma/Opa sein können, wieviele Kinder sehnen sich nach intelligenten Spielgefährten – kennen ihre Eltern kaum – das erlebte ich eben auf Mallorca…Wie wäre es, ein Netzwerk aufzubauen: Arbeitstitel „Moderne Omas und Opas“, wir sind dann für die großelternlosen Kinder da, wenn wir gebraucht werden, seriös, öffentlich – ein Angebot an die interessierte Elterngeneration! Damit die Brücke der Generationen nicht zusammenbricht, sondern zusammenwächst! Könnte dieses Forum auch dafür eine Plattform sein?
    Ich wäre sehr dankbar, und stelle mich gerne zur Verfügung, lese bereits Märchen in einer Kinderabteilung eines Klinikums!

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